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IS veröffentlicht Handy-App für Kinder

von Florian Flade

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Kinderleicht soll es sein. Auf dem Smartphone durch das arabische Alphabet klicken und dabei spielerisch die Buchstaben lernen. Die Handyapp ist in bunten Farben und Comic-Stil gehalten. Einzig die Beispiele wirken etwas verstörend. „د“ für „دبابة“ – das arabische Wort für „Panzer“. Oder „س “ für „سيف“ , was „Schwert“ bedeutet.

Die Terrorgruppe IS hat in der vergangenen Woche eine App für Android-Handys veröffentlicht, mit der Kinder die arabischen Buchstaben lernen sollen. Das Programm mit dem Namen „Huruf“ wird derzeit von den Dschihadisten über die unterschiedlichen Kanäle in sozialen Medien beworben. Damit sollen Kinder sowohl die Aussprache als auch das Schreiben der Buchstaben erlernen. Zusätzlich gibt es noch ein Acapella-Lied, ein sogenanntes Nasheed.

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Die App darf als weiterer Versuch des IS bei der Indoktrinierung von Kindern gewertet werden. Aus Propagandavideos der Organisation ist ersichtlich, dass in den beherrschten Gebieten in Syrien und Irak bereits routinemäßig religiöse und ideologische Schulungen für Kinder und Jugendliche stattfinden. „Löwenwelpen“ nennen die Terroristen ihren Nachwuchs. Mit „Huruf“ zielt der IS nun auch Kinder von islamistischen Eltern im Ausland, sprich auch im Westen, ab.

Das Arabisch-Lernprogramm ist dabei nur die letzte digitale Innovation der Terroristen. Schon seit einigen Monaten bietet der IS auch eine App seiner ominöse Nachrichtenagentur „Amaq“ an. Auch sie ist für Android-Smartphones konzipiert und bietet regelmäßige Updates mit Videos, Bekennerschreiben und Audiobotschaften.

 

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Die Kinder des Kalifats

von Florian Flade

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Der Junge ist noch zu klein, er muss die Pistole mit beiden Händen halten. Er tritt hinter die beiden Männer, die gefesselt vor ihm auf dem Boden hocken. Und er schießt beiden in den Kopf. Danach streckt er die Waffen nach oben. Das Kind grinst.

Die Szene stammt aus einem Video, das die Terrorganisation „Islamischer Staat“ (IS) vor kurzem veröffentlicht hat. Ein offenbar aus Kasachstan stammender Junge, nicht älter als 10 Jahre, exekutiert darin zwei angebliche russische Spione.

Kinder im Dschihad – das Phänomen ist nicht neu. Vor Jahren schon reisten Islamisten samt Ehefrauen und Kindern, manchmal auch alleinerziehende Mütter, in Kriegsgebiete, um sich dort in Terrorlagern ausbilden zu lassen. Etwa in der afghanisch-pakistanischen Grenzregion Waziristan. Oder nach Somalia. Auch Dschihadisten-Familien aus Deutschland waren darunter.

Die Terrorgruppe IS jedoch entfaltet offenbar auf radikale Salafisten in ganz Europa eine gewaltige Sogwirkung. Immer häufiger reisen auch junge Frauen und Mädchen nach Syrien und in den Irak. Einige werden vor Ort schwanger, andere nehmen gleich ihre Kinder mit.

Meine Kollegen Eric Beres und Fritz Schmaldienst von REPORT Mainz haben sich in der vergangenen Sendung diesem Thema angenommen. Den Beitrag können Sie hier ansehen.

Al-Qaida Confirms: Sa´ad Bin Laden Is Dead

by Florian Flade

Sa´ad Bin Laden could very likely have become his father’s successor. The 30-year old son of Al-Qaida leader Osama Bin Laden and his first wife Najwa had remained within the circles of the terrorist organization when US bombs fell on Afghanistan in 2001. Along with high-ranking Al-Qaida figures like Saif al-Adl and Sulayman Abu Ghaith as well as other Bin Laden family members, Sa´ad fled to Iran after the US invaded Afghanistan.

According to various sources Sa´ad, born in Jeddah (Saudi-Arabia) in 1979, and the other relatives of Osama Bin Laden were put under house arrest by the Iranian regime. What seemed like a prison-like situation was in fact protection from America´s war on Al-Qaida.

Sometime in 2008 or 2009 Sa´ad Bin Laden was allowed to leave Iran. He made his way to the Afghan-Pakistan border region and re-joined the Al-Qaida structure in Waziristan. In summer 2009 US intelligence sources claimed the Bin Laden son was killed by a CIA drone strike earlier that year. Sa´ad was not the prime target of the assassination but intelligence sources estimated there was a 85% chance he was in fact killed.

For three years Al-Qaida remained silent about the alleged death of Sa´ad Bin Laden. This week the organization officially confirmed it. In a new video released by “As-Sahab Media”, Al-Qaida´s Emir Dr.Ayman az-Zawahiri mentions the Bin Laden sibling when talking about Osama Bin Laden´s life.

The new video is part of a series titled “Days with the Imam”. Its content is basically Zawahiri telling stories about his time with Bin Laden. At one point the Egyptian terrorist leader says: “Osama Bin Laden had a son named Sa´ad Bin Laden – may Allah have mercy upon him”. Zawahiri then goes on telling Sa´ad Bin Laden has received martyrdom in the Jihad against America.

So with two of his sons killed (Khalid Bin Laden died in the US raid at the Abbottabad compound in May 2011 alongside his father) there are at least 11 Bin Laden sons still alive today. Two of which (Ibrahim and Hussain) the late Al-Qaida leader fathered when in hiding.