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IBU´s Dschihad in Kunduz

by Florian Flade

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Ein neues Video aus der Schmiede der „Islamischen Bewegung Usbekistans“ (IBU), zeigt offenbar Kämpfe militanter Dschihadisten gegen deutschen Bundeswehrsoldaten in der nordafghanischen Provinz Kunduz. Das knapp 20-minütige Video aus einer mittlerweile fünfteiligen Afghanistan-Serie der Gruppe, enthält neben Ausschnitten aus Nachrichtenbeiträgen über die Bundeswehr, Gefechtsszenen, Raketen- und Mörserangriffe auf Bundeswehr-Stützpunkte und Attacken auf Fahrzeuge der deutschen Truppen.

Die neuen Aufnahmen zeigen zudem eine abgeschossene Bundeswehr-Drohne sowie ein ausgebranntes Fahrzeug vom Typ „Dingo“, das offenbar von deutschen Soldaten selbst zerstört wurde, nachdem es bei einem Angriff der Aufständischen schwer beschädigt wurde und nicht mehr geborgen werden konnte.

Wie bereits vorangegangene Propagandavideos der IBU – beispielsweise aus dem vergangenen Jahr – beweisen, handelt es sich bei den Aufständischen in der Region Kunduz keinesfalls nur um einheimische, afghanische Taliban-Kämpfern. In den Reihen der verschiedenen Kampfgruppen finden sich zunehmend ausländische Dschihadisten, mehrheitlich Elemente aus den zentralasiatischen Republiken Tadschikistan, Usbekistan, Kirgisien sowie aus Pakistan, dem chinesischen Xinjiang, aus den Kaukasus-Teilrepubliken und den muslimischen Regionen der Russischen Föderation.

Beunruhigend für die internationale Schutztruppe ISAF dürfte das gefilmte Terror-Training der IBU in Afghanistan sein. Der militanten Gruppierung, die mehrheitlich Ausbildungslager in der pakistanischen Region Nord-Waziristan unterhält, ist es augenscheinlich gelungen, sich in diversen afghanischen Provinzen zu etablieren, mit lokalen Taliban-Einheiten zu alliieren und Terror-Rekruten auf afghanischem Boden zu schulen.

Neben den Aufnahmen aus Kunduz zeigt das neue Propagandavideo auch Szenen – darunter ein Angriff auf einen NATO-Konvoi und die Exekution eines afghanischen Soldaten – aus anderen Landesteilen, insbesondere aus den südlichen Regionen Afghanistans.

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Mordanschlag auf Ägypten´s Vize-Präsidenten

by Florian Flade

Wochenlang war es ein Gerücht. Nun bestätigt erstmals ein ägyptischer Politiker: Es gab Ende Januar einen Mordanschlag auf den Vize-Präsidenten Omar Suleiman.

Ägyptens Außenminister Ahmed Abul Gheit bestätigte erstmals in einem Interview das Gerücht, wonach es Ende Januar, während der Proteste gegen das Mubarak-Regime, einen Mordanschlag auf den Vize-Präsidenten Omar Suleiman gab. Er selbst, so Gheit, sei Zeuge des Attentats gewesen.

Der ägyptische Außenminister sagte in einem Interview mit dem TV-Sender Al-Hayat, Omar Suleiman sei im Manshayet El-Bakri Viertel des Kairoer Stadtteil Heliopolis in einem Konvoi unterwegs gewesen, als Unbekannte aus einem gestohlenen Krankenwagen heraus das Feuer auf Suleimans Fahrzeug eröffneten. Ein Leibwächter sei dabei getötet worden, ein weiterer sowie der Fahrer des Autos seien durch Schüsse verletzt worden. Das Fahrzeug des Vize-Präsidenten sei nach dem Angriff von Kugeln durchsiebt gewesen, so Außenminister Abul Gheit. Omar Suleiman überlebte den Mordanschlag unverletzt

Der amerikanische Fernsehsender Fox News hatte am 04.Februar gemeldet ein versuchter Mordanschlag auf den ägyptischen Vize-Präsidenten Omar Suleiman habe zwei Leibwächter getötet. Ein Sprecher des Weißen Hauses wollte damals auf Nachfrage von Fox News nicht auf das Gerücht eingehen. „Ich werde darauf nicht eingehen“, so Pressesprecher Robert Gibbs.

Ägyptens Regierung dementierte Berichte, wonach es einen Mordanschlag auf den neu ernannten Vize-Präsidenten Suleiman gegeben habe.

Omar Suleiman, der ehemalige Direkter des ägyptischen Geheimdienstes, war am 29.Januar vom scheidenden Präsidenten Husni Mubarak zum Vize-Präsidenten einer Übergangsregierung ernannt worden.