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Al-Qaida in Islamic Maghreb Demands Release of Abu Qatada

by Florian Flade

Last November Islamist militants of Al-Qaida in the Islamic Maghreb (AQIM) kidnapped three Europeans in the Mali desert city of Timbuktu. Among them British-South African national Stephen Malcolm.

Today AQIM released a statement offering the release of the Briton in return for the release of Palestinian cleric Abu Qatada. If the British government agrees to deport Abu Qatada to a country of his choice, Stephen Malcolm will be freed, the statement by AQIM reads.

Britain has been trying to extradite Abu Qatada to Jordan for more than six years now. In the Arab country the cleric has been sentenced in absentia for the involvement in terror attacks. Now the European Court of Human Rights is about to decide wether or not the British government is allowed to extradite Abu Qatada.

In today´s statement AQIM says that Britain will „open the doors of evil“ if the Palestinian cleric will be send to Jordan.

„Frisch von dem Gefängnis“ – Solinger Islamisten wieder in der Heimat

von Florian Flade

Fröhlich lächelt er in die Kamera, auf der Rückbank eines Autos sitzend – Robert B. aus Solingen. Er sei froh wieder frei zu sein, sagt der 24-jährige Konvertit. Monatelang hatte Robert B. in Großbritannien in Haft gesessen nachdem er und sein Freund Christian E. im Juli 2011 in der Hafenstadt Dover festgenommen worden waren. Die beiden deutschen Muslime hatten bei ihrer Einreise islamistisches Propagandamaterial im Gepäck.

Im Februar hatte ein Gericht in London Robert B. und Christian E. zu Freiheitsstrafen verurteilt. Weil B. bereits ein halbes Jahr U-Haft abgesessen hatte und weil seine Strafe von einem Jahr zur Bewährung ausgesetzt wurde, ist der Solinger nun frei. Robert B. wurde am 23.März von London nach Frankfurt abgeschoben und kehrte umgehend nach Solingen zurück. Der 28-jährige Christian E. wurde wenige Tage später abgeschoben und lebt nun ebenfalls wieder in Solingen.

Wieder in der Heimat traf Robert B. zunächst seine Mutter, die in den Monaten zuvor verzweifelt versucht hatte Kontakt zu ihrem Sohn in britischer Haft zu bekommen. Nun ist Robert B. frei – von der islamistischen Szene Solingens hat sich der Konvertit allerdings nicht distanziert. Im Gegenteil. Robert B. und Christian E. engagieren sich aktuell im Koran-Verteilprojekt der salafitischen Szene.

Ein Glaubensbruder B.s, scherzt und stellt den Solinger vor: „Frisch von dem Gefängnis aus England! Der Terrorist.“

„An die Bewohner dieses Landes, die noch keine Muslime sind, sie haben Allah sei Dank mit diesem Projekt eine Möglichkeit, einen Koran in sehr sehr schöner Qualität umsonst zu bekommen“, sagt Robert B. in einem jüngst aufgenommenem Video in die Kamera, „Das ist eine Sache die auf jeden Fall genutzt werden sollte! Möge Allah dieses Projekt segnen!“

In Wuppertal und auch in Iserlohn waren Robert B. und offenbar auch Christian E. bei den Informations-Ständen der Salafiten anwesend und verteilten Korane in deutscher Übersetzung.

Beobachter der islamistischen Szene bewerten diese Entwicklung mit großer Sorge. Eine Rückkehr der in Großbritannien festgenommenen deutschen Islamisten in die salafitische Community war von Expertenseite bereits befürchtet worden. Über das Gefangenenprojekt „Ansar ul-Asir“ hatten deutsche Salafiten Briefkontakt zu den inhaftierten Konvertiten gehalten und somit ihren Weg zurück in die Heimatgemeinde geebnet.

Deutscher Dschihadist preist Toulouse-Attentäter

von Florian Flade

„Auf eigene Faust und durch heldenhaften Mut, machte der Ritter von Toulouse, den südfranzösischen Boden unter seinen Füßen zu dem Boden seines persönlichen Dschihads“ – heißt es in einer neuen Tonband-Botschaft des deutschen Dschihadisten Mounir Chouka alias „Abu Adam“ aus dem pakistanischen Waziristan. In der neuen Botschaft aus den Bergen Nordwest-Pakistans preist der aus Bonn stammende Islamist (Mitglied der Islamischen Bewegung Usbekistans) den Attentäter von Toulouse als Helden und ruft Muslime in Europa auf seinem Beispiel zu folgen.

„Frankreich entriss der muslimischen Frau ruckartig den Hijab und entblößte ihre Aura und Frankreich beteiligt sich an den Verbrechen in Afghanistan“, sagt Mounir Chouka, „Mohammed Merah war somit ein Racheakt für die hinterhältigen und blutigen Verbrechen der französischen Armee! Und seien Tat war eine Reaktion der Juden, die über eine Millionen palästinensische Kinder auf dem Gewissen haben.“

Muslime in Europa seien nun aufgerufen dem Beispiel des französischen Todesschützen zu folgen, so Chouka. „Allah will dass du deine Religion mit Blut unterstreichst! Zunächst mit dem Blut der Feinde, dann mit deinem eigenen Blut!“

Die Attentate einzelner radikalisierter Islamisten, „Einsame Wölfe“ genannt, sollten sich nach dem Willen des Bonner Terroristen als Gesamtstrategie auf Europa übertragen. „London, Madrid, Frankfurt und nun Toulouse“, so heißt es in Choukas knapp 6-minütiger Rede, „Oh geehrte Muslime in Dublin, in Luxemburg, in Lissabon, steht auf und helft Allahs Religion! Lasst dem arabischen Frühling einen europäischen Sommer folgen!“

Wie schon einer kürzlich veröffentlichten Tonbandbotschaft des Bruders von Mounir Chouka, Yassin Chouka, sollen Muslime im Westen durch die Hetzpredigt aufgerufen werden, sich ohne Anbindung an eine Gruppierung oder Ausbildung in einem Terrorcamp im Ausland, am Dschihad zu beteiligen. Die perfide Strategie den islamistischen Amoklauf zu provozieren, wurde erst gestern von mir in einem Stück für „Die Welt“ thematisiert.

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