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Die kanadischen Dschihadisten von In Amenas

von Florian Flade

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Quelle: Google Maps

Vier lange Tage dauerte das Drama von In Amenas. Am Ende waren mehr 39 Geiseln und mindestens 28 Geiselnehmer tot. Ein islamistisches Terrorkommando hatte Mitte Januar ein Gasfeld in der algerischen Wüste überfallen und Geisel genommen, darunter auch Dutzende Ausländer.

Die Geiselnehmer waren islamistische Kämpfer der Al-Qaida, rekrutiert aus Nordafrika. Geschickt hatte sie der nordafrikanische Al-Qaida Emir Mokhtar Belmokthar. Sein Kommandeur für die Attacke in In Amenas war ein Algerier namens Mohamed Lamine Bencheneb, Anführer der Gruppe „Söhne der Sahara für islamische Gerechtigkeit“.

Nach der viertägigen Geiselnahme berichteten Überlebende von einem mysteriösen Mann unter den Geiselnehmern. Der Islamist habe einen rotblonden Bart gehabt und blaue Augen, sprach offenbar akzentfreies Englisch und übersetzte für Kommandeur Bencheneb die Gespräche mit einigen der westlichen Geiseln.

Bencheneb war es auch, der nach Angaben einer Geisel, einen Hinweis auf die Herkunft des blonden Dschihadisten gab. Gegenüber den einheimischen algerischen Arbeitern, die ebenfalls als Geiseln gehalten wurden, soll er gesagt haben: „Seht euch diesen Mann an und wie der Islam Kanada erreicht hat. Und ihr in Algerien unterstützt uns nicht!“

Al-Qaida-Terroristen aus Kanada in der algerischen Wüste? Schnell verbreitete sich die Nachricht, am Überfall auf In Amenas seien zwei Kanadier beteiligt gewesen. Belege dafür gab es keine.

Jetzt ist das Rätsel um die mysteriösen Wüsten-Terroristen aus Kanada gelöst. Der kanadische Geheimdienst konnte den blonden Mann als Xristos Katsiroubas identifizieren. Der 22-jährige Konvertit stammt aus der Stadt London in der Provinz Ontario.

Und er war nicht der einzige Kanadier im Terrorkommando. Katsiroubas Schulfreund, der 24-jährige Ali Medlej, war ebenfalls am Überfall des Gasfeldes beteiligt. Beide Kanadier starben im Laufe des Geiseldramas. Es wird vermutet, dass sie sich selbst in die Luft gesprengt haben.

Xristos Katsiroubas ist seinen ehemaligen Mitschülern an der High School als ruhiger, eher verschlossener Junge in Erinnerung geblieben. Ein Foto aus einem Jahrbuch zeigt einen unauffälligen jungen Mann mit Brille und kurzen Haaren.

Katsiroubas wurde als Sohn griechisch-orthodoxer Eltern geboren, konvertierte im Laufe der Highschool zum Islam. Fortan verkehrte er immer häufiger in der Moschee. Den Schulabschluss schaffte er im Gegensatz zu seinem Freund und Glaubensbruder Ali Medlej nicht.

Schon im Jahr 2007 fielen die muslimischen Teenager dem kanadischen Nachrichtendienst als mögliche Terrorsympathisanten auf. Sie verkehrten offenbar bereits damals  in radikalislamischen Kreisen.

Im vergangenen Jahr verließen Xristos Katsiroubas und Ali Medlej ihr Heimatland für immer. Sie reisten nach Nordafrika, wo sie sich vermutlich in Libyen radikalen Islamisten anschlossen, aus deren Reihen später die In Amenas-Attentäter rekrutiert wurden.

„I Kill Kafirs“ – Canadian Jihadist Killed In Dagestan

William Plotnikov came to Canada as a 15 year old son of a Russian immigrant from Siberia. He was a ambitious boxer, winning several fights in his teenage years. By 2008 Plotnikov became a Canadian citizen. The following year his interest in religion started to grow. William converted to Islam.

Within one year he had left Canada and went back to Russia. In the Dagestan region of the Caucasus he joined Islamist rebels and became a Mujahid. He fought against Russian troops. In July William Plotnikov was killed by Russian special forces during a gun-battle in Dagestan. He was 23 years old.

Read the story of a Canadian convert to Islam who fought and died fighting in the Caucasian Jihad. National Post´s Stewart Bell wrote this great article.

The Canadian who converted to jihad: Boxer turned militant killed in Dagestan 

Old Footage of Egyptian-Canadian Ahmed Khadr in Waziristan

by Florian Flade

Egyptian-Canadian Ahmed Khadr aka „Abu Abdurrahman al-Kanadi“ (upper right corner) and IMU´s late Amir Taher Yuldashev (left)

In a new German-language propaganda video by the „Islamic Movement Uzbekistan“ (IMU) very rare footage is shown of a Canadian Jihadist who was killed in Pakistan in 2003.

Ahmed Khadr aka „Abu Abdurrahman al-Kanadi“ was a 55 year-old Egyptian-Canadian who had lived in Toronto and studied at University of Ottawa before working as an aid worker for a relief organization in Pakistan and Afghanistan in the 1980s. (read more here)

Khadr moved back to Pakistan in 1993 with his family and later lived close to the Bin Laden family in Afghanistan where his sons also trained in the Al-Qaida terrorist camps. One of his sons, Omar Khadr, is still imprisoned in Guantánamo Bay (Cuba) and is a victim of torture during severe interrogation. (read more here)

As the new IMU-propaganda video explains, Ahmed Khadr was killed on October 3 2003 in the Pakistani tribal areas of Waziristan alongside Abu Mohammed al-Turkestani, the leader of a Chinese Jihadist group, when Pakistani troops raided a village in South Waziristan. Footage recorded prior to his death does show him sitting next to IMU´s late leader Taher Yuldashev.

Khadr´s death, the IMU claims, was the trigger to start Jihad against the Pakistani government. The killing of Khadr and al-Turkestani led the IMU leadership to decide to wage Jihad not only in Afghanistan but declare the Pakistani military an even more important enemy.

More on the Khadr family once labeled „Canada´s first family of Terror“

http://www.cbc.ca/news/background/khadr/

http://www.danielpipes.org/1639/the-khadrs-canadas-first-family-of-terrorism