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Unterrichtsverbot für Braunschweiger Islamschule

von Florian Flade

Wenn Muhamed Ciftci predigt, dann spricht er mit ruhiger Stimme. „Viele denken, dass die Juden am gefährlichsten sind. Das stimmt nicht. Die Christen sind gefährlicher als die Juden.“ In einem anderen Vortrag geht es um die Ehe im Islam. „Wenn du dieser Frau den Stock zeigst, dann kriegt sie Angst. Das Ziel vom Schlagen ist, der Frau Angst zu machen. Pass auf, ich habe den Stock.“ Predigten wie diese wird Ciftci, der Leiter der Islamschule Braunschweig, künftig nicht mehr als Online-Studium anbieten dürfen. Nach Informationen der „Welt“ aus Behördenkreisen hat die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) einen Antrag Ciftcis abgelehnt, Fernunterricht zu erteilen.

Die Sicherheitsbehörden haben Ciftci und seine Islamschule schon länger im Visier. Der Deutsch-Türke, der in Braunschweig geboren wurde, unterrichtete seit 2007 Hunderte Muslime in Deutschland per Fernstudium im Internet. Damit ist nun Schluss. Bereits im Herbst vergangenen Jahres hatte die ZFU die Islamschule aufgefordert, eine Zulassung vorzulegen. Deshalb hatte Ciftci tatsächlich kürzlich einen Antrag gestellt. Diesen lehnte ein Gutachter in der vergangenen Woche allerdings ab. Die Voraussetzungen für eine Lehrerlaubnis, so das Ergebnis der Prüfung, seien nicht gegeben. Demzufolge ist ab sofort kein Online-Studium mehr an der Braunschweiger Islamschule erlaubt. Der Schulleitung wurde nach Informationen dieser Zeitung eine 14-Tage-Frist gestellt, auch die Webseite der Schule zu löschen. Zurzeit steht auf der Webseite, dass keine Anmeldung möglich sei.

Knapp 300 Muslime aus dem gesamten Bundesgebiet waren dort zuletzt als Internetstudenten eingeschrieben. Sie lernten gegen eine monatliche Studiengebühr von 55 Euro Arabisch und Theologie. Als Lehrmaterialien dienten unter anderem Video- und Audio-Predigten von Muhamed Ciftci alias Abu Anas. Seinen Angaben zufolge lehrte er nach den Richtlinien der Universität Medina in Saudi-Arabien, wo er nach eigenen Angaben selbst studiert hat.

Für die Sicherheitsbehörden ist die Islamschule des 39-jährigen Salafisten-Predigers keineswegs eine harmlose Lehranstalt, sondern eher eine radikal-islamische Kaderschmiede. „In Ciftcis Predigten wird die Scharia in ihrer orthodoxesten Form gelehrt, also: Theokratie statt Demokratie, Diskriminierung von Frauen und Andersgläubigen, Tötung von Glaubensabtrünnigen“, sagte Niedersachsens Verfassungsschutzpräsident Hans-Werner Wargel der „Welt“. Nach außen gebe sich der Braunschweiger Prediger zwar gewaltfrei, in seinen Predigten aber schüre er Hass gegen Juden und Christen. Durch das in Braunschweig angebotene Online-Studium würden junge Muslime per Mausklick radikalisiert. „Dieses Studium in deutscher Sprache … verdeutlicht die erst durch moderne Techniken ermöglichte Globalisierung der salafistischen Ideologie“, heißt es einer Broschüre des niedersächsischen Verfassungsschutzes.

Wie gefährlich die Indoktrinierung durch das Studium an der Islamschule ist, verdeutlichen die gewalttätigen Salafisten-Proteste in Bonn im Mai dieses Jahres. Fünf Islamisten, die bei der Veranstaltung Polizisten angegriffen hatten, waren eingeschriebene Online-Studenten an Muhamed Ciftcis Schule. Unter ihnen war auch Murat K., ein 25-jähriger Salafist aus Hessen, der zwei Bonner Polizisten mit einem Messer lebensgefährlich verletzte.

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Arid U. – Der Attentäter vom Frankfurter Flughafen

by Florian Flade

Der Todesschütze vom Frankfurter Flughafen führte ein Doppelleben. Nach außen gab sich Arid U. integriert, im Internet aber war er ein Gotteskrieger, der den Dschihad veherrlichten und Ungläubige hasste .

Arid U. wollte eine Blutbad anrichten, Menschen töten, die er für Ungläubige hält, die Kriege gegen Muslime führen und deshalb aus seiner Sicht sterben müssen. Ausgerüstet mit einer Pistole und einer beachtlichen Menge Munition, machte sich der 21jährige Deutsch-Kosovare gestern morgen auf den Weg zur Arbeit am Flughafen Frankfurt am Main.

Am Nachmittag wartete U. außerhalb des Terminals 2 auf seine Opfer – amerikanische Soldaten. Ein gutes Dutzend Militärpolizisten der US-Luftwaffe, stationiert im britischen Lakenheath, kamen mit einer Maschine aus London. Sie trugen keine Uniformen, sondern zivile Kleidung, und sollten von Frankfurt aus weiter zur US-Militärbasis Ramstein reisen, und von dort in den kommenden Tagen in den Kriegseinsatz im Irak bzw. nach Afghanistan abfliegen.

Noch bevor die Gruppe Amerikaner aus dem Flughafen-Terminal zum wartenden Bus kam, stieg Arid U. in der Fahrzeug. Offenbar konnte er als Flughafenmitarbeiter problemlos Zugang erhalten. Kaum hatten die US-Soldaten im Bus Platz genommen, eröffnete Arid U. mit seiner Waffe das Feuer, trug mindestens einen Amerikaner in den Kopf, einen weiteren in den Oberkörper. Auch der Fahrer des Busses wurde getroffen, sackte schwer verletzt in seinem Sitz zusammen.

Die US-Soldaten, die zum Zeitpunkt des Attentats unbewaffnet waren und überrascht wurden, versuchten panikartig aus dem Bus zu fliehen. Nur dem Umstand, dass die Schusswaffe Arid U.s plötzlich klemmte, ist es zu verdanken, dass es keine weiteren Opfer gab. Der kosovarische Todesschütze lies die Pistole fallen und flüchtete zurück in den Flughafen-Terminal, wo in kurze Zeit später Beamte der Bundespolizei überwältigten und festnahmen.

Zwei US-Soldaten tötete Arid U., mindestens zwei weitere wurden durch die Kugeln des Attentäters schwer verletzt. Hätte er gekonnt, hätte U. die Bluttat vermutlich ohne zu zögern fortgesetzt.

Während Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie US-Präsident Barak Obama das blutige Attentat vom Frankfurter Flughafen am Mittwochabend aufs schärfste verurteilten, haben deutsche Sicherheitsbehörden inzwischen die Ermittlungen aufgenommen. Es gilt festzustellen, ob Arid U. ein Einzeltäter war, oder Teil einer Gruppierung. An der islamistischen Motivation des Todesschützen, dürfte inzwischen wohl kein Zweifel mehr bestehen. Arid U. war ein Islamist. Er sah sich im Heiligen Krieg gegen die Ungläubigen, das belegen Internetspuren, die der 21jährige in den vergangenen Moanten hinterließ.

Arid U., wurde in Deutschland geboren, wuchs in Frankfurt auf – Stadtteil Sossenheim – machte seinen Realschulabschluss. Die Familie stammt aus dem kosovarischen Mitrovica, kam bereits vor 40 Jahren in die Bundesrepublik. Die U.s gelten als religiös, jedoch nicht als fanatisch. Der Vater soll im Kosovo Imam gewesen sein.. Sein Sohn, so der Vater, sei am Mittwoch nicht von der Arbeit gekommen, mehr wisse er nicht. Im Kosovo berichtet der Onkel, Arid sei ein gläubiger Muslim, ein junger Mann der seine Religion ernst nehme.

Im Internet findet sich ein Arid U., der sich als Verteidiger des Islam gab, ein junger Mann, der die Welt in Gläubige und Ungläubige einteilte, islamistische Rap-Musiker und Youtube-Prediger verehrte. „Abu Reyyan“ nannte sich der 21jährige im Cyberspace, verbreitete Youtube-Links zu Dschihad-Hymnen, kritisierte Deutschlands Nähe zu Israel und propagierte anti-schiitisches Gedankengut.

„Selbst wenn jemand zum Dschihad aufrufen würde“, schrieb Arid U., „Na und? Das ist nunmal Teil dieser schönen Religion. Man darf nunmal Ungläubige bekämpfen wenn man angegriffen wird.“ Der Islam und die Muslime, so Arid, würden angegriffen. Die Deutschen würden sich vor einer Ausbreitung der Religion fürchten. „Die wollen halt lieber dass sich die Muslime anpassen und gefälligst an den Weihnachtsmann glauben“, schrieb Arid U. im Dezember.

Das Land, in dem er lebte und aufwuchs, schien Arid U. in den vergangenen Jahren immer mehr abzulehnen. Deutschland, unter der Führung der „Ungläubigen Merkel“ habe sich mit der Solidarität zu Israel auf die Seite der Juden geschlagen, so der gebürtige Kosovare, „Das ist wie eine Kriegserklärung.“

Am heimischen Computer bereitete sich U. auf den Dschihad vor. „Black Ops“ heißt eines jener Kriegsspiele, die der 21jährige leidenschaftlich gern spielte. „Wie früher, nur am zocken“, kommentierte ein alter Schulfreund. „Ein Profi muss halt immer in Übung bleiben“, so Arids Antwort. Ein Foto von sich beschrieb der Todesschütze von Frankfurt mit den Worten: „Das ist mein Killerblick“.

Interessant dürfte für die Ermittler sein, ob Arid U. am Mittwoch auf eigene Faust handelte, als er loszog um Amerikaner zu töten. Aus den Internet-Spuren lässt sich ablesen, dass der Deutsch-Kosovare zumindest mit der deutschen Salafisten-Szene und ihren Größen Pierre Vogel, Sven Lau, Abou Ibrahim Nagdie und Sheikh Abdullatif, sympathisierte. Letzterer gilt als einflussreicher Prediger im Großraum Frankfurt.

Mehrfach wurden Sheikh Abdullatif Kontakte zur radikalen Szene bis hin in militante Dschihadisten-Kreise nachgesagt, bestätigt wurde dies nie. In der vergangenen Woche durchsuchte die hessische Polizei mehrere Wohnungen in und um Frankfurt, darunter auch die von Abdullatif. Die Beamten beschlagnahmten Material und verhörte den gebürtigen Marokkaner, nahmen ihn jedoch nicht fest. Abdullatif, so die Vermutung der Ermittler, soll junge Muslime für den Dschihad angeworben haben, um sie nach Afghanistan und Pakistan zum Terror-Ausbildung zu vermitteln.

Der Berliner Ex-Rapper Deso Dogg, der zum Islam konvertierte und sich nun „Abu Malik“ nennt, beeindruckte den Frankfurter Attentäter Arid U. augenscheinlich besonders. „Ich liebe dich für Allah!“, kommentierte der Deutsch-Kosovare ein Video des ehemaligen Musikers. „Abu Malik“, der für die salafistische Missionarsbewegung „Einladung zum Paradies“ und „DawaFFM“ Vorträge in Moscheen hält, geriet jüngst aufgrund eines umstrittenen Liedes in die Kritik, in dem er den Dschihad und das Märtyrertum verherrlichte.

Arid U. saugte das islamistische Gedankengut offenbar auf. Aus dem Computerspiele-Fan wurde Schritt für Schritt ein gewaltbereiter Islamist. „Mögen die Augen der Ungläubigen niemals ruhen“ – diesen Ausspruch eines muslimischen Feldherrn, wählte U. als sein Lieblingszitat.

Hamburg´s Jihadi Legacy – German Town Invaded by Islamists

by Florian Flade

After Hamburg´s notorious 9-11 Mosque  „Masjid Taiba“ was closed last year, radical Salafis are searching for a place to meet and worship. In a small North German community they found a new homeone of them a 18 year-old convert who threatens local Jewish Community officials. 

„Islamic Hacker“ – Convert Harry M. threatened Jewish Community Leader

In the morning hours of August 9 2010 German police raided Hamburg´s most notorious mosque „Masjid Taiba“. Hamburg´s interior ministry had ordered the closure of the building situated in the St.Georg neighborhood near the main train station. Nine years ago, on September 11th 2001 a group of regular visitors of the mosque committed the worst terrorist attack in modern history. Mohammed Atta, Ziad Jarrah and the others of the so-called „Hamburg Cell“ had worshipped, prayed and met in the rooms of then called „Al Quds Mosque“. The mosque had become the centre of radical Islam in Germany. Ultra-religious Islamists of various nationalities and ethnic backgrounds formed a Salafi community that was under the watchful eye of Hamburg´s counter-terrorism officials.

Rumors said „Masjid Taiba“ was filled with wiretapping tools and electronic devices to record all sermons and private conversation. The Jihadi mosque where worshippers praised the 9/11 hijackers and German militants fighting in Afghanistan, Pakistan and Iraq as „holy warriors“, had been infiltrated by Hamburg´s intelligence agency but nevertheless remained the ideological heartland for Islamic fanatics sharing the same ideas and wish about dying a martyr´s death in the Jihad against the unbelievers.

Even with police, intelligence and politicians keeping a close eye on the famous „Mosque of Mohammed Atta“, a group of young men and women from the mosque community was able to leave Germany in Spring 2009, travel to Pakistani Waziristan and join terrorist groups.
Last year Hamburg´s politicians decided to put an end to the Jihadi temple in St.Georg. But while to most observers the closure of the radical mosque seemed as a good and long-awaited measure to fight religious extremism, counter-terrorism authorities were shocked and rather disappointed by the decision to close „Masjid Taiba“.

Since 9/11 Hamburg´s fanatics could be monitored rather easily because they met and prayed in one place – the now closed mosque. Where would these Islamists re-group now? Police had dried the lake intelligence agents were fishing in for years. Who could have wished for dozens of radical Islamists freely roaming the streets of Hamburg, meeting in private apartments or secret basements that could not be monitored and wiretapped?

Nearly half a year after „Masjid Taiba“ was closed it seems Hamburg´s radical Salafis have found a new home – in peaceful provincial Pinneberg. About 18km northwest of Hamburg City, a small backyard mosque, described by German Verfassungschutz as „a problem“,  has turned into the new meeting and worshipping place for the former visitors of „Masjid Taiba“. For weeks long-bearded men, young converts and fulling-veiled women are coming to Pinneberg and meet in the „As-Sunnah Mosque“ belonging to the „Muslimische Vereinigung Pinneberg e.V“.

One of those mosque visitors is a Rap-Musician formerly known as „Deso Dogg“. The 35 year-old Denis Cuspert of Ghanian origin was born in Berlin and started a successful career as a street gansta rapper, singing about crime, drugs, women and life in the poor Berlin suburbs. In November 2010 „Deso Dogg“ announced he would leave the Music business and instead focus on his new faith – Islam. He converted after getting involvement with Germany´s biggest Salafi Dawah organization „Die Wahre Religion“, led by White convert Pierre Vogel („Abu Hamza“). Rapper „Deso Dogg“ is now preacher „Abou Maleeq“.

During a Islam seminar some weeks ago „Abou Maleeq“ sang a German rap song that caused controversy because it included the lyrics „Allah willing, we fight, die as martyrs, eye on the enemy, in the Name of Allah“. In Pinneberg´s As-Sunnah Mosque, the former Berlin rapper wanted to sing the very same song. Residents and local politicians heard of the upcoming visit and protested against it. Jihad was not welcomed in Pinneberg.

In the end „Abou Maleeq“ did not rap about martyrdom and jihad but talked about how he came to Islam. The community leaders seemed satisfied. Still, the mosque´s new visitors were seen as increasing problem. Fanaticism slowly but surely streamed into Pinneberg.

Last week a picture emerged on a German Jihadi website. „Dirty Jew“ the text read. On the picture there was a man crossed out with red paint. „Be careful so Allah is not punishing you in this life with death“, the text said, „Allah´s punishment can reach you anywhere!“ The threat is even more concerning as the identity of the man seen on the website is widely known in Pinneberg – it is Wolfgang Seibert, head of Pinneberg´s Jewish Community.

Seibert had called upon local authorities to close „As-Sunnah Mosque“ before it could turn into a new „Masjid Taiba“ on the outskirts of Hamburg. After the death threats appeared on the Internet, Seibert is scared. „I was scared for my family“, he said, „But I will not back down.“
With his demand for a mosque-closure he had upset the 18 year-old Salafi convert Harry M.. M. is the administrator of the now-closed German website „Islamic Hacker Union“. He is the one who posted the threats against Wolfgang Seibert. „Those dirty kuffar, may Allah destroy them!“, M. wrote on the Internet after Seibert called for the closing of Pinneberg´s radical mosque.

Harry M. had visited „As-Sunnah Mosque“ several times in the past. Known as „Isa al-K.“ he spread the message of radical Islam on Internet forums and social networks as well as on his own website „Islamic Hacker Union“. In a Youtube Video that was deleted a few days ago, Harry M. tells about his former life as a Non-Muslim, a teenage life full of alcohol and drugs. A report highlights M. was one of the first residents of Hamburg to complete a advance training program for IT Software experts. But that was before M. came into contact with radical preachers and the Salafi missionary movement in Germany. Since then the Hamburg teenager and IT-expert is caught in a world of Jihad and religious fanaticism.

Yesterday evening police raided M.´s apartment, searching for terrorism-related material and confiscating his computers. M.´s website „Islamic Hacker Union“ where the threats against Jewish Community leaders were posted, was closed and is now offline. The Jihadi hacker was questioned by the police but not arrested.

Meanwhile the landlord of the building housing the „As-Sunnah Mosque“ in Pinneberg said he had been fouled and tricked by the mosque management. He has terminated the contract of the mosque chairman. On June 30 2011 the Salafi community will have to re-settle elsewhere. Monitoring several dozen potential Jihadis and individuals supporting violence against Christians and Jews will now become an even more difficult task.