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Al-Qaida´s East-Africa Leader Killed in Somalia

by Florian Flade

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One of the most-wanted al-Qaida figures was allegedly killed in Somalia on Wednesday. Fazul Abdullah Mohammed, a terrorist commander born in the Comoros Islands in 1974 , was a al-Qaida veteran who joined the organization in the 1990s after traveling to Pakistan. He was trained at an al-Qaida camp in Afghanistan and was allegedly sent to Somalia in 1993 where he took part in the famous incident known as „Black Hawk Down“ in which two US military helicopters were shot down in Mogadishu and 18 US troops were killed.

Fazul Abdullah Mohammed is thought to be a mastermind of the 1998 US Embassy bombings in Kenya and Tanzania as well as a suicide bombing on a luxury hotel complex in Mombasa (Kenya) in 2002. The US placed a bounty of US$ 5 Million on the terrorist whom the counter-terrorism officials say speaks five languages including French and English.

Since 2006 the US has been hunting Abdullah Mohammed as a main al-Qaida target in East Africa. In January 2007 a US airstrike on a al-Qaida training camp in Somalia failed to kill him. Back then, Fazul Abdullah Mohammed had joined the Islamic Courts, a militant group that later became Al-Shabaab. Allegedly Mohammed established several training camps in Southern Somalia and was bringing foreign fighters into the country.

When in November 2009 US special forces carried out a raid in Somalia and killed al-Qaida´s East-Africa leader Saleh Ali Saleh Nabhan, Fazul Abdullah Mohammed was chosen as his successor by the al-Qaida leadership in Pakistan. „I will honestly perform my duties following my appointment to this new big position by Sheikh Osama bin Laden“, the new al-Qaida East-Africa commander said in speech that was recorded as an audio message.

According to intelligence reports, Mohammed was suspected of traveling in and out of Somalia. He holds a Kenyan passport which led those hunting him believe he would occasionally slip into neighboring Kenya.

On Wednesday last week Somali government troops opened fire on a „Toyota Surf“ SUV heading towards a checkpoint in Somalia´s capital Mogadishu. Two terrorists were killed. The soldiers searched their bodies. One of the two militants carried a South African passport bearing the name „Daniel Robinson“. It was issued in April 2009 and showed that the man had entered Tanzania March 19 and was granted visa there. Additionally US$ 40,000 in cash found in the car.

Initially Somali media reported a Canadian national had been killed by government troops in a firefight. A Al-Shabaab fighter named „Abdurrahman al-Kanadi“ was tought to be the one who was shot dead.

Today Kenyan newspaper The Daily Nation quoted Somali security sources as saying Fazul Abdullah Mohammed was one of the terrorists killed in Mogadishu on Wednesday. Kenya Television Network (KTN) claimed police chief Matthew Iteere confirmed Mohammed´s death.

The US State Department would not comment on the reports coming out of Somalia. Pictures published by Radio Mogadisho of the terrorist´s car and one dead body seem to indicate that it was indeed Fazul Abdullah Mohammed who has been killed.

 

AQAP´s Nächstes Ziel: New York?

by Florian Flade

Findet der nächste Al-Qaida Anschlag zehn Jahre nach 9-11 erneut in New York City statt? In der beinahe alltäglichen Propaganda und permanenten Drohkulisse liefern die Terroristen nun einen Hinweis – die Macht der Symbolik sollte nicht unterschätzt werden.

Links Ausschnitt aus Inspire 2: Chicago – Rechts Ausschnitt aus Inspire 5: New York

Vor wenigen Tagen veröffentlichte der jemenitische Ableger Al-Qaidas, die „Al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel“ (AQAP), die neuste Ausgabe ihres englischsprachigen Internetmagazins „Inspire“. Neben der üblichen Propaganda und den Essays bekannter Prediger und Ideologen, findet sich auch eine zunächst als wenig bedeutsam erscheinende Aufnahme der New Yorker Skyline. Das Foto auf Seite 22 des dschihadistischen Blattes wäre nicht erwähnenswert, hätte AQAP nicht in der Vergangenheit genau durch einen solchen Hinweis einen Anschlag angekündigt.

Anfang Oktober 2010 erschien die zweite Ausgabe von „Inspire“. Darin fand sich, – ebenfalls ohne konkreten Zusammenhang – ein Foto der Skyline von Chicago in ähnlicher Aufmachung. Nur knapp zwei Wochen nach der Veröffentlichung von „Inspire 2“, am 29.Oktober 2010, verhinderten Sicherheitskräfte in Dubai und Großbritannien eine Anschlagsserie der jemenitischen Al-Qaida mit Paketbomben.

Die mit Zeit- und Mobilfunkzündern ausgestatteten Sprengsätze, versteckt in einem Drucker und einer Druckerpatrone, waren in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa als Paketsendungen aufgegeben worden. Ihr Zielort: Synagogen in der Metropole Chicago.

Will Al-Qaida diesmal erneut warnen und darauf hindeuten, dass New York das nächste Ziel eines Anschlages werden könnte? Die Fotoaufnahmen der US-Metropolen in dem Terror-Magazin ähneln sich, so dass ein Zufall ausgeschlossen werden kann. In beiden Fällen sind sie das Deckblatt einer schriftlichen Anleitung für terroristisches Handeln.

Nicht zu unterschätzen bleibt, dass Al-Qaida um die bloße Wirkung von Panik und Drohungen weiß. Der mutmaßliche Macher von „Inspire“, Samir Khan, ein pakistanisch-stammiger US-Staatsbürger, lebte seit 1993 Jahre in New York City. Er reiste vor wenigen Jahren in den Jemen und schloss sich der dortigen Al-Qaida an. Khan, dessen ehemalige islamistische Webseite ein ähnliches Layout hatte wie das „Inspire“-Magazin, ist sich vermutlich vollends bewusst, was eine erneute Platzierung einer konkreten US-Stadt in der neusten Ausgabe des Propaganda-Magazins auslösen könnte.

Zu beachten ist: die neueste Ausgabe von „Inspire“ war bereits knapp zwei Wochen vor der Veröffentlichung im Internet fertiggestellt und wurde über verschiedene Upload-Services vervielfältigt. Weshalb die Verzögerung von der Fertigstellung bis zur Veröffentlichung? Sind eventuell Anschlagspläne für New York schon in der Umsetzung?

Dass der Al-Qaida Ableger im Jemen derzeit von westlichen Sicherheitsdiensten als gefährlichste und auch kreativste Zweigstelle des Terrornetzwerkes ausgemacht wurde, steht spätestens seit dem gescheiterten Attentat des Nigerianers Umar Farouk Abdulmutallab fest. Der im Jemen ausgebildete Bankierssohn hatte Sprengstoff in seiner Unterwäsche an Bord einer amerikanischen Passagiermaschine geschmuggelt und wollte sich über Detroit in die Luft sprengen.

Jüngst meldeten amerikanische Medien unter Berufung auf Behördenkreise, die jemenitische Al-Qaida soll aktuell fieberhaft an Plänen für Attentate in den USA arbeiten. US-Geheimdienste hätten Informationen zusammengetragen, die vermuten ließen, Al-Qaidas jemenitischer Zweig stünde kurz davor Anschläge durchzuführen. „Wir sind auf einer hohen Alarmstufe und sind dies seit geraumer Zeit aufgrund der Al-Qaida im Jemen“, zitierte die Washington Post einen anonymen Mitarbeiter eines Geheimdienstes.

Größte Sorge mache man sich in Washington derzeit über die Unruhen in Nahost, berichtete die Zeitung weiter. Im Jemen könne Al-Qaida vom Sturz des Regimes profitieren und sich weiter ausbreiten, heißt es. „Al-Qaida im Jemen ist der aktivste Ableger des Netzwerkes“, so der Sprecher des National Security Council, Tommy Vietor.

Erst in der vergangenen Woche hatten die US-Behörden den Chef-Bombenbauer der jemenitischen Al-Qaida, Ibrahim Hassan al-Asiri, der auch die Paketsprengsätze aus dem vergangenen Jahr konstruiert haben soll, offiziell als Terrorist deklariert. Al-Asiris Bruder hatte 2009 versucht den saudi-arabischen Innenminister Prinz Najef mit einem im Körper versteckten Sprengsatz, zu töten.