Bochum und der Fall “Sami A.”

Seit circa zwei Wochen ist Bochum im Aufruf wegen eines Mannes, der gerne mit dem Roller durch die Stadt kurvt – Sami A. alias “Abu al-Mujtaba”. Der Tunesier wird von Sicherheitsbehörden beobachtet. Er soll ein gefährlicher Islamist sein, gar ein ausgebildeter Al-Qaida-Kämpfer. Einige Medien behaupten sogar, beweisen zu können, dass Sami M. im Jahr 2000 als Leibwächter von Osama Bin Laden in Afghanistan aktiv war, bevor er nach Deutschland zurückkehrte. Beweise für diese Behauptung, so betonen Verfassungsschützer, gebe es bis heute nicht. “Bin Laden Leibwächter” – das sei ein Gerücht innerhalb der Szene.

Die Stadt Bochum scheiterte bislang bei ihren Versuchen den salafistischen Prediger und Ideologen nach Tunesien abzuschieben. Die Gefährlichkeit des Mannes, der mit seiner deutschen Frau und drei Kindern, im Zentrum von Bochum lebt, sei nicht ausreichend erwiesen. Eine Abschiebung sei nicht verhältnismäßig, urteilte die Justiz.

Nach den Berichten um “Bin Ladens Leibwächter lebt in Bochum”, folgen nun die nächsten Schlagzeilen. In einem ehemaligen Nagelstudio soll Sami A. seit einiger Zeit regelmäßig predigen. Die neue Moschee, so schreibt die WAZ, sei nicht auf dem Radar der Sicherheitsbehörden gewesen. Erst nachdem besorgte Anwohner sich gemeldet hatten, sei man auf den Laden unweit von Sami A.´s Wohnung aufmerksam geworden.

Lesen Sie das Stück zu “Moschee im Nagelstudio” hier

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