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Frankfurt Cleric A Jihadi Recruiter?

by Florian Flade

German police arrested five men on suspicision of terror recruiting in Frankfurt. Among the suspects – prominent Internet cleric Abdel Latif.

In the early morning hours of Tuesday, 50 German policemen raided six locations in Frankfurt am Main, arresting five suspected Jihadi recruiters, among them a prominent Moroccan cleric. The suspects, police says, are accused of recruiting young men for terrorist training abroad. Their nationalities range from German, Moroccan, Eritrean, Afghan to Turkish.

Abdel Latif, a 39 year-old Moroccan preacher from the Frankfurt region, is said to have spread „Salafi ideology“ in mosques in Frankfurt-Ginnheim and Frankfurt-Griesheim to call Muslim men for Jihad and send them to Pakistani and Afghan training camps. He is a prominent figure in the „DawaFFM“ missionary network based in Frankfurt. Abdel Latif not only preaches inside the Frankfurt mosques but also organizes and attends „Islam Seminaries“, popular Salafi weekend events where several preachers are giving lectures to groups of young men and women.

According to several sources, the police raids came as a result of the investigation into the case of Haddid N., a Frankfurt resident of Afghan descent, who was arrested by US forces while on a visit to his father in Kabul. He was imprisoned in Bagram US Military prison and held for days before his release end of January.

German police had allegedly questioned Haddid´s sister after he had traveled to Dubai and did not return to Germany but instead took a flight to Afghanistan. Suspicion was high, Haddid N. had gone to Afghanistan to attend Jihadi training camps. German authorities had the 23year-old University student on their watch-list up to Mid-July 2010 and then dropped the case because there was no evidence N. did plan to leave Germany for terrorist means.

Yesterday´s police raid might be the result of Haddid N.´s questioning. He is said to have attended lectures by Abdel Latif and might even have been radicalized in the raided Frankfurt mosques. Frankfurt newspaper FAZ is reporting Haddid N. was on his way to a terror camp when he was arrested. Abdel Latif and other people in the Frankfurt Islamist community are suspected of having sent him.

Four suspects – age 22-29 – have been released by the police although theinvestigation is still going on. Preacher Abdel Latif remains in police custody.

UPDATE: The German Salafi group „DAWAFFM“ (Dawah in Frankfurt am Main) has released a video statement, explaining that Sheikh Abdel Latif was only questioned by the police after his private apartment was raided. He was then released later and lost his job due to the German action on Tuesday morning. No other member of the group is in police custody right now. The accusations against Abdel Latif were an „attack on Islam“, the group claims.

Deutsches Islamistenpaar in Slowenien inhaftiert

by Florian Flade

Deutsche Islamisten beim Terrortraining in Waziristan

In Slowenien wurden vor zwei Wochen ein international gesuchter deutscher Islamist und seine Begleiterin festgenommen. Der Mann aus Baden-Württemberg soll Terrorrekruten angeworben haben, seine Frau griff slowenische Polizisten mit einer Axt an.

Seit Ende Oktober befinden ein mutmaßliches deutsches Islamistenpärchen in Slowenien in Haft. Es soll sich um den 25jährigen Konvertiten David K. aus Baden-Württemberg handeln, der seit längerem mit internationalen Haftbefehl gesucht wurde.

David K. und seine weibliche Begleitung waren am Abend des 21.Oktober nahe der Ortschaft Dobrovnik an der slowenisch-ungarischen Grenze festgenommen worden. Ein slowenischer Polizeisprecher beschrieb mir den Hergang der Festnahme. Demnach war das Paar einer Polizeistreife durch ihre islamische Kleidung aufgefallen und auf ihre Personalien kontrolliert worden. Da beiden keine Identitätspapiere, sondern lediglich einen Koran bei sich führten, wurden der 25jährige Mann und die 24jährige Frau zunächst zur Polizeistation gebracht.

Durch die polizeiliche Zusammenarbeit mit deutschen Kollegen, so ein slowenischer Polizeisprecher, konnten die slowenischen Behörden ermitteln, dass es sich bei dem Paar um deutsche Staatsbürger handelt. Zum Erstaunen der slowenischen Beamten wurde David K. sogar per internationalem Haftbefehl gesucht. Ein Gericht in Murska Sobota ordnete daraufhin eine 30-tägige Untersuchungshaft für den deutschen Terrorverdächtigen und anschließende Abschiebung nach Deutschland an.

Seine Begleiterin hingegen wurde wieder auf freien Fuß gesetzt. Sie war lediglich zu einer Buße verurteilt worden, weil sie eine Axt bei sich trug und gegen das slowenische Waffenrecht verstoßen hatte. Die Polizisten zeigten ihr nach der Freilassung den kürzesten Weg ins nahegelegene Österreich.

Wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart mir gestern bestätigte, ist der in Abschiebehaft befindliche deutsche Staatsbürger seit einiger Zeit von deutschen Behörden zur Fahndung ausgeschrieben. Der mutmaßliche Islamist steht im Verdacht gegen Paragraph 109h des Strafgesetzbuches verstoßen zu haben – „Anwerben für fremden Wehrdienst“. Gemeint ist damit in diesem Zusammenhang die Rekrutierung deutscher Staatsbürger für terroristische Netzwerke. In wenigen Tagen soll K. den deutschen Behörden überstellt werden.

Am 26.Oktober, fünf Tage nach der Festnahme von David K., kontaktierte ein slowenischer Jäger die Polizei und berichtete er habe im Wald unweit der Grenze zu Östereich eine islamisch gekleidete, verschleierte Frau entdeckt, die dort ein Lagerfeuer gemacht habe. Als gegen 13:30 Uhr zwei slowenische Polizisten in einem Waldstück nahe der Ortschaft Radenci tatsächlich auf die beschriebene Frau stießen, attackierte diese die Beamten mit einer Axt. „Ein Polizeifahrzeug wurde dabei beschädigt, die Polizisten wurden jedoch nicht verletzt“, so die slowenische Polizei. Slowenische Medien berichten, die Frau habe bei ihrem Angriff „Lang leben der Islam!“ geschrieen.

Die 24jährige Frau, bei der es sich um David K.s Begleiterin handelte, wurde in Gewahrsam genommen und befindet sich nun wie K. in einem Gefängnis in Murska Sobota. Wie die Stuttgarter Staatsanwaltschaft mitteilte, liegt gegen die Deutsche kein Haftbefehl vor, weshalb ihr Fall im Zuständigkeitsbereich slowenischer Behörden liegt.

„Wir können nicht bestätigten, wann die beiden Personen nach Slowenien kamen“, erklärte mir ein Polizeisprecher aus Murska Sobota. Da David K. von der deutschen Justiz verdächtigt wird, Terrorrekrutierung betrieben zu haben, ist denkbar, dass sich der mutmaßliche Islamist ins Ausland abgesetzt hatte um unterzutauchen.
Slowenische Zeitungen berichtet allerdings, der deutsche Terrorverdächtige habe im Polizeiverhör angegeben in Afghanistan zum Selbstmordattentäter ausgebildet worden zu sein.

Etwa zur gleichen Zeit als David K. in Slowenien gefasst wurde, begann vor dem Stuttgarter Landgericht der Prozess gegen drei Männer, die im Umfeld des 2005 geschlossenen Neu-Ulmer „Multikulturhauses“ Rekruten für terroristische Ausbildungslager angeworben haben sollen.

Rani M. (28) aus Ulm, und den Bonnern Ramez A. (47) und dessen Stiefsohn Antonio M. (25) wird vorgeworfen seit 2006 Dutzende Glaubensbrüder indoktriniert und an ägyptische Sprach- und Koranschulen vermittelt zu haben. Von dort aus sollten die Rekruten weiter nach Afghanistan oder Pakistan geschleust werden.
Das Trio war im Februar bei Razzien in Ulm, Bonn und Wiesbaden, bei denen 43 Wohnungen durchsucht wurden, festgenommen worden. Gegen vier weitere Männer liegt ebenfalls in diesem Zusammenhang ein Haftbefehl vor, sie gelten als flüchtig.