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„I Renounce My German Passport“ – Letter by German Jihadi Widow „Ummu Safiyya“

by Florian Flade

Two years ago her husband died fighting the Pakistani military in the tribal region of Waziristan, now she calls upon German Muslim women to join the Jihad in Pakistan – „Ummu Safiyya“ the German widow of Jihadi Javad S. „Abu Safiyya“).

In a new letter signed by the Jihadi widow, Luisa S. from Bonn claims that she and the women and children of the „Islamic Movement Uzbekistan“ (IMU) are doing well and all fine. She explains that returning to Germany is not an option and that the role of the women in Jihad is an important one fulfilled in the villages of Waziristan also by the foreign Mujahidin wives.

„At first I want to say the following about the rumours that I became a shaheeda (female martyr)“, Luisa S. begins her letter, „Unfortunately Allah did not present me with this gift.“

Very often IMU receives letters from women, Luisa S. writes, in which the women ask wether or not it is risky and dangerous for women and their families to join the Jihad and travel to a country like Pakistan.

„Twenty years ago the first members of IMU migrated from Uzbekistan to Tajikistan. The journey went on to Afghanistan and Pakistan. In these 20 years more than 500 men became martyrs but only two women died. The first woman died two years ago in a car crash, the other one only recently from a liver desease that she suffered from even before she came to Pakistan.“

„What is worse than living unarmed, humiliated and abused amidst the enemies of Islam and under these infidel laws with your children?“, Luisa S. asks, „When you are living in Germany as a devout Muslim, you are put under their infidel legislative, executive and judiciary. You pay the tax to the enemies of Islam. A percentage of the taxes goes to the Jews. You buy the products and a part of your payment will be invested in the war against Muslims (…) Your neighbors and colleagues are kuffar.“

„We women live far away from the places where the war is taking place, we live in the conquered and secured areas of the Mujahidin. We spend our time to fulfill our Islamic duties, we seek getting closer to Allah and educate our children and Allah willing the future Mujahidin.“

„I have renounced from our laws, our democratic system and from my German passport“, the letter by the German Jihadi widow reads, „I follow my Prophet Muhammad and call the Taliban and all Muslims wordwide my brothers and sisters. Unity, Law and Freedom (German „Einigkeit, Recht und Freiheit“) I did not find at your place, because Unity, Law and Freedom do exist in the true religion of Allah only.“

Luisa S., converted to Islam several years ago and married a German-Afghan named Javad. The couple left Germany with their baby daughter Safiyya in Spring 2009 and traveled to Egypt first before making the journey to the Pakistan-Afghanistan border region where they joined the IMU.

Javad S.  akas „Abu Safiyya“ was the first German IMU member to die fighting in Afghanistan when he was shot by Pakistani troops in September 2009. IMU praised the Islamist from Bonn as a martyr in a propaganda tape shortly after Javad S.´s death. In the video widow Luisa S. appears all covered in black, speaking about the virtue of martyrdom and her commitment to Jihad.

German intelligence officials know that Luisa S. is alive, still living in the Waziristan region alongside other German and Uzbek women. It is believed she again married another German Jihadi militant shortly after the death of her first husband.

Deutscher Dschihadist verübte Anschlag in Kunduz

von Florian Flade

„Farooq der Deutsche“ starb im Einsatzgebiet der Bundeswehr. Der deutsche Islamist wird in einem neuen Propagandavideo als Märtyrer gefeiert. Er soll im vergangenen Jahr an einem Selbstmordattentat auf ein Büro von Entwicklungshelfern im nordafghanischen Kunduz verübt haben – und tötete dabei möglicherweise einen deutschen Wachmann.

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Mit einem neuen Propagandavideo feiert eine islamistische Terrorgruppe einen deutschen Dschihadisten, der offenbar bei einem Selbstmordanschlag im nordafghanischen Kunduz ums Leben kam. Die „Islamische Bewegung Usbekistans“ (IBU) präsentiert in dem 12-minütigen deutschsprachigen Video einen 21jährigen deutschen Islamisten names „Farooq der Deutsche“. Der junge Mann, der bislang in keinem terroristischen Propagandavideo zu sehen war, habe Deutschland vor etwa einem Jahr verlassen und sei ins pakistanische Waziristan gekommen, wo er sich der Terrororganisation angeschlossen habe.

„Unser Bruder Farooq verließ seine Heimat Deutschland um seinen Herren zu treffen“, schildert der Bonner Islamist Yassin Chouka im neuen Propagandavideo die Biografie des deutschen Terroristen, „Wenn die Feinde ihn erlebt hätten, sie würden es nicht wagen, sie würden sich davor hüten, ihn einen Terroristen zu nennen.“

„Farooq der Deutsche“ habe im nordafghanischen Kundus im Dschihad gegen die einheimischen und ausländischen Feinde gekämpft, behaupten seine ehemaligen Mitkämpfer. Anfang Juli 2010 habe der Deutsche schließlich an einer Märtyreroperation teilgenommen und sei dabei ums Leben gekommen.

„Bruder Farooq und drei weitere Mudschaheddin gingen nach Afghanistan, um ein CIA-Gelände im Zentrum von Kunduz anzugreifen“, erklärt ein deutscher Islamist im neuen Propagandafilm, „Sie stürmten zu viert das Gebäude, töteten zunächst die Wächter und vollzogen, einer nach dem anderen eine Märtyreroperation.“

„Farooq der Deutsche“ habe den eigentlich Angriff zunächst überlebt, sich unter einer der Leichen versteckt und per Handy seine Mitkämpfer kontaktiert um ihnen zu sagen, er wolle vor Ort den Märtyrertod sterben. „Nun liegen dort seine Körperteile, verstreut auf der vergänglichen Welt“, heißt es im Märtyrer-Video.

Im jetzt aufgetauchten Propagandavideo ist „Farooq der Deutsche“ nicht nur auf Fotos zu sehen, die ihn vor seinem angeblichen Tod zeigen, zusammen mit zwei kaukasischen und einem afghanischen Islamisten, die bei dem gleichen Anschlag ums Leben kamen. In einer Szene spricht der deutsche Islamist selbst vor der Kamera.

„Ich möchte einige Angelegenheiten ansprechen, die hier in Kunduz, Afghanistan, geschehen“, sagt der deutsche Dschihadist, „Wir haben hier erkannt, dass der Dschihad Pflicht geworden ist für alle Gläubigen. Meine lieben Brüder in Deutschland, es kann nicht sein, dass einige Mudschaheddin den Dschihad verrichten, und einige machen nichts und sitzen zu Hause.“

An den deutschen Bundeswehreinsatz in Afghanistan gerichtet sagt der deutsche Terrorist: „Wie könnt ihr damit zufrieden sein, dass das deutsche Militär hier in Kunduz einmarschiert und versucht die Muslime, die Gläubigen, zu bekriegen (…) Wir sind rausgegangen zum Dschihad, damit das Wort Allahs das höchste ist – nicht für Afghanistan, nicht für ein Land.“

Die islamistische „Islamische Bewegung Usbekistans“ (IBU) erläutert nicht näher, welches Attentat der deutsche Dschihadist verübte. Das genannte Datum lässt allerdings darauf schließen, dass „Farooq der Deutsche“ am 02.Juli 2010 bei einem Angriff auf das Büro der amerikanischen Hilfsorganisation „Organisation Development Alternatives Inc“ (DAI) in Kundus-Stadt beteiligt war. Bei diesem Anschlag starb neben den Angreifern, von denen zwei getötet werden konnten, noch bevor sie ihre Sprengstoff-Westen gezündet haben, auch ein 32jähriger deutscher Wachmann aus Schleswig-Holstein.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz hielt sich gestern mit Informationen zu „Farooq“ zurück. Auf Nachfrage erklärte man mir: „Wir prüfen noch.“ Ob die Person, die sich hinter dem Kampfnamen verbirgt als Gefährder bekannt war, oder überhaupt auf dem Radar der Sicherheitsdienste erschien, bevor sie Deutschland verließ, bleibt daher zunächst unklar.

In den Reihen der „Islamischen Bewegung Usbekistans“ (IBU) starben bislang mindestens drei islamistische Terroristen mit Deutschland-Bezug. Der Bonner Deutsch-Afghane Javad S. kam im Herbst 2009 in Pakistan bei Gefechten mit der pakistanischen Armee ums Leben. Shahab D. aus Hamburg und Bünyamin E. aus Wuppertal wurden im Oktober 2010 bei einem amerikanischen Drohnenangriff auf ein Haus im pakistanischen Stammesgebiet Nord-Waziristan getötet.

Weitere Mitglieder der IBU mit Deutschland-Bezug wurden in den vergangenen Jahren in Afghanistan und Pakistan festgenommen und warten derzeit in Deutschland auf ihren Gerichtsprozess.