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Al-Qaida And The Somali Famine

by Florian Flade

Abu Abdullah al-Muhajir – American Al-Qaida Envoy in Somalia

The young boy stands in the light of the camera, holding bags of beans, rice and a Quran in his hands. „Who gave this to you?“, the journalist asks. „Al-Qaida“, the child answers. „What do you think of them?“ – „I pray for them to win over their enemies“, the boy responds.

This is a scene from a recent documentary by a „Guardian“ camera crew who traveled to Somalia to visit a refugee camp in the south of the country. Somalia has been hit by the worst drought in 60 years. According to the United Nations more than 4 million people are effected by the catastrophy and hundreds of thousands have became refugees of hunger fleeing the drought-hit country-side to move to the camps built by various humanitarian aid organizations and by the Islamist group Al-Shabaab.

When the „Guardian“- team arrived at Ala-Yasir Camp run by Al-Shabaab in the Islamist-controlled South of Somalia, they were surprised to find a very different and shocking form of aid worker handing out food and other supplies to the hungry and suffering – Al-Qaida.

A unit of Al-Qaida fighters arrived at the camp with a truck and a fully-staffed ambulance and several masked men working as staff. Leading the Al-Qaida group was an American Jihadi fighter named „Abu Abdullah al-Muhajir“ who was introduced as „Al-Qaida´s representative to Somalia“.

„Abu Abdullah al-Muhajir“ is a White American, most likely of Arab origin or a convert. He walked around Ala-Yasir Camp, greeting the children and youngsters he met. „Allah is great“, the hundreds of children screamed as a form of welcome. Then Al-Muhajir gave a speech, talking in English with an American accent .

„To our beloved brothers and sisters in Somalia: we are following your situation on a daily basis. And, though we are separated by thousands of kilometres, you are consistently in our thoughts and prayers“, Al-Muhajir said. He also claims Al-Qaida´s new Emir Dr.Ayman az-Zawahiri is sending his greetings to Somalia.

The American Jihadi then gave out the aid he brought to the refugee camp – rice, oil, beans, dates, milk and Quran. When the sun set, the Al-Qaida militant opened bags full of cash, handing out Somali shillings to the equivalent of $17,000.

While the Somali terror group Al-Shabaab has banned most international organizations including the World Food Programme (WFP) from operating in Somalia, it seems Al-Qaida has replaced at least some of the Western aid workers. In cooperation with the Al-Shabaab members, Al-Qaida is showing very different face, acting almost like a humanitarian organization. The militants „Guardian“ met, talked aid instead of Jihad.

Some of the Al-Shabaab fighters working in Ala-Yasir Camp were Western-born and raised Muslims. Most of these foreigners allegedly are from the UK. „I´m an aid worker, basically“, British „Abu Omar“ told the journalists, „typical aid worker, as you say in the west.“ Helping the hungry was a religious duty, the British Jihadi said: „It’s a religious obligation. I mean, we left our countries. I left, we left our jobs, all these places just to come here and help our people.“

Hundreds of foreign Islamists from Europe, North America, Pakistan, other African and Arab countries have come to Somalia in recent years to receive terrorist training in the Al-Shabaab camps. Numerous of the Western Jihadis including a number of Americans have died fighting Somali government troops, Ethiopian forces and African Union (AU) soldiers, some of them as suicide bombers.

Now it seems Al-Qaida has stepped up activities in Somalia most likely with an aim to recruit and implement a base in the war-torn country. Western intellgence agencies witness these events with great concern. Especially British and Scandinavian counter-terrorism officials have warned of the terror threat emerging from Somalia and those Islamists trained there. The recent „Guardian“ piece shows: Al-Qaida has successfully established a base in Somalia.

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Syrische Bloggerin Amina ist reine Fiktion

by Florian Flade

Die Geschichte der lesbischen Syrerin Amina Abdallah Araf rührte Tausende weltweit. Ihr Blog „A Gay Girl in Damascus“ wurde zu einer Stimme der Unterdrückten in Nahost. Jetzt bekennt ein amerikanischer Student, die syrische Bloggerin frei erfunden zu haben.

„A Gay Girl in Damascus“ – so heißt ein englischsprachiges Weblog der seit Monaten für Aufsehen sorgt. Das Internet-Tagebuch soll von einer jungen Syrerin namens Amina Abdallah Araf geführt geführt werden, die sich als lesbisch geoutet hat und seither über ihr Leben und die Unterdrückung sexueller Minderheiten in der syrischen Dikatur schrieb. Amina gehört, seitdem sie die Webseite im Februar ins Leben rief, zu den bekanntesten Bloggerinnen der arabsichen Welt. In Syrien entwickelte sich die homosexuelle Aktivitistin schnell zur einer Ikone des Aufstandes gegen die Assad-Diktatur. Dann verschwand Amina spurlos.

Am 06.Juni verfasste eine angebliche Cousine von Amina einen Eintrag auf „A Gay Girl in Damascus“, den hunderttausende Internetnutzer in den Folgetagen lasen und der seinen Weg auch in internationale Medien fand. Aminas vermeintliche Cousine berichete, die Bloggerin sei während der aktuellen Unruhen in Syrien von Sicherheitskräften verschleppt worden. Ihre Familie habe keinen Kontakt zu Amina und wisse nicht wo sie vom Regime festgehalten werde.

Die Meldung von der Entführung der hübschen Internet-Aktivitistin löste eine Welle der Unterstützung und des Protestes aus. Internet-Nutzer die Aminas Blog verfolgt hatten, gründeten Facebook-Gruppen und riefen dazu auf E-Mails an syrische Botschaften schicken, mit der Aufforderung an das Regime, Amina freizulassen. Der Fall der Bloggerin aus Damaskus wurde zu einem weiteren Symbol für die Menschenrechtsverletzungen der Regime in der Region. Eine Märtyrerin der Internet-Generation war geboren.

Dabei war nicht einmal klar, ob Amina, die Lesbe aus Damaskus, tatsächlich existierte. Alle biografischen Angaben stammten von ihrem Blog, niemand schien der realen Amina Araf persönlich jemals begegnet zu sein, einzig der E-Mail Kontakt konnte nachgewiesen werden. Erste Zweifel an er Geschichte und der Existenz der lesbischen Bloggerin kamen auf.
Eine Reportin des „Guardian“ interviewte die junge Frau lediglich per E-Mail, ein Treffen oder Telefoninterview wurde abgelehnt. Eine Kanadierin tauschte gar über 1,000 E-Mails mit Amina aus, im Glauben die Syrerin sei eine real existierende Person.

In der vergangenen Woche meldete sich schließlich in Großbritannien eine Frau, deren Fotos von der syrischen Bloggerin als die ihren ausgegeben wurden. Jelena Lecic, eine in London lebende Kroatin gab im britischen TV-Sender BBCan, die Fotos aus ihrem Facebook-Profil seien auf „A Gay Girl in Damascus“ als Aufnahmen von Amina al-Araf veröffentlicht worden waren. Renommierte Medienvertreter wie die US-Tageszeitung „New York Times“ äußerten sich skeptisch, ob die Geschichte der lesbischen Bloggerin der Wahrheit entspricht.

Gestern nun flog der Schwindel auf. Der amerikanische Nahost-Aktivist Tom MacMaster gestand, den Blog geführt und Aminas Geschichte frei erfunden zu haben. McMaster, der derzeit an der Edinburgh University in Schottland studiert, veröffentlichte auf „A Gay Girl in Damascus“ eine schriftliche Entschuldigung. Unterzeichnet ist der Eintrag mit „Tom MacMaster, Istanbul, Türkeo, 12.Juli 2011 – Der einzige Autor aller Texte auf diesem Blog“.

„Ich hatte nie mit diesem Maß an Aufmerksamkeit gerechnet“, so MacMaster der sich aktuell im Urlaub in der Türkei aufhalten soll, „die Erzähler-Stimme mag fiktional sein, aber die Fakten auf diesem Blog zur Situation im Land sind wahr und nicht irreführend.“

Er hoffe, so der Blogger, dass den Menschen in Nahost in Zeiten des politischen Umbruchs viel Aufmerksamkeit geschenkt werde. „Die Ereignisse dort werden von den Menschen vor Ort, die sie tagtäglich leben, geprägt“, schreibt der Amerikaner, „Ich habe nur versucht, sie für die westliche Leserschaft zu erleuchten.“

Amina die Bloggerin erfunden zu haben, sieht Tom MacMaster nicht als problematisch. „Ich denke nicht, dass ich irgendwem geschadet habe“, heißt es im gestrigen Blogeintrag, „Ich denke ich habe eine wichtige Stimme geschaffen, für Themen, die mich wirklich bewegen.“

Der britische „The Guardian“ hatte bereits vor dem Entschuldigungs-Eintrag des Bloggers gemeldet, die wahre Identität von Amina sei von findigen Internet-Nutzern ausfindig gemacht worden. Gast-Beiträge auf einem anderen Blog, die angeblich von Amina aus Damaskus verfasst worden waren, seien von einem Computer versendet worden, der in Schottland lokalisiert wurde.

Fotos auf Aminas Blog fanden sich zudem in einem Internet-Fotoalbum von Tom MacMasters Ehefrau, Britta Froehlich, die an der schottischen St.Andrew´s Universität derzeit eine Doktorarbeit über Wirtschaftsentwicklung in Syrien schreibt.

Im Internet reagieren die Leser von „A Gay Girl in Damascus“ empört über das Lügenkonstrukt. „Es macht mich so wütend“, heißt es in einem Kommentar. Die reale Situation in Syrien sei „zu schrecklich für solche Spielchen.“
Der Chef-Redakteur von GayMiddleEast.com, Sami Hamwi, ist zornig über die frei erfundene Geschichte der Bloggerin Amina. „An Herrn MacMaster: Schämen Sie sich!“, so Hamwi, „Was Sie getan haben, hat vielen von uns geschadet, hat uns alle in Gefahr gebracht (…) Bedenken Sie zudem, dass es vielleicht sogar Zweifel an der Authentizität unserer Geschichten ausgelöst hat.“

Britta Froehlicher, die Ehefrau von Tom MacMaster, ließ per E-Mail mitteilen, in den kommenden 24 Stunden würden sie und ihr Ehemann das erste Interview geben. Momentan aber genieße man den Urlaub in der Türkei und wolle eine „nette Zeit“ verbringen.

Pakistani Media Fakes Wikileaks-Cables

 

„A cable from US Embassy in Islamabad leaked by whistle-blower website WikiLeaks disclosed that there were enough evidences of Indian involvement in Waziristan and other tribal areas of Pakistan as well as Balochistan.“

– on December 9th, „The News“, a major Pakistani newspaper outlet, was boosting its frontpage news. It seems like the Wikileaks diplomatic cables released two weeks ago revealed Pakistan´s arch-rival India was supporting Taliban and al-Qaeda forces in the tribal areas of Waziristan.

„Another cable indicated involvement of top Indian Army leadership in engaging Hindu extremist militants to carry out certain terror operations to keep Indian Muslims on the back foot and to keep pressure on neighbouring Pakistan’s Army and intelligence agencies, particularly the Inter-Services Intelligence.“, the News wrote.

Meanwhile, several foreign and Pakistani journalists managed to find out that the alleged cables published not only by „The News“ but several other Pakistani newspapers, were in fact fake. None of the real Wikileaks documents holds information about Indian involvment in internal Pakistani affairs or support for Pakistani terror groups fighting the government of Islamabad.

The British Guardian had an article about Pakistani media´s false report and cited some editors of the newspapers as saying the publication was a mistake due to „“agencies‘ copy“. Islamabad-based news agency „Online News“ was held responsible for spreading the fake news on the alleged Wikileaks cables.

Read the Guardian´s article about „Pakistan Media publish fake Wikileaks cables attacking India“ here.