Schlagwort-Archive: Fatih K

Dschihad-Rückkehrer Teil 3 – „Etwas erledigen“

von Florian Flade

junud_sham1Propagandavideo der Junud ash-Sham

Das Schlusswort klang nach Reue. „Ich möchte mich für meine Taten aufrichtig entschuldigen. Ich möchte mich ändern, ich habe auch schon begonnen mich zu ändern“, sagte Fatih K. im April 2011 vor dem Berliner Kammergericht. Zumindest Josef Hoch, den Vorsitzenden Richter, schien der sechsfache Vater überzeugt zu haben. Durch sein Geständnis habe der Angeklagte glaubhaft Reue gezeigt, erklärte Hoch bei der Urteilsverkündung gegen den Deutsch-Türken aus Berlin-Kreuzberg.

Fatih K. stand damals als Terrorhelfer vor Gericht. Er hatte die Terrorgruppe „Deutsche Taliban Mujahideen“ (DTM) im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet mit rund 2000 Euro unterstützt. Das Urteil fiel schließlich vergleichsweise milde aus: ein Jahr und zehn Monate, ohne Bewährung. Allerdings wurde kein Haftbefehl aufgehoben. Es bestehe keine Fluchtgefahr, so die damalige Begründung.

Heute, drei Jahre später, sitzt der 35-jährige Fatih K. wieder in der Justizvollzugsanstalt Berlin-Moabit und wartet erneut auf seine Anklage. Diesmal geht es nicht mehr nur um Terrorunterstützung mit Spendengeldern. Der Vorwurf lautet nun: Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.

Offenbar hatte Fatih K. keinesfalls, wie angekündigt, dem radikalen Islam abgeschworen. Nur drei Jahre nach seiner Verurteilung soll K. in den Dschihad gezogen sein. Diesmal nicht in das pakistanische Waziristan, sondern nach Syrien.

Im Juni 2013, so hat die Bundesanwaltschaft ermittelt, reiste der Berliner gemeinsam mit dem 26-jährigen Türken Fatih I. aus Frankfurt a. Main., dessen Ehefrau und den beiden Kindern von Deutschland aus in die Türkei. Wenig später überquerten Fatih K. und Fatih I. offenbar die Grenze nach Syrien. Dort sollen sie sich der Terrorgruppe Junud ash-Sham angeschlossen haben. Zu der Dschihad-Truppe, die von einem Kaukasier angeführt wurde, gehörte bereits ein alter Bekannter von Fatih K., der ebenfalls aus Berlin stammende Ex-Rapper Denis Cuspert („Deso Dogg“).

Gemeinsam mit Cuspert soll sich Fatih K. im August 2013 an einem Gefecht zwischen Junud ash-Sham und syrischen Regierungstruppen im Durin-Gebirge nahe Lattakia beteiligt haben – als Kameramann. Die Ermittler des Bundeskriminalamtes (BKA) stießen im Internet auf ein russischsprachiges Propagandavideo, das zumindest teilweise von Fatih K. produziert worden sein könnte. In anderen Aufnahmen soll Fatih K. zwei tote syrische Soldaten gefilmt und als Hunde beschimpft haben.

Der Frankfurter Fatih I. hatte nach Überzeugung der Ermittler ein Geldgeschenk für die Dschihadisten dabei, als er nach Syrien reiste. Das BKA fand über Telefonüberwachung und Finanzermittlungen heraus, dass sich der Islamist am 27. Juni 2013 einen Kredit über 25.000 Euro bei einer Bank erschlichen hatte. Insgesamt 30.000 Euro soll I. den Terroristen der Junud ash-Sham letztendlich übergeben haben.

Im September 2013 kehrte Fatih K. – nur wenige Monate nach seiner Ausreise – über die Türkei wieder nach Berlin zurück. Im Gepäck hatte er unter anderem USB-Sticks mit allerlei Fotos aus dem Kriegsgebiet. Darauf zu sehen sein, soll K. mit Kalaschnikow vor einer Flagge der Terrororganisation „Islamischer Staat“ posierend. Wenige Tage nachdem die Aufnahmen gemacht wurden, war der Islamist wieder in Deutschland.

Weshalb Fatih K. dem syrischen Bürgerkrieg den Rücken kehrte – darüber rätseln die Ermittler bis heute. Der Berliner Denis Cuspert soll in einem Telefonat mit seiner in Deutschland lebenden Frau im Oktober 2013 erklärt haben, Fatih K. habe „etwas erledigen müssen“ und sei deshalb zurückgereist.

Auch sein Mitstreiter Fatih I. kam im September 2013 wieder nach Deutschland zurück, reiste jedoch im Dezember wieder nach Syrien. Am 16. Januar schließlich war I. wieder in der Bundesrepublik. Und engagierte sich nach Darstellung der Bundesanwaltschaft als Terrorhelfer. Er soll Ausrüstungsgegenstände und insgesamt 1.536 Euro an ein Mitglied der Junud ash-Sham übermittelt haben.

Nach monatelangen Ermittlungen erließ der Bundesgerichtshof schließlich Haftbefehle gegen Fatih K. und Fatih I.. Mehr als 100 Beamte der GSG 9, des BKA und der Landeskriminalämter nahmen die beiden Syrien-Rückkehrer am 31. März fest und durchsuchten Wohnungen in Berlin und Frankfurt am Main. Beschlagnahmt wurden zahlreiche Datenträger. Insgesamt ist die Rede von mehr als 400 Gigabyte an Material, darunter offenbar Fotos und Dokumente, die auch andere deutsche Terrorverdächtige belasten sollen.

Im Januar beginnt vor dem Berliner Kammergericht der Prozess gegen Fatih K. und Fatih I.. Wieder wird Fatih K. auf der Anklagebank sitzen. Fraglich ob er ein weiteres Mal versuchen wird, mit Worten der Reue und dem Versprechen der Besserung das Gericht zu überzeugen.

___________

Lesen Sie hier:

Dschihad-Rückkehrer Teil 1 – „Du Blödmann!“

Dschihad-Rückkehrer Teil 2 – Auf Shoppingtour

Schlag gegen Dschihadisten-Netzwerk

von Florian Flade

Den Sicherheitsbehörden ist ein Schlag gegen ein Dschihadisten-Netzwerk in Berlin, Hessen und Nordrhein-Westfalen gelungen. Die Extremisten sollen eine Terrorgruppe in Syrien unterstützt haben.

pic010414

In Berlin-Treptow, auf dem Gelände einer ehemaligen Preußischen Kaserne, befindet sich das Herz der deutschen Terrorbekämpfung. Das “Gemeinsame Terrorabwehrzentrum” (GTAZ). In täglichen Lagebesprechungen kommen hier Experten von Verfassungsschutz, Bundesnachrichtendienst (BND), Bundeskriminalamt (BKA) und Vertreter der Bundesanwaltschaft (GBA) zusammen, um die Gefahr einzuschätzen, die von radikalen Islamisten ausgeht. Dazu tauschen die Terrorermittler Erkenntnisse aus, werten abgehörte Telefonate, abgefangene E-Mails und Berichte von Informanten aus, analysieren Propagandavideos.

Seit Monaten dominiert ein Thema die Runden im GTAZ: Syrien. Mindestens 300 Islamisten aus der Bundesrepublik sollen in das Bürgerkriegsland gereist sein, um sich am Kampf gegen das Assad-Regime zu beteiligen. Der Sicherheitsapparat arbeitet fieberhaft daran, den Extremisten auf die Schliche zu kommen. Wer will nach Syrien reisen? Wer ist bereits ausgereist? Wer zurückgekehrt? Was treiben die deutschen Islamisten vor Ort? Wer hat eine Terror-Ausbildung erhalten? Was haben die Syrien-Rückkehrer vor? All diese Fragen versuchen die verschiedenen Sicherheitsbehörden in Kooperation zu klären. Eine Sisyphos-Aufgabe.

Das Ziel ist dabei klar: Wer in Syrien als Kämpfer oder Helfer von Kämpfern aktiv war, und wieder in die Bundesrepublik einreist, den soll die volle Härte des Rechtsstaats treffen. Wie jetzt im Fall von Fatih K., Fatih I. und Karolina R.

Am Montagmorgen rückten mehr 100 Beamte der GSG-9, des BKA und verschiedener Landeskriminalämter aus und durchsuchten insgesamt zehn Wohnungen mutmaßlicher Islamisten in Berlin, Bonn und Frankfurt am Main. Insgesamt ermittelt die Bundesanwaltschaft gegen ein Netzwerk von acht Personen, die der Terrorunterstützung verdächtigt werden.

Im Fokus stehen der 35-jährige Deutsch-Türke Fatih K. aus Berlin, der 26-jährige Türke Fatih I. aus Frankfurt am Main und die 27-jährige polnisch-deutsche Staatsbürgerin Karolina R. aus Bonn. Sie wurden am Montag wegen des Verdachts der “Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung” verhaftet. Die beiden Männer sollen sich in Syrien der Terrorgruppe “Islamischer Staat im Irak und Großsyrien” (ISIG) angeschlossen haben. Der Bonnerin Karolina R. wird vorgeworfen, Geld an ISIS gespendet zu haben.

“Die heutigen Maßnahmen zeigen, dass gewaltsame Konflikte wie der in Syrien sich unmittelbar auf uns in Deutschland auswirken”, warnte Bundesanwalt Harald Range am Montag in Karlsruhe. “Wir müssen dieser Entwicklung auch mit den Mitteln des Strafrechts entschieden entgegentreten auch mit Blick auf mögliche Gefahren, die von radikalisierten Rückkehrern aus Syrien für die Bevölkerung in Deutschland ausgehen können.“

Dem Polizeieinsatz voraus ging eine monatelange Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Sicherheitsbehörden. Schon seit dem vergangenen Jahr standen die nun Beschuldigen Fatih K. und Fatih I. auf einer Liste von mutmaßlichen Syrien-Reisenden aus der deutschen Islamisten-Szene. Im Sommer 2013 hatten sich die Männer über die Türkei nach Syrien abgesetzt. Nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden schloss sich Fatih K. wohl zunächst der islamistischen Rebellengruppe “Junud ash-Sham” an, wechselte später zum “Islamischen Staat im Irak und Großsyrien” (ISIG). Der Berliner soll sich sowohl an Kämpfen als auch an der Propagandaarbeit beteiligt haben.

Es wirkt wie ein dschihadistisches Dejavu, denn Fatih K. wurde bereits vor drei Jahren wegen Terror-Unterstützung verurteilt. Mehr als 2.000 Euro hatte der sechsfache Vater im November und Dezember 2009 an die “Deutschen Taliban Mujahideen” (DTM), eine nicht mehr existente Terrortruppe im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet, überwiesen. Zudem soll K. als eine Art Schleuser für kampfeswillige Islamisten fungiert haben.

Im April 2011 verurteilte das Berliner Kammergericht den Deutsch-Türken zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zehn Monaten. Der Haftbefehl wurde jedoch ausgesetzt. Es bestehe keine Fluchtgefahr, befand der damalige Vorsitzende Richter. Das Geständnis von Fatih K. habe gezeigt, dass der Terrorhelfer seine Taten bereue.

Wohl eine fatale Fehleinschätzung, wie die erneute Festnahme von Fatih K. am Montag zeigt. Wieder wird dem Berliner Unterstützung einer Dschihad-Gruppierung vorgeworfen. Dieses Mal geht es um Syrien.

Der zweite Beschuldigte, Fatih I. aus Frankfurt am Main, war den Sicherheitsbehörden vor seiner Ausreise in den syrischen Bürgerkrieg als aktives Mitglied der hessischen Salafisten-Szene bekannt. Er beteiligte sich an der Koran-Verteilkampagne “Lies!”, meldete eine solche Aktion in Offenbach selbst an. I. soll sich im Spätsommer 2013 in Syrien der Terrorgruppe ISG angeschlossen haben.

Die Ermittler in Deutschland stießen nach meinen Informationen im Internet auf Fotos des Frankfurter Islamisten aus dem türkisch-syrischen Grenzgebiet. Die Aufnahmen sind datiert und zeigen Fatih I., wie er mit einem schwarzen Banner der ISIG posiert. Für die Bundesanwaltschaft ein wichtiger Hinweis auf die Unterstützung der Terrororganisation.

Am 23.September 2013 reiste Fatih I. gemeinsam mit Fatih K. wieder nach Deutschland ein. Per Flugzeug von Istanbul nach Berlin. Ab diesem Moment galten die beiden Syrien-Veteranen als islamistische Gefährder und standen unter ständiger Beobachtung der Behörden. Dennoch gelang es Fatih I., sich Ende vergangenen Jahres erneut nach Syrien abzusetzen. Auf “hochkonspirative Art”, wie es aus Sicherheitskreisen heißt.

Im Januar kehrte der 26-jährige Türke aus Syrien zurück. Offenbar radikalisiert und motiviert, weiter im Dienste der Terroristen der ISIG zu arbeiten. Nach Darstellung der Bundesanwaltschaft befasste sich Fatih I. damit, “Geld- und Sachmittel für die terroristische Vereinigung zu beschaffen”. Zuletzt soll I. sogar geplant haben, ein drittes Mal nach Syrien zu reisen.

Geld für ISIG beschaffte auch eine Islamistin aus Bonn. Karolina R. soll, so fanden die Ermittler heraus, in vier Geldzahlungen insgesamt rund 4.800 Euro an die syrische Terrorgruppe gespendet haben.

Fünf weitere mutmaßliche Terrorhelfer, die wohl mit Fatih K., Fatih I. und Karolina R. in Verbindung standen, sind ebenfalls Teil des Ermittlungskomplexes, wurden jedoch am Montag nicht verhaftet.

Der Fall zeigt, dass die dschihadistischen Ausreisen auf das syrische Schlachtfeld inzwischen eine Rückwirkung nach Deutschland haben. Sicherheitsbehörden warnen seit Monaten vor der Gefahr, die von den kampferprobten Rückkehrern aus dem Bürgerkrieg ausgeht. Wer in Syrien Kampferfahrung gesammelt habe, radikalisiere sich oftmals weiter, so die Einschätzung des Verfassungsschutzes. Nicht wenige Islamisten agieren offensichtlich weiter im Auftrag einer Terrorgruppe, werben neue Kämpfer an oder sammeln Spendengelder.

Etwa ein Dutzend Verfahren mit Syrien-Bezug sollen aktuell bei der Bundesanwaltschaft in Kalrsruhe anhängig sein. Hinzu kommen noch zahlreiche weitere Verfahren bei den jeweiligen Staatsanwaltschaften der Länder.

Der Dschihad-Tourismus nach Syrien wird die deutsche Justiz und auch die Sicherheitsbehörden wohl noch eine ganze Weile beschäftigen.

 

German Jihad News

by Florian Flade

This is a summary of the latest developments in Jihad terrorism-related cases in Germany. As I was very busy in recent weeks I could not update my blog and therefore think it is necessary to provide a little overview for those of you who are interested in German Jihadi News.

_______________________________________________


Money to Waziristan – Jihadi Veteran & Brother arrested

IMU Jihadi militants in Waziristan

Turgay C. had just left his Cologne apartment, when police approached the 28 year-old German national of Turkish origin, arresting him on the spot Monday morning, February 21. It is not known if Turgay knew at that moment his younger brother, Ömer C., had also been detained by German police. Ömer was hospitalized in Essen´s University Hospital, some 75 kilometers north of Cologne, when he was arrested.

Since February 18, police were in possession of two arrest warrants fo the brothers who are now accused of financially supporting terrorism. Ömer C. and Turgay C. are suspected of being members of a Jihadi supporters network, reaching from France to the Netherlands and Germany. The group, German intelligence learned, was collecting donations from Jihad supporters in Europe and sending it to the Pakistan-based „Islamic Movement Uzbekistan“ (IMU).

Investigation by German authorities showed the C.-Brothers were recruited by a man named Irfan D., a French-Dutch national of Turkish descent, who had lived in France and is suspected of being involved in supporting IMU since the 1990s. D. is said to be closely linked with people living in the Cologne region of Western Germany, associated of the self proclaimed „Calliph of Cologne“, Mettin Kaplan. One of the now arrested Islamists is a son-in-law of Kaplan, who was arrested in 2004 and extradited to Turkey on charges of plotting to overthrow the Turkish government in a terror coup. In Turkey he was sentenced to life in prison for treason.

German prosecution is now preparing to charge Turgay C.. The charges are support of terrorist activities abroad. Turgay C., investigators claim, had sent 39,000 EUROs to Pakistan to support IMU. Phone-calls and e-mails he received from the terror group ordered him to transfer the donations, which police believe came from several supporters living in Germany. According to my information, German investigators are convinced the support for IMU is not one based on single individuals but on a whole network collecting large sums not only in Germany but several European countries.

Turgay´s brother Ömer C. has been to a Jihadi training camp in Waziristan. He traveled to Pakistan in September 2009 and returned almost exactly one year later. What made him return to Germany was an injury he got while fighting the Pakistani military in the tribal areas.

_______________________________________________

Adnan Loves Guns


German TV HR was reporting last week, a convicted Jihadi terrorist, Adnan V., was able to obtain a license to legally buy firearms in Germany – and so he did. Adnan V., who was arrested in October 2009 after authorities learned he had recruited people over the Internet from to join Jihad and he himself had built explosive devices in his apartment in Offenbach. In 2008 V. bought two rifles and a handgun and regularly attended a local shooting range for practice.

The local administration was unaware of Adnan V.´s Islamist background, police said after HR reported the story. Obtaining the weapon´s license was perfectly legal back then – V. had passed all the necessary tests and had no crime record.

_______________________________________________

The Frankfurt Raid – Haddid Again?


As I reported two weeks ago, German police raided numerous sights in the city of Frankfurt on February 22, as part of an investigation into a possible Jihadi recruitment network led by a prominent Salafi preacher from Morocco. Though it was kind of surprising such a famous cleric like Sheikh Abdullatif (who is part of a Youtube-Preacher generation and part of the „Die Wahre Religion“ missionary movement) would be involved in terror recruiting, the most surprising fact is the arrest of another person in the Frankfurt raid.

In the police´s press release to the media it only read several men of Eritrean, German, Moroccan and Afghan nationality were being investigated and their property have been searched. The Afghan man it turns out, is Haddid N. For those not following this blog that often: Haddid N., born to Afghan parents, is the Frankfurt University student who was detained by US forces in Kabul (Afghanistan) back in January and then released after the news was spread by German media and German politicians intervened.

N.´s sister had told a German newspaper she suspected German officials of having given information about Haddid´s whereabouts to the Americans. Haddid N. was arrested in his father´s house in Kabul only a few days after German police had visited the sister and asked about why her brother had traveled to Afghanistan after originally vacationing in Dubai.

German counter-terrorism had investigated Haddid because it was suspected he harbors the desire of traveling to Pakistan and join a terror group for Jihad. By summer 2010 police stopped the observation and where then alarmed when Haddid and a friend traveled to the Middle East. Haddid´s friend had then returned to Germany but the Frankfurt student instead decided to take a flight to Afghanistan.

As it seems now, police still following possible links between Haddid N. and terror-related activities. Police questioned Sheikh Abdullatif but did not arrest anybody else.

The Frankfurt-based Salafi missionary group „DawaFFM“ meanwhile released a video statement, highlighting the action of the police in last week´s raid and calling the whole accusation a „war against Islam“.

_______________________________________________

„Mrs.Jihad“ Found Guilty – German Terror Supporter Network Widens

German convert Eric Breininger saying thank-you to Filiz G.

In Berlin the trial against supporters of the „Deutsche Taliban Mujahidin“ (DTM) group is going on with a new suspect charged. Filiz Gelowicz (wife of convicted Sauerland Terrorist Fritz Gelowicz), and Alican T. are standing on trial since November 4 2010, accused of sending money to Waziristan and thereby financing a terrorist group.

Fatih K., the new defendant appeared in front of the court for the first time last Friday, spotting shoulder-long hair. K. was hunted by German police since August 2010 but was able to escape the surveillance and flee to Turkey where he was hiding near the Syrian border till local authorities arrested him in September 2010.

At the start of his trial in Berlin, Fatih K. confessed having sent money to DTM in Pakistan, communicating with the leaders of the group, mainly German-born Turkish national Ahmet M. („Salahuddin Turki“). M., who was killed in a gunbattle with Pakistani troops in Waziristan in April 2010, was also in touch with Filiz Gelowicz, sending her e-mails almost every day, telling her to raise money and produce videos to attract donations.

Filiz Gelowicz, arrested in February 2010, has confessed the charges back in December. She managed the German-speaking Online Jihad in 2008 and 2009, and admitted of having been online for almost 24 hours a day, posting messages, statements and videos on the Ansar Forum´s German section. Under the anonymous „fisebilillah“ she informed other forum members of the situation in Waziristan, translated postings by the Turkish Jihadi militants in Pakistan and also called for violent Jihad, writing about „slaughtering the dirty kuffar“. More than a 1.000 entries were posted by Gelowicz, including Jihadi videos.

From November 2009 to February 2010 Filiz Gelowicz, Alican T. and Fatih K. sent 4300 EUROs to the Jihadi militants of DTM residing in Waziristan. The money was transfered via Western Union accounts in Turkey. „Of course I knew it was used to buy weapons“, Filiz Gelowicz said in court. In addition, other material, food items and books, were sent to Pakistan by „Mrs.Jihad“.

The German Taliban Mujaheddin did thank Filiz Gelowicz in at least two propaganda videos for the money, her comittment and effort. „Thank you to fisebillah“ and „Thank you Abu Kaka“ – the texts in the video read. „fisebillah“ was Gelowicz´s Online username, „Abu Kaka“ was choosen by Fatih K..

Mrs.Gelowiczs was found guilty on March 9 and sentenced to two-and-a-half years in prison. In her last statement in front of the judge, Filiz Gelowicz claimed she feels sorry for what she did. Islam was a religion of peace, not of war and hate, Gelowicz said, „I have done harm to my religion.“

The terrorist wife was allowed to leave prison until her prison term starts. Until then „Mrs.Jihad“ is a free person.

_______________________________________________

Kevin The Wannabe-Jihadi On Trial

Kevin S. in video threatening terror attacks in Germany

Last November, Kevin S. appeared in a amateurish home made video threatening terror attacks in Germany and demanding the release of convicted terrorist Daniel Schneider („Sauerland-Zelle“). On Friday, the 19 year-old Muslim convert of Cameroonian origin appeared in a courtroom in Saarbrücken to face charges.

S. converted to Islam and rapidly radicalized in his political and religious mindset. He admired fellow convert Daniel Schneider, whom he had met personally before the Sauerland Zelle´s arrest in September 2007, and wanted the Pakistan-trained terrorist to be released from prison.

In the beginning he wanted to travel to Afghanistan to fight Jihad, Kevin S. told in courtroom last week, but he lacked money. So he decided to wage Jihad in Germany by building home-made explosive devices.

While attending the mosque he met a man who he befriended with. Both Islamists plotted to build the bombs with the help of manuals which they downloaded from the Internet. According to Kevin S., it was this other person who convinced him to shoot the threat videos which were then posted onto Youtube. „More than 10 Mujahidin are ready strike“, Kevin S. said in one of the tapes, „if brother Daniel Schneider is not released.“

On November 19 2010 police stepped in and arrested Kevin S.. Since summer of 2010 they had monitored the terror suspect and read his e-mails. Authorities knew of Kevin´s intention to wage Jihad.

As it becomes known now through his testimony in court, Kevin is accusing the police of placing a „V-Mann“, a undercover agent posing as a Islamist to drive him into extremism and then arrest him. S. claims the idea of recording the terror threats on camera came were those of his friend, who was working as a police informant. For sure it will be interesting to see how the police will explain this mysterious „friend“ – he also appeared in one of the videos threatening attacks against Germany. Was this all part of a police investigation?

On March 4, Kevin S. was found guilty. His sentence is 16 months in prison.