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The Mazar UN-Massacre

 

„There is no God but Allah“ – this statement saved Pavel Ershov´s life on Friday afternoon when an angry mob of several hundred Afghans stormed a United Nations compound in the Northern Afghan city of Mazar i-Sharif. Earlier that day, a preacher in the local mosque had told the worshippers, an American had burnt the Holy Quran on March 20.

This lecture was followed by outraged Afghans attacking the foreigners in the nearby UNAMA bureau. The Nepalese guards couldn´t stop the mob from entering the compound, hunting for Westeners. Former Russian diplomat Ershov confronted the armed attackers. „Are you Muslim?“, they asked him. He lied, said the Shahada, the declaration of faith, and was then beaten but not killed by the protesters.

Instead the mob killed four Nepalese security staff and three other foreigners – a Swedish lawyer, a Romanian political advisor and a Norwegian female pilot. Additionally, four Afghans lost their lifes in Mazar i-Sharif´s bloody Friday.

Read more about the deadly attack on the UN in Dion Nissenbaum´s and Maria Abi Habib´s excellent Wall Street Journal piece „Inside the Massacre at Afghan Compound“

„Ich werde mich nicht entschuldigen“ – Interview mit Pastor Jones

von  Florian Flade

Der christliche Fundamentalist Terry Jones aus Gainesville (Florida) hat am 20.März den Koran in einem Schauprozess für schuldig befunden. Eine Kopie des Buches, das für dem Muslime  das niedergeschriebene Wort Gottes ist, wurde anschließend in der Kirche von Jones Gemeinde verbrannt. Aus Wut über die Verbrennung des Koran stürmte gestern ein wütender Mob in Afghanistan ein Büro der UN. Die Menschen waren aufgebracht durch die Meldung von der Koran-Verbrennung in Florida. Ein Interview mit Pastor Jones.

Hunderte wütende Afghanen stürmten gestern nach dem Freitagsgebet eine UN-Einrichtung in der nordafghanischen Stadt Mazar i-Sharif. Mindestens sieben Mitarbeiter der Vereinten Nationen, darunter mehrere nepalesische Wachleute, ein schwedischer Anwalt und eine norwegische Pilotin, wurden vom rasenden Mob getötet. Einige der Ausländer wurden enthauptet.

Ein Prediger in der Blauen Moschee von Mazar i-Sharif hatte die muslimische Gläubigen aufgehetzt, als er von einer Koran-Verbrennung in den USA berichtete. Vor knapp zwei Wochen hatte eine fundamentalistische Kirchengemeinde in Gainesville (Bundesstaat Florida) das Heilige Buch der Muslime in einem Schauprozess zum Tode verurteilt und anschließend verbrannt.

Ich sprach mit dem Anführer der Kirchengemeinde, Pastor Terry Jones, der bereits im letzten Jahr mit einer geplanten Verbrennung des Koran für weltweite Proteste gesorgt hatte.

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Pastor Jones, wissen Sie wer Siri Skare war?

Nein.

Sie war eine 53jährige UN-Mitarbeiterin aus Norwegen, die am Freitag zusammen mit sechs weiteren Menschen bei dem Angriff auf ein UN-Gebäude in Mazar i-Sharif in Nord-Afghanistan getötet wurde. Fühlen Sie sich in irgendeiner Weise verantwortlich für den Tod von Frau Skare und den der anderen Menschen, die zu Tode kamen?

Nein, fühle ich mich nicht. Natürlich macht es mich sehr betroffen. Ich finde es äußerst tragisch. Jedesmal wenn jemand ermordet wird oder stirbt, ist dies tragisch. Aber ich fühle mich nicht verantwortlich für die Ereignisse in Afghanistan. Es zeigt einfach nur die radikalen Elemente des Islam und wenn wir jetzt nicht aufstehen und etwas tun, werden noch mehr Menschen sterben. Wenn wir uns erheben und etwas tun, dann können wir womöglich hunderttausende Leben retten.

Was meinen Sie? Was sollte getan werden?

Der Islam tötet seit Jahrhunderten Menschen. Wir müssen den Finger auf diejenigen richten, die es verdient haben, und das ist der radikale Islam. Wir müssen diese Leute zur Verantwortung ziehen. Ich glaube der Präsident der USA und die westlichen Führer müssen zu den Vereinten Nationen (UN) gehen, und fordern dass muslimisch dominierte, vom Islam und der Scharia dominierte Länder, Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit einführen. Regelmäßig werden Christen und Angehörige andere religiöse Minderheiten in diesen Ländern getötet. Das müssen wir angehen und etwas dagegen tun.

Das heißt, die tödlichen Ausschreitungen in Afghanistan sind für Sie lediglich ein Beweis Ihrer Aussage, der Islam sei eine gewalttätige Religion?

Ja, definitiv. Der Islam hat der Welt das bewiesen. Aus irgendeinem Grund will die Welt das nicht einsehen. Die Welt beschuldigt lieber jemanden wie mich oder ignoriert diese Tatsache. Der Islam tut dies seit hunderten Jahren, aber wir tun nichts dagegen. Jetzt ist es an der Zeit, etwas muss getan werden.

Sie haben vor zwei Wochen den Koran vor Gericht gestellt und das Heilige Buch der Muslime zum Tode verurteilt. Angesichts der vielen Toten und anhaltenden Proteste: War der „Richte den Koran-Tag“ wirklich notwendig und sinnvoll?

Ja.

Planen Sie, sich für die Koran-Verbrennung zu entschuldigen?

Nein.

Auch nicht, wenn in den kommenden Wochen Amerikaner in Racheakten zu Tode kommen?

Nein, ich werde mich nicht entschuldigen. Wir müssen diese Leute zur Verantwortung ziehen. Wenn mein Nachbar mich beleidigt und ich gehe rüber, breche in sein Haus ein und töte ihn – dann kommt niemand zu mir uns sagt: Das ist okay, weil er dich ja beleidigt hat. Wir geben diesen Leuten jetzt so eine Art Rechtfertigung. Wir sagen: Es ist falsch Menschen zu töten, aber natürlich wurdet ihr provoziert. Stattdessen sollten wir sagen: ihr habt keine Entschuldigung für eure Taten. Die Polizei wird euch verhaften und ihr werdet ins Gefängnis gehen. Wenn die Täter sagen: Ich würde provoziert, dann sagen wir: Das interessiert mich nicht. Du hast kein Recht dazu.

Wurden Sie von Seiten der amerikanischen Politik oder des FBIs aufgefordert sich für die Koran-Verbrennung öffentlich zu entschuldigen?

Nein. Ich stehe in regelmäßigem Kontakt mit dem FBI aufgrund der Morddrohungen, die ich erhalte. Mittlerweile sind über 300 Morddrohungen eingegangen. Auf mich ist ein Kopfgeld von 2,4 Millionen US-Dollar ausgesetzt. Deshalb hat mich das FBI angerufen, aber nicht um nach einer Entschuldigung zu fragen.

The Tiger of Tunisia is Dead

by Florian Flade


On July 27th 2009 the US-Ambassador to Tunisia, Robert F. Godec,  in a diplomatic cable to the Foreign Ministry in Washington D.C., described his experience during a visit to the home of the daughter of Tunisia´s President Zin Abedine Ben Ali and her husband. Godec had been invited for dinner to the mansion of Nesrine Ben Ali and her husband Muhammad Sakher al-Materi in Hammamet. In the document Ambassador Godec describes the compound he visited, writes about the extensive meals, all the foreign staff he saw and the unusual pet of President´s son-in-law Muhammad Sakher al-Materi – a tiger.

„Al-Materi has a large tiger („Pasha“) on his compound, living in a cage“, Ambassador Godec wrote, „He acquired it when it was a few weeks old. The tiger consumes four chickens a day.“ The whole situation, the American diplomat stated, reminded him of Saddam Hussein´s son Uday who owned lions he kept in a private zoo in Baghdad.

After Tunisia´s President Ben Ali fled to Saudi-Arabia last week, angry protesters attacked buildings and property owned by the former ruling family clan. Ben Ali´s son-in-law Muhammad al-Materi has left the country last week, too. It is reported the 30 year-old notorious playboy traveled to exile in Paris. His pet, the tiger „Pasha“, has become the latest victim of Tunisia´s violent riots that toppled the Ben Ali regime.

A mobile phone video uploaded onto Youtube allegedly shows the killed pet tiger of al-Materi being skinned by rioting Tunisians. If the shaky footage does indeed the dead tiger „Pasha“ is not confirmed till now. The cat itself looks rather small, not the size of a full-grown tiger but more like a leopard-type cat. When and where the video of the dead tiger was recorded is not known.