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American Jihadi in Somalia Praises Bin Laden

by Florian Flade

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He was declared dead, now he appears in front of a camera, praising someone who did die recently. The American Jihadi Omar Hammami aka „Abu Mansur al-Amrikki“ attended a conference organized by the Somali Al-Shabaab, mourning and discussing the death of Al-Qaida leader Osama Bin Laden.

Mid-March Somali government officials had claimed Hammami had been killed in a firefight in Mogadishu. Only a month later Al-Shabaab released two Rap songs recorded by the American terrorist – a clear signal to proof Hammami was not dead.

Bin Laden-Son´s Letter About Father´s Death

by Florian Flade

Letter signed by Omar Bin Laden

For the first time since US Special Forces killed al-Qaida leader Osama Bin Laden nearly one week ago, relatives of the most-wanted terrorist have issued a statement on his death. A blog operated by one a former Jihadi colleague of Osama Bin Ladens, released a document yesterday allegedly written by the sons of the al-Qaida founder. The letter bears the signature of Osama Bin Laden´s fourth son, Omar.

„We have received the news given by US-President Obama that US troops attacked the compound of our father, Osama Bin Laden (…) and killed him instead of arresting him“, reads the single-page letter. The killing of Bin Laden is regarded by the family as the „strongest violation of human feelings“, according to the document. Now, the letter says, President Obama is obliged to fully investigate the fate of Osama Bin Laden and release the DNA analysis.

Dumping Bin Ladens body in the sea is „not acceptable from humanitarian and religious standpoint“, it is described as a „reckless and abusive towards the family“. The feelings of hundreds of millions of Muslims were hurt by this action, the Bin Laden son writes. As children of Osama Bin Laden, his sons now feel the responsibility and right to demand full investigation into the death of their father.

The letter, who´s authenticity cannot be independently verified was signed by Omar Bin Osama Bin Laden. Other sons of the al-Qaida leader, are not named although the document claims to speak in their name. At least five of the ten known sons of Osama Bin Laden have turned their back on their father and his violent campaign of terrorism. They no longer belong to the al-Qaida circle and left Bin Laden years ago. One of the sons, 24 year-old Ali, was sentenced to 18 years in prison by a Saudi court in 2008 for illegal possession of a gun.

The alleged author of the newly released statement, Omar Bin Laden, was born in 1981 in the Saudi coastal town of Jeddah. He is the son of Osama Bin Laden and his Syrian wife Najwa Ghanem. Omar left his father in 2001 and is an outspoken critic of al-Qaida´s terrorism. Due to his renunciation of Jihad, he was able to regain his Saudi citizenship. Meanwhile Omar Bin Laden is married to a British woman in his second marriage and is seeking to obtain a permission to move to a European country or the United States.

In 2009 Omar Bin Laden and his mother wrote a biographical book titled „Growing Up Bin Laden“, in which both describe their lives as relatives of World´s most-wanted man.

Omar´s alleged letter about his father´s death was published on the webiste run by the former Egyptian Jihadi fighter Abu Walid al-Masri. Al-Masri, born in 1945 in Egypt allegedly worked for Mercedes Benz in Kuwait before joining the Arab Mujahidin in Afghanistan in their fight against the Soviets in the 1980s. He worked as a journalist, reporting about the Jihad news from the frontlines. During that time Al-Masri met Osama Bin Laden.

He claimed he was never part of al-Qaida and strongly criticized the organization´s violent agenda. One of Al-Masri´s daughters is allegedly married to Saif al-Adl, who had been living in Iran and is now said to be part of the al-Qaida infrastructure in the Pakistani tribal areas of North-Waziristan, acting as Al-Qaida´s Military Chief.

Abu Walid al-Masri, living under house arrest in Iran for some years, is an active blogger, release comments on Muslim affairs and the war in Afghanistan on a regular basis on his Arabi-language website.

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von Florian Flade

Erstmals seit der Tötung des al-Qaida Führers Osama Bin Laden vor knapp einer Woche, haben sich Verwandte des Dschihad-Führers in einem Brief offenbar zu Wort gemeldet. Auf einer von einem ehemaligen Kampfgefährten Bin Ladens betriebenen Webseite erschien gestern ein Dokument, das von den Söhnen des Al-Qaida Gründers verfasst worden sein soll. Das Schriftstück, das mir vorliegt, trägt die Unterschrift von Bin Ladens viertem Sohn, Omar (30).

„Wir haben mit Bedauern die Nachricht des US-Präsident Obama erhalten, dass US Truppen das Haus unseres Vaters, Osama Bin Laden, angegriffen haben (…) und ihn töteten anstatt ihn festzunehmen“, heißt es in dem einseitigen Dokument. Die Tat wird insbesondere mit Blick auf die in Bin Ladens Versteck anwesenden Familienmitglieder als „schwerste Verletzung menschlicher Gefühle“ beschrieben. Es sei nun die Pflicht von Präsident Obama, das Schicksal Bin Ladens aufzuklären und DNA Beweise vorzubringen, heißt es weiter.

Aus „humanitärer und religiöser Sicht ist es nicht akzeptabel“, so der Verfasser des Briefes, die Leiche Bin Ladens nicht an die Familie zu übergeben, sondern sie im Meer zu versenken. „Diese Vorgehensweise ist rücksichtslos und beleidigend gegenüber seiner Familie“, schreiben die Söhne Bin Ladens. Als Kinder von Osama Bin Laden behandelte man sich nun das Recht vor, auf Aufklärung zu drängen, um das Schicksal des al-Qaida Führers aufzuklären.

Unterzeichnet wurde das Dokument, dessen Authentizität „Welt Online“ nicht bestätigten kann, von Omar Bin Osama Bin Laden. Weitere Söhne Bin Ladens, in deren Namen der Brief verfasst sein soll, werden nicht genannt. Mindestens fünf der insgesamt zehn bekannten Söhne Osama Bin Ladens, haben sich vom Vater losgesagt und leben nicht mehr im Umfeld der Al-Qaida. Ein Sohn, der 24jährige Ali, wurde 2008 von einem saudi-arabischen Gericht zu 18 Jahren Haft wegen Waffenbesitz verurteilt.

Der angebliche Verfasser des nun aufgetauchten Briefes, Omar Bin Laden, kam 1981 in der saudiarabischen Hafenstadt Dschidda zur Welt und ist ein Sohn Osama Bin Ladens und der Syrerin Najwa Ghanem. Er kehrte der Gewalt der al-Qaida den Rücken und verließ seinen Vater 2001. Ihm gelang es, durch die klare Loslösung von seinem Vater und der Kritik am blutigen Terror der al-Qaida, die saudi-arabische Staatsbürgerschaft wieder zu erlangen. Inzwischen ist Omar Bin Laden in zweiter Ehe mit einer Britin verheiratet. 2009 verfasste er zusammen mit seiner Mutter das Buch „Growing Up Bin Laden“, in dem er seine Erlebnisse als Sohn des meistgesuchten Terroristen der Welt schildert.

Veröffentlicht wurde der angebliche Brief der Bin Laden Söhne, den Omar Bin Laden unterzeichnet haben soll, auf der Webseite des ehemaligen ägyptischen Dschihad-Kämpfers Abu Walid al-Masri. Al-Masri, der 1945 in Ägypten geboren worden sein soll und angeblich eine Zeit lang für Mercedes Benz in Kuwait tätig war, zog in den 80er Jahren als einer von hunderten arabischen Freiwilligen in den Krieg gegen die Sowjetunion in Afghanistan. Er berichtete als Journalist der Mudschaheddin über die Ereignisse an der Front und lernte dabei wohl auch Osama Bin Laden kennen.

Nach eigener Aussage war al-Masri nie Teil von al-Qaida sondern wandte sich sogar gegen die Methoden des Terrornetzwerkes. Ein Tochter al-Masris soll verheiratet sein mit Saif al-Adl, dem mutmaßlichen Militärchef von Al-Qaida, der ebenfalls aus Ägypten stammt und einst ein Oberst der Streitkräfte war. Abu Walid al-Masri soll seit einigen Jahren im Iran unter Hausarrest leben. Von dort aus betreibt er ein arabischsprachiges Blog, auf dem er regelmäßig Kommentare zum Krieg in Afghanistan abliefert.

Wer bekommt das Bin Laden-Kopfgeld?

by Florian Flade

25 Millionen US-Dollar hatten die USA für Informationen die zur Ergreifung oder Tötung des Al-Qaida Führers Osama Bin Laden führten, geboten. Nun ist Bin Laden tot, aber wer kann das Kopfgeld für sich beanspruchen?

Kurz nach Beginn des US-Einmarsches in Afghanistan kursierte im Internet eine Karikatur, die – so plump sie war – offenbar einen Funken Wahrheit enthielt. Zu sehen waren zwei afghanische Bauern, die vor einem Fahndungsplakat der USA standen. Darauf zu sehen das Konterfei Osama Bin Ladens und das versprochene Kopfgeld für denjenigen, der den Aufenthaltsort des Al-Qaida Führers verrät: 25 Millionen US-Dollar. Der eine Bauer zu dem anderen: „Für ein paar Ziegen hätte ich ihnen gesagt wo er ist.“

Offenbar wurde den US-Fahndern in den Folgejahren immer deutlicher, dass sich die Loyalität von nur wenigen Al-Qaida Mitgliedern tatsächlich kaufen ließ. Der ehemalige CIA-Direktor General Michael Hayden wurde jüngst in einem CNN-Interview gefragt, weshalb trotz des gigantischen Kopfgeld-Summe keine wirklich brauchbaren Informationen über Bin Ladens Versteck verraten wurden. „25 Millionen lassen sich sehr gut in einem amerikanischen oder europäischen Kontext übersetzen“, so Hayden, „aber wir haben gelernt, dass diese Art von Zahlen wirklich nicht die gleiche Bedeutung haben, in den Stammesgebieten Pakistans.“

Doch Osama Bin Laden wurde aufgespürt und schließlich getötet. Nach dem Tod des meistgesuchten Terroristen der Welt stellt sich nun die Frage: Gibt es jemanden, der das Rekord-Kopfgeld für sich beanspruchen kann? Und falls ja, wer könnte es sein?

Kopfgelder für von den Vereinigten Staaten gesuchten Terroristen werden von einem Regierungs-Programm ausgesetzt – dem „Rewards For Justice“-Programm („RJF“). Auf dessen Webseite findet sich eine Liste von insgesamt 44 Terroristen, auf deren Ergreifung eine Belohnung ausgesetzt ist. „Im Rahmen dieses Programms stellt die Außenminister/in gegebenenfalls Belohnungen zur Verfügung für Informationen die zur Verhaftung oder Verurteilung von jedem führen, der internationale Terrorakte plant, ausübt oder versucht auszuüben“, heißt es in der Selbstdarstellung des Kopfgeld-Programms.

Seit Einführung des RFJ-Programms seien an mehr als 60 Personen insgesamt 100 Millionen US-Dollar Belohnungs-Gelder geflossen, heißt es in der Selbstdarstellung des amerikanischen Regierungs-Projekts. Gezahlt wurde u.a. für Informationen die 1995 zur Verhaftung von Ramzi Youssef in Pakistan führten. Youssef gilt als Drahtzieher des Anschlages auf das World Trade Center im Februar 1993. Für die Tötung der von Udai und Qusai, der beiden Söhne des irakischen Diktators Saddam Hussein, floss ebenfalls Geld an einen einzelnen Informanten – insgesamt 30 Millionen US-Dollar. Auch eine Reihe von Terroristen der philippinischen Abu Sayyaf-Gruppierung konnten durch Kopfgeld-Ausschreibungen zur Strecke gebracht werden, zuletzt im Juni 2007.

An der Effektivität des „Reward For Justice“- Programms bestehe kein Zweifel, heißt es auf der Internetseite: „Diese Bemühungen haben unzählige unschuldige Leben gerettet.“ Im Fall der Saddam-Söhne sei bereits 18 Tagen nach Ausschreibung eines Kopfgeldes der entscheidende Hinweis eingegangen. Neben der Auszahlung der Belohnung bietet das Programm in Einzelfällen den Informanten und dessen Familie an, durch US-Behörden an neuen, sicheren Wohnort gebracht zu werden.

Die Person mit der bislang höchsten Kopfgeld-Prämie, Al-Qaida Gründer Bin Laden, wird seit vergangenem Montag auf den FBI-Fahndungslisten als „verstorben“ bezeichnet. Unklar jedoch bleibt, ob nicht doch jemand die Kopfgeldsumme in Höhe von insgesamt 25 Millionen US-Dollar für sich reklamieren kann.

Auf Nachfrage erklärte ein Sprecher des „Reward for Justice“ Programms, zum Fall Osama Bin Laden würden keine Angaben über eventuelle Zahlung einer Belohnung gemacht: „Durch die Tatsache dass Vertraulichkeit höchste Wichtigkeit hat im Reward For Justice Programm, werden wir uns nicht dazu äußern, ob in diesem Fall (Bin Ladens Tötung) oder in einem anderen jemand für die Belohnung nominiert wurde“.

Grundsätzlich seien Regierungsangestellte wie beispielsweise Mitarbeiter der Geheimdienste als auch des Militärs, vom „Reward For Justice Program“ ausgeschlossen. Sollte also ein CIA-Agent durch ein Verhör oder Analyse von zusammengetragenen Informationen das Bin Laden-Versteck im pakistanischen Abbottabad ausgemacht haben, könnte der Geheimdienstler genauso wenig Anspruch auf das Kopfgeld erheben, wie der US-Elitesoldat der während der Kommandooperation die tödlichen Schüsse auf den Top-Terroristen abfeuerte.

Die in Guantánamo einsitzenden Al-Qaida Mitglieder, durch deren Aussagen der Namen des kuwaitischen Kuriers bekannt wurde, der die CIA schließlich auf die Spur Bin Ladens brachte, dürften wohl kaum mit einer Millionen-Belohnung rechnen. So werden die 25 Millionen US-Dollar, die von den Vereinigten Staaten, sowie die zwei Millionen US-Dollar, die nach dem 11.September 2001 von der Pilotenvereinigung „Airline Pilots Association“ und der „Air Transport Association“ auf die Ergreifung oder Tötung Bin Ladens ausgesetzt wurden, wohl nicht ausgezahlt.

Der saudi-arabische Al-Qaida Experte Faris Bin Hizam machte vor wenigen Tagen einen kontroversen Vorschlag, an wen die Kopfgeldsumme gehen sollte. Er vermutet hinter der Tötung Bin Ladens einen Machtkampf innerhalb der al-Qaida und wittert einen Komplott des Bin Laden Stellvertreters.

„Ayman al-Zawahiri hat es am meisten verdient, die 25 Millionen US-Dollar Belohnung zu bekommen für die Info, die zu Osama Bin Laden geführt hat“, so Hizam im Interview mit dem arabischen TV-Sender Al-Arabiya.

Und noch eine weitere Person käme wohl in Frage für den Millionen-Segen – zumindest nach Meinung einiger Internet-Nutzer, die jüngst eine drei Jahre alte Aussage der britischen Reporterlegende Christiane Amanpour zu Tage förderten. Amanpour, die früher als Chef-Reporterin für den US-Sender CNN Kriegsgebiete bereiste und seit einiger Zeit für den Konkurrenzsender ABC News tätig ist, war am 03.Oktober 2008 Gast in der amerikanischen Unterhaltungsshow „Real Time“ von Polit-Komiker Bill Maher.

Einer der anwesenden Gäste befragte Amanpour zu Bin Laden. „Ist er irgendwo in einer Höhle?“ – Die Journalistin widersprach vehement. „Ist er nicht“, so Amanpour, „ich habe gerade mit jemandem gesprochen, die sehr viel darüber weiß – er ist in einer Villa, in einer netten, komfortablen Villa in Pakistan.“