Deutscher Dschihadist preist Toulouse-Attentäter

von Florian Flade

„Auf eigene Faust und durch heldenhaften Mut, machte der Ritter von Toulouse, den südfranzösischen Boden unter seinen Füßen zu dem Boden seines persönlichen Dschihads“ – heißt es in einer neuen Tonband-Botschaft des deutschen Dschihadisten Mounir Chouka alias „Abu Adam“ aus dem pakistanischen Waziristan. In der neuen Botschaft aus den Bergen Nordwest-Pakistans preist der aus Bonn stammende Islamist (Mitglied der Islamischen Bewegung Usbekistans) den Attentäter von Toulouse als Helden und ruft Muslime in Europa auf seinem Beispiel zu folgen.

„Frankreich entriss der muslimischen Frau ruckartig den Hijab und entblößte ihre Aura und Frankreich beteiligt sich an den Verbrechen in Afghanistan“, sagt Mounir Chouka, „Mohammed Merah war somit ein Racheakt für die hinterhältigen und blutigen Verbrechen der französischen Armee! Und seien Tat war eine Reaktion der Juden, die über eine Millionen palästinensische Kinder auf dem Gewissen haben.“

Muslime in Europa seien nun aufgerufen dem Beispiel des französischen Todesschützen zu folgen, so Chouka. „Allah will dass du deine Religion mit Blut unterstreichst! Zunächst mit dem Blut der Feinde, dann mit deinem eigenen Blut!“

Die Attentate einzelner radikalisierter Islamisten, „Einsame Wölfe“ genannt, sollten sich nach dem Willen des Bonner Terroristen als Gesamtstrategie auf Europa übertragen. „London, Madrid, Frankfurt und nun Toulouse“, so heißt es in Choukas knapp 6-minütiger Rede, „Oh geehrte Muslime in Dublin, in Luxemburg, in Lissabon, steht auf und helft Allahs Religion! Lasst dem arabischen Frühling einen europäischen Sommer folgen!“

Wie schon einer kürzlich veröffentlichten Tonbandbotschaft des Bruders von Mounir Chouka, Yassin Chouka, sollen Muslime im Westen durch die Hetzpredigt aufgerufen werden, sich ohne Anbindung an eine Gruppierung oder Ausbildung in einem Terrorcamp im Ausland, am Dschihad zu beteiligen. Die perfide Strategie den islamistischen Amoklauf zu provozieren, wurde erst gestern von mir in einem Stück für „Die Welt“ thematisiert.

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