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Syrian Rebel Groups Form “Islamic Syrian Front”

by Florian Flade

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Three Syrian rebel groups with probably hundreds to thousands of fighters have announced the formation of a new joint-organization called “Islamic Front of Syria” or “Jabhat al-Islamiyya as-Suriya”.

On Friday a video was released on the Internet showing the leaders of Ahrar al-Sham, Ansar al-Islam and Jaysh al-Tawhid presenting the foundation of the new group. Coming from a Sunni-Salafi background the “Islamic Front of Syria” is believed to function as an umbrella organization. With the “Free Syrian Army” (FSA) and the Jihadi faction “Jabhat al-Nusrah” the new group is now one of the major players in the Syrian conflict. According to the founders the “Islamic Front of Syria” was created to protect the Sunni people from the crimes of the Assad regime.

Within a few hours the “Islamic Syrian Front” already presented a new logo and was uploading videos from the Syrian battlefield onto the Internet, showing IED attacks, ambushes and the capture of Syrian anti-aircraft missiles. 

“Commando Solo” sendet in Libyen

by Florian Flade

Eine fliegende Rundfunkstation des US-Militärs beschallt Libyen mit Warnbotschaften. Die psychologische Kriegsführung wurde am Wochenende von Hobby-Funkern aus Europa abgehört. Sie verfolgen den westlichen Militäreinsatz gegen Gaddafi am heimischen Funkgerät.

Vollgepackt mit Hightech – die “Commando Solo II”

“Libysches Schiff oder Frachter verlassen Sie nicht den Hafen”, tönte es am Wochenende aus dem Radio, “Die Truppen des Gaddafi-Regimes verletzen eine UN-Resolution, die ein Ende der Kampfhandlungen in diesem Land angeordnet hat. Wenn Sie versuchen den Hafen zu verlassen, werden Sie angegriffen und zerstört. Für Ihre eigene Sicherheit: Verlassen Sie nicht den Hafen.”

Gesendet wird die eindeutige Warnung in einer Dauerschleife von einem außergewöhnlichen US-Militärflugzeug der Flotte “Commando Solo II”. Diese mit modernster Elektronik ausgestattete fliegenden Radiostationen vom Typ EC-130 kommen immer dann zum Einsatz, wenn reguläre Kommunikationswege nicht möglich sind oder verhindert werden, beispielsweise in den Kriegsgebieten Afghanistan und Irak. Das umgebaute Frachtflugzeug kann im Ernstfall auch als TV-, Radio- und Internetstation für ganze Landesteile dienen, in denen Diktatoren die Kommunikationswege für die Bevölkerung gekappt haben.

Über Haiti flog eine “Commando Solo” 2010 Einsätze, um Überlebenden des Erdbebens die Möglichkeit zu geben, per Radio Nachrichten an Verwandte zu senden (bereits 1995 war eine Commando Solo über Haiti im Einsatz). Jetzt ist einer von Amerikas Radio-Fliegern als Teil der psychologischen Kriegsführung über dem Mittelmeer unterwegs und beschallt Libyen mit Warn-Botschaften in Englisch, Arabisch und Französisch.

Bekannt wurde der Libyen-Einsatz der “Commando Solo” am Wochenende nicht etwa durch eine Meldung des Pentagon oder durch das Gaddafi-Regime, sondern durch die Arbeit findiger Hobby-Funker aus Europa. Sie haben vom heimischen Computer aus Funksignale und Kennungen von Dutzenden NATO-Flugzeugen identifiziert, die aktuell an Angriffen gegen den libyschen Diktator beteiligt sind. Auch den militärischen Rufnamen der amerikanischen Radio-Militärfliegers – “Sheen 53″ konnte ein Funker aus den Niederlanden ausmachen und veröffentlichte den Funk-Mitschnitt im Internet.

Die Hobby-Funker machen sich den Umstand zu Nutze, dass die militärischen Flugzeuge über den Mittelmeer ihre Koordinaten und den angesteuerten Kurs auch über den von Passagiermaschinen genutzten Zivilfunk übermitteln müssen – anderenfalls könnte es zu Zusammenstößen kommen. Informationen über die Bewegungen amerikanischer, italienischer und britischer Kampfjets sowie unbemannter Drohnen erhalten die Funker daher nicht über geheime NATO-Frequenzen, die verschlüsselt über Satelliten ablaufen.

Einer jener Mithörer der Funks von “Operation Odyssey Dawn”, berichtete dem US-Technologiemagazin “Wired”, er verfüge über eine Funkausstattung im Wert von weniger als 500 EURO. Damit könne er problemlos mehrere Stunden täglich die Frequenzen der Militärflugzeuge abhören. “Ich kombiniere lediglich die weltweit frei verfügbaren Informationen aus dem Internet mit meinen lokal erhältlichen Informationen aus dem Äther”, so der anonyme Funker. Auch Signale der amerikanischen Präsidentenmaschine Air Force One und Flüge der CIA mit Terrorhäftlingen habe er bereits empfangen.

Terror wegbeten – Nächstenliebe vs. Bin Laden?

von Florian Flade

Eine amerikanische Internetseite bietet Terroristen zur spirituellen Adoption an. Erklärtes Ziel des christlichen Betreibers ist es, den Terror durch Gebete stoppen. Angeblich zeigt die bibeltreue Terrorabwehr bereits erste Erfolge.

Pro Jahr kostet der Kampf gegen den Terror den Westen mehrere Milliarden Euro. Kriege werden geführt, Bürgerrechte mit höchst umstrittene Überwachungsmaßnahmen beschnitten, Drohnen auf Terroristenjagd geschickt und Körperscanner an Flughäfen platziert. Ginge es nach Thomas Bruce, so gebe es eine wesentlich einfachere, kostengünstigere und dabei effektivere Form der Terrorabwehr: Beten.

Der gläubige Christ Thomas Bruce aus Colorado Springs ist Betreiber der Webseite “Adopt A Terrorist For Prayer”, einer Plattform auf der international gesuchte Terroristen von Usern “adoptiert” werden können. Adoptiert meint, die islamistischen Gotteskrieger werden vom jeweiligen User in dessen Gebete eingeschlossen. Spirituelle Terrorabwehr durch Nächstenliebe quasi. “Wo bleibt die christliche Antwort auf Terrorabwehr?” heißt es auf der Internetseite. Die Antwort: Bin Laden & Co. sollen gemäß des Bibelverses Matthäus 5:44 “Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen” in Gebeten von ihren mörderischen Absichten geheilt werden.

165 den FBI Most-Wanted Listen entnommene Terroristen stehen derzeit auf “Adopt A Terrorist For Prayer” zur Gebetsadoption bereit. In einer Kurzbiografie erfahren Interessierte, weshalb der jeweilige Extremist als gefährlicher Terrorist oder Terror-Unterstützer gilt.
Zu den angebotenen Adoptiv-Kandidaten gehören bekannte Terror-Größen wie Osama Bin Laden und dessen Stellvertreter Ayman Zawahiri, aber auch Talibanführer Mullah Mohammed Omar, der nigerianische Unterhosenbomber Umar Farouk Abdulmutallab und der Fort Hood Amokschütze Major Nidal Hassan.

Al-Qaida Führer Bin Laden scheint die meisten User für ihre Anti-Terror-Gebete zu begeistern, er wurde bereits von 16 anonymen Personen adoptiert. Beliebt sind bei den bibeltreuen Internetnutzern auch im Westen aufgewachsene Dschihadisten, darunter der “American Taliban” John Walker Lindh und junge Amerikaner somalischer Abstammung, die derzeit im somalischen Bürgerkrieg auf der Seite militanter Islamisten kämpfen.

Pastor Thomas Bruce rief seine Webseite zur Nächstenliebe für Terroristen vor drei Jahren mit dem Ziel ins Leben, den islamistischen Terror gegen Amerika mit der Kraft von Gebeten zu bekämpfen. Inzwischen haben sich bereits über 900 Personen auf der Internetseite registriert, und teilweise individuell auf Terroristen zugeschnittene Gebete verfasst und publiziert. Profit werfe das Projekt jedoch nicht ab, so Bruce auf Nachfrage.

“Die Hauptabsicht ist es, mit dem Gebet einen Einfluss auf den Krieg gegen den Terrorismus zu haben”, so sagte mir der Webseiten-Betreiber Thomas Bruce, “um so die Herzen und den Verstand der Leute zu verändern, die Terroranschläge ausüben.” Terror habe zum Ziel ganze Nationen in Angst zu versetzen. “Menschen mit der Liebe Gottes zu betrachten, das hilft uns die Angst zu überwinden”, so Bruce, “Die Heilige Schrift sagt, Liebe vertreibt Angst.” Angst vor Terrorismus zu haben bedeute schließlich den Terroristen die Kontrolle zu überlassen. Dem mit Liebe zu begegnen, versetze die andere Seite in Kontrolle, meint der Pastor.

Bruce diente 2008-2009 als Reservist und Militärpriester im Irak, und erlebte Terror dort selbst hautnah. “Ich war an einem ziemlich gefährlichen Ort”, so Thomas Bruce. Heute glaubt er, der Erfolg von Gebeten gegen den Terrorismus sei bereits klar erkennbar. “Zum Beispiel die Tatsache, dass es in Amerika seit 9/11 keinen ernsthaften Terroranschlag gab”, meint Bruce, “Viele Leute beten dass die Terroristen in ihren Plänen scheitern.”

Dass sich auf der Liste seiner zur religiösen Adoption angebotenen Terroristen nur Personen aus dem islamistischen Spektrum finden, lässt sich laut Bruce leicht erklären: “Es ist konzentriert auf jene Gruppe, vor der die Amerikaner am meisten Angst haben.” Aber selbstverständlich lohne es sich auch für Neonazis, militante Umweltschützer oder andere Formen von Terrorismus zu beten.

Bislang erntete der bibeltreue Webseiten-Betreiber laut eigener Aussage mehrheitlich Zustimmung für sein Projekt. Viele kritische Stimmen verurteilen das spirituelle Angebot an Amerikas Feinde jedoch als kontraproduktiv und schwachsinnig. Thomas Bruce betont, er spreche die Terroristen keinesfalls von ihrer Schuld frei. Er befürworte die Strafverfolgung und Bestrafung, sowie die amerikanischen Militäreinsätze im Irak und Afghanistan.

“Aber gibt einen Unterschied zwischen einer religiösen Antwort und der Antwort der Regierung”, sagte mir Bruce, “Die Regierung kann nicht so vergeben wie Gott, und die Regierung schickt Leute nicht in den Himmel oder in die Hölle.”