Al-Qaida fordert Amokfahrten in Fußgängerzonen

by Florian Flade

Ein neues al-Qaida Magazin ruft Muslime dazu auf, mit einem präparierten Geländewagen Zivilisten in Fußgängerzonen zu überfahren – auch in Deutschland.


 

Der jemenitische Arm des Terornetzwerks al-Qaida hat ein neues, englischsprachiges Online-Magazin veröffentlicht. Darin werden Muslime im Westen aufgefordert, eigenständig Anschläge gegen Zivilisten durchzuführen – auch in Deutschland. Ein besonders perfider Vorschlag wie dies geschehen könnte, wird in einem eigenen Kapitel mit dem Titel „Die ultimative Mähmaschine“ beschrieben.

Eingeleitet wird der Artikel mit dem Bild eines amerikanischen SUV-Geländewagens, dass an ein Werbeplakat erinnert. „Die Idee ist, einen Pickup-Truck als Mähmaschine zu verwenden“, so heißt es dann im Text, „nicht um Gras zu mähen, sondern zum Niedermähen der Feinde Allahs.“
Nachfolgend erklären die Islamisten, wie sie sich ein solches Attentat im Details vorstellen.

„Du brauchst einen Pickup-Truck. Je stärker, desto besser. Du müsstest dann Stahlklingen an die Front des Pickups schweißen“, erklärt al-Qaida, „Dies könnten eine Reihe von Fleischermessern sein, oder dicke Bleche aus Stahl sein.“ Diese müssten nicht einmal extra geschärft sein, denn bei der Geschwindigkeit des Fahrzeugs beim Aufprallen würden sogar stumpfe Kanten „sehr leicht Knochen zerteilen.“

Weiter heißt es: „Du könntest die Klingeln auf Höhe der Frontscheinwerfer anbringen. So würden die Klingen ihr Ziel auf der Höhe des Oberkörpers treffen.“
Was folgt ist die Beschreibung eines idealen Anschlagsortes, bei dem möglichst viele Zivilisten getötet werden können. „Entscheide dich für die überfülltesten Plätze“, schreibt der al-Qaida Autor des Artikels, „Engere Orte sind besser, da sie den Menschen weniger Möglichkeiten zur Flucht bieten.“

Um Hindernisse zu vermeiden, sollten Anschlagsziele gewählt werden, bei denen keine andere Autos im Weg stehen. „Der ideale Ort ist der mit einer maximalen Anzahl an Fußgängern, und der geringsten Anzahl von Fahrzeugen.“ Fußgängerzonen seien daher „fabelhafte Ziele.“

„Um ein maximales Gemetzel zu erzielen“, heißt es im Text der islamistischen Fanatiker,“musst du so schnell wie möglich fahren, aber eine gute Kontrolle über das Fahrzeug beibehalten…um so viele Menschen wie möglich beim ersten Anlauf zu treffen.“ Ganz im Sinne des Terrornetzwerk wäre es, wenn der Fahrer des Amok-Fahrzeugs außerdem noch eine Waffe bei sich trüge, um damit flüchtende Zivilisten zu erschießen.

Al-Qaida weißt den Leser zudem darauf hin, dass im Zuge eines solchen Anschlags, wohl kaum eine Chance zur Flucht des Täters bleibt. „Wir glauben es wäre sehr schwer zu entkommen ohne erkannt zu werden“, so der islamistische Autor der Attentats-Anleitung, „Daher sollte es als eine Märtyreroperation betrachtet werden. Es ist eine Einbahnstraße. Du beginnst den Tag in dieser Welt, und am Ende des Tages bist du bei Allah.“

Als Anregung, wo islamistische Attentäter eine solche Amokfahrt durchführen können, präsentiert al-Qaida eine Liste von Ländern. „Diese Idee könnte in Ländern wie Israel, den USA, Großbritannien, Kanada, Australien, Frankreich, Deutschland, Dänemark, Holland durchgeführt werden.“ Regierung und Bevölkerung in diesen Staaten beführworte die Besatzung Palästinas, Afghanistans, des Iraks und habe den Propheten Mohammed beleidigt. Daher seien dort auch Zivilisten legitime Anschlagsziele: „Solange sie unsere Nicht-Kombattanten angreifen, werden wir ihre Nicht-Kombattanten angreifen.“

Das englischsprachige al-Qaida Magazin ist bereits der zweite Teil einer Serie, die jemenitische Extremisten über das Internet veröffentlichen. In der ersten Ausgabe, veröffentlicht im Juli, beschrieben die Terroristen in einem Kapitel namens „Wie man eine Bombe in der Küche deiner Mutter baut“, die Herstellung eines Sprengsatzes.

Produziert wird das al-Qaida-Dokument offenbar von Islamisten im Jemen, die muttersprachliches Englisch sprechen, in den USA und Großbritannien aufgewachsen sind. Eines der Kapitel in der neuen Ausgabe trägt den Titel „Ich bin stolz darauf, ein Verräter Amerikas zu sein“. Der Mann, der darin seine Beweggründe zur Unterstützung al-Qaidas erläutert, ist der US-Amerikaner Samir Khan.

Khan wurde 1986 im US-Bundesstaat North Carolina geboren, lebte dann mehrere Jahre in New York, wo er sich offenbar zum radikalen Islamisten wandelte. Er war Autor mehrerer Blogs und islamistischer Webseiten bevor er sich in den Jemen absetzte, und seitdem für die englischsprachige Propaganda der Terrorgruppe zuständig ist.

Im Juli, nach der Veröffentlichung des ersten englischen al-Qaida Magazins, erklärten Ermittler des US-Justizministeriums, Khan sei vermutlich der Redakteur des islamistischen Dokuments. Layout und Sprache ähneln sehr Khans ehemaligen Webseiten.
Gegen den Extremisten läuft nun in den USA ein Verfahren zur Enthebung der Staatsbürgerschaft.

 

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