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Deutscher Konvertit stirbt bei Drohnenangriff

von Florian Flade

In Pakistan ist offenbar der erste deutsche Islam-Konvertit von einer US-Drohne getötet worden. Patrick K. aus Offenbach galt als islamistischer Gefährder. Dennoch ließen ihn deutsche Sicherheitsbehörden ins Terrorcamp ausreisen.

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I im Oktober 2011 laufen in Bonn die Vorbereitungen auf das „Deutschlandfest“ zum 21.Jahrestag der Wiedervereinigung der Bundesrepublik. Neben zehntausenden Besuchern wurden auch hochrangige Gäste erwartet, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel und der damalige Bundespräsident Christian Wulff.

In deutschen Sicherheitskreisen herrschte im Vorfeld der Veranstaltung höchste Alarmstufe. Es gab Hinweise, wonach militante Islamisten einen Anschlag auf die Feierlichkeiten in Bonn planen könnten. Mehrere Männer, die der radikalislamischen Szene angehören, standen im Verdacht, sich Schusswaffen besorgt zu haben und eine „schwere staatsgefährdende Tat“ zu planen. Das Bundeskriminalamtes (BKA) nahm die Extremisten daher ins Visier.

Als das Risiko zu hoch erscheint, erfolgte der Zugriff. In Nordrhein-Westfalen wurden drei Islamisten festgenommen, in Hessen ein Verdächtiger, der damals 25-jährige Patrick K. aus Offenbach. Es wurden Wohnungen durchsucht und die Verdächtigen befragt. Ohne Ergebnis. Stunden später waren die Festgenommenen wieder auf freiem Fuß.

Patrick K. hatte wohl kein Attentat geplant. Sein Plan war ein anderer. Der Islamist, der im Dezember 2001, im Alter von nur 14 Jahren, zum Islam konvertiert sein soll, wollte Deutschland verlassen. In Pakistan, der Heimat seiner Ehefrau, wollte K. samt der gemeinsamen Tochter ein neues Leben beginnen. Trotz Beobachtung durch den Verfassungsschutz gelang es dem Konvertiten tatsächlich nur wenige Tage nach seiner Verhaftung im Oktober 2011 per Flugzeug in das pakistanische Peschawar zu reisen.

Eine Kontaktperson vor Ort brachte den Deutschen mit seiner Familie in das Stammesgebiet Waziristan. Dort schloss sich Patrick K. der islamistischen Terrorgruppe „Islamische Bewegung Usbekistan“ (IBU) an.

In einem Propagandavideo, dass die deutschen Islamisten Mounir und Yassin Chouka vor kurzem im Internet veröffentlichten, ist Patrick K. zu sehen. Schüchtern erklärt er vor der Kamera, dass er nun ein militärisches Training absolvieren werde.

Welche Botschaft er an seine Glaubensbrüder in Deutschland habe, fragt ihn der Dschihadist Mounir Chouka. „Folgt mir! Folgt allen Geschwistern hier her zu kommen“, so Patrick K.. Nach Angaben deutscher Dschihadisten soll sich der Offenbacher Islamist allerdings nie an Kampfhandlungen in Waziristan beteiligt haben.

Dennoch ereilte ihn nur wenige Wochen nach seiner Ankunft in Pakistan das Schicksal vieler Dschihadisten. Am 16.Februar 2012 soll eine amerikanische Kampfdrohne mehrere Raketen auf ein Auto abgefeuert haben, in dem auch Patrick K. aus Deutschland saß. Gemeinsam mit anderen getöteten Islamisten soll er irgendwo in Wazrisitan begraben worden sein.

Er ist das fünfte deutsche Drohnenopfer, und der erste auf diese Weise getötete Konvertit. Zuvor starben bereits der Deutsch-Iraner Shahab D. aus Hamburg, der Wuppertaler Deutsch-Türke Bünyamin E., der Aachener Deutsch-Tunesier Samir H. und der Deutsch-Marokkaner Ahmad B. aus dem nordrhein-westfälischen Setterich.

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Der Tod kam beim Abendessen

by Florian Flade

Ein deutscher Staatsbürger wird vom US-Geheimdienst CIA per ferngesteuerter Drohne getötet – und keiner ermittelt. Warum der Fall des Bünyamin E. zu einem Politikum werden könnte.

Zwischen 2002 und 2009 rief die „Aktion Mensch“ in einer Bürgerdebatte tausende Menschen in Deutschland auf, Fragen einzusenden, die sie schon immer mal beantwortet haben wollten. Andere Bürger gaben dann ihre ganz persönlichen Antworten. „Was ist der Tod?“ – wollte im Jahr 2003 der damals 13jährige Bünyamin E. wissen.

Am Montag dem 04.Oktober 2010, gut sieben Jahre später, traf den jungen Deutsch-Türken aus Wuppertal genau jenes Schicksal. Er starb – 5000km von der nordrhein-westfälischen Heimat entfernt – im pakistanischen Stammesgebiet Nord-Waziristan, getötet von den Raketen einer CIA-Drohne. Bünyamin E. saß gerade beim Abendessen in einem Gehöft unweit des Zentrums der Ortschaft Mir Ali als ihn und vier weitere Männer – darunter auch den Deutsch-Iraner Shahab D. aus Hamburg – der Tod ereilte. Nicht länger als vier Wochen war Bünyamin in Waziristan, bevor er getötet wurde. Inzwischen ist sein Leichnam beerdigt, in einem primitiven Erd-Grab ohne Grabstein irgendwo in der Bergwelt im wilden Nord-Westen Pakistans.

Doch der Tod des 20jährigen Deutsch-Türken bleibt nicht ohne Folgen. Er droht zu einem Politikum zu werden, das diplomatische Spannungen zwischen Berlin und Washington nach sich ziehen könnte. Bünyamin E. war deutscher Staatsbürger und er starb durch eine höchstumstrittene Methode der Terrorismus-Bekämpfung der USA. Ein islamistischer Gotteskrieger soll der Wuppertaler Junge gewesen sein, ein Mitglied der terroristischen „Islamischen Bewegung Usbekistans“, die sowohl in Pakistan gegen Regierungssoldaten als auch in Afghanistan gegen die Nato in den Dschihad zieht. Beweise für diese Behauptungen – wie etwa abgehörte Telefongespräche, E-Mails, schriftliche Hinweise – wurden weder von den Amerikanern noch von deutschen Behörden vorgebracht.

Kein Haftbefehl gegen Bünyamin E.

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf führte seit Juli 2010 ein Ermittlungsverfahren gegen Bünyamin E wegen des Verdachts auf „Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat“. Am 18.Oktober 2010 wurde das Verfahren von der Bundesanwaltschaft übernommen. „Gegen Bünyamin E. lag bis zum Zeitpunkt seines mutmaßlichen Todes kein Haftbefehl vor“, so ein Sprecher der Generalbundesanwaltschaft auf Nachfrage. Eine Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung wurde jedoch vermutet.

Bünyamin E. wurde ohne Anklage, ohne Prozess oder Gerichtsurteil vom US-Auslandsgeheimdienst CIA getötet. Erstmals stellt sich damit für die deutsche Politik die Frage, ob der Geheimdienst einer befreundeten Nation deutsche Staatsbürger auf Verdacht hin töten darf. Dass Bünyamin E. tatsächlich bei jenem Drohnenangriff am 04.Oktober ums Leben kam, bezweifelt ersthaft niemand mehr. Die Bundesregierung aber gibt sich unwissend, erklärt gebetsmühlenartig, der Fall werde weiter geprüft, offizielle Bestätigungen für den Tod des deutschen Islamisten gebe es immer noch nicht.

Regierung hat angeblich keine Informationen

„Dem Auswärtigen Amt liegen weiterhin keine offiziell bestätigten Informationen zu Berichten über den Tod von Bünyamin E. vor“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes auf Nachfrage. Schon kurz nach dem Vorfall in Pakistan, hätte die deutsche Botschaft in Washington Kontakt mit den US-Behörden aufgenommen. „In Islamabad hat die Bundesregierung pakistanische Behörden mehrmals um Auskunft gebeten“, so das Auswärtige Amt weiter, „Sie bemüht sich weiterhin um eine offizielle Antwort.“

Seit Monaten aber liegen diverse direkte und indirekte Bestätigungen für Bünyamins Tod vor. Islamistische Netzwerke aus Waziristan vermeldeten bereits kurz dem tödlichen Drohnenangriff, dass der Deutsch-Türke, der sich in Waziristan „Imran“ nannte, zum „Märtyrer“ geworden sei. Wenige Tage später folgten die Fotoaufnahmen der Leiche und der Bestattung. Bünyamin E.s ehemaliger Arbeitgeber, das Bauernehepaar Bleckmann aus Velbert, identifizierten den Jungen, der früher oft auf ihrem Bauerhof arbeitete, auf den Leichenfotos zweifelsfrei.

Und es gibt noch eine weitere Quelle, die bestätigt, dass der deutsche Islamist bei jenem US-Raketenangriff ums Leben kam. Der ältere Bruder, dem Bünyamin wohl im Sommer 2010 nach Pakistan nachgereist war, soll sich weiterhin in einem pakistanischen Terrorlager aufhalten. Er überlebte den Drohnenangriff vom 04.Oktober nur weil er kurz zuvor das Gebäude verlassen hatte. Wenige Tage nach dem tödlichen Raketenangriff informierte der Bruder die Eltern in Wuppertal per Telefon über den Tod Bünyamins.

Auf mehrere Anfragen von Seiten der „B´90/Grünen“ und „Die Linke“ zum Tod des deutschen Staatsbürgers E. antwortete die Bundesregierung bislang ausweichend mit dem Hinweis, es seien Ermittlungen eingeleitet worden.

Anzeigen gegen den CIA-Chef

Zwei deutschen Juristen geben sich indes mit den bisherigen Bemühungen der deutschen Politik nicht zufrieden. Sie sehen ihre Bürgerpflicht darin, deutsche Behörden im Fall Bünyamin E. zum Handeln zu bewegen. Wenn ein Deutscher ums Leben kommt, besteht für die deutsche Justiz schließlich Ermittlungspflicht – auch in Pakistan.

Der Hamburger Rechtsanwalt Sven Dubitscher erfuhr vom Tod Bünyamin E.s bei der Zeitungslektüre Anfang Oktober. Er erstattete daraufhin am 13.Oktober 2010 schriftlich Strafanzeige gegen Leon Panetta, den Direktor des für die Drohnenangriffe verantwortlichen US-Geheimdienstes CIA. „Wenn ein Mensch gewaltsam getötet wird, ermittelt die Polizei ungeachtet der Person und des Ansehens des Täters oder des Opfers“, so Dubitscher, „Ich bin kein Strafrechtler und kein Völkerrechtler, aber bislang konnte mir niemand erklären, warum in diesem Fall keine Ermittlungen laufen.“

Keine Anklage gegen BKA-Präsident

Thomas Schulte-Kellinghaus, Richter am Oberlandesgericht Karlsruhe, sah womöglich deutsche Stellen in der Mitverantwortung für den Tod E.s. Er zeigte BKA-Präsident Jörg Ziercke wegen des „Verdachts der Beihilfe zum Mord“ an. Möglicherweise gaben deutsche Stellen Informationen über Bünyamin E. an die Amerikaner weiter, die letztlich zur Tötung des deutschen Islamisten führten, so offenbar die Vermutung hinter der Anzeige des Richters. Geklärt werden sollte, ob das BKA eine Mitschuld am Tod eines deutschen Staatsbürgers trägt.

Die zuständige Staatsanwaltschaft in Wiesbaden ließ mittlerweile verlauten, es würden nach der Anzeige von Richter Schulte-Kellinghaus keine Ermittlungen gegen BKA-Chef Ziercke eingeleitet. Es gebe „keine ausreichenden Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Straftat“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Hartmut Ferse.

Bünyamins Tod reiner Zufall?

Tatsächlich bleiben die Vermutungen über eine Zusammenarbeit deutscher und amerikanischer Behörden im Vorfeld des Todes von Bünyamin E. reine Spekulation. Die Behörden beider Länder tauschen regelmäßig im Zuge der Terrorbekämpfung Informationen aus, auch über mutmaßliche Terroristen in den pakistanischen Ausbildungslagern. Trotzdem könnte die Rakete, die am 04.Oktober 2010 das Haus in Nord-Waziristan traf, rein zufällig Bünyamin aus Wuppertal getötet haben. Somit wäre der Deutsche lediglich ein Kollateralschaden der amerikanischen Drohnenpolitik.

Dass die Amerikaner den genauen Aufenthaltsort des 20jährigen Abendschülers aus Wuppertal kannten, gilt als eher unwahrscheinlich. Die Verhöre der in Afghanistan und Pakistan im vergangenen Jahr festgenommenen deutschen Dschihadisten Ahmed Wali S. und Rami M., dürften keine Informationen über Bünyamin E. erbracht haben. Rami M. wurde bereits im Mai 2010 von pakistanischen Soldaten verhaftet, Ahmed S. fiel im Juni 2010 US-Truppen in Kabul in die Hände. Bünyamin E. reiste jedoch erst zu diesem Zeitpunkt nach Pakistan. In die Grenzregion Waziristan kam er erst vier Wochen vor seinem Tod.

Prinzipiell sei es auch unwichtig, ob und woher die amerikanische CIA im Vorfeld Informationen über den deutschen Dschihadisten hatte, meinen Völkerrechtler. Sollte sich Bünyamin E. in einem Kriegsgebiet an einem bewaffneten Konflikt beteiligt haben, so sei er als feindlicher Kämpfer ein legitimes Ziel für einen Tötung per Drohne. Diese würden – wenn auch inoffiziell – mit Zustimmung der pakistanischen Regierung auf pakistanischem Territorium stattfinden, und seien daher kein diplomatischer Skandal mehr.

CIA-Agenten dürfen nicht töten

Felix Boor, Völkerrechtler der „Ruhr-Universität“ in Bochum, hält es eher für zweitrangig ob und wenn ja welchen Feindstatus Bünyamin E. zum Zeitpunkt seines Todes hatte. Entscheidend sei, wer ihn getötet hat. Die Drohnenangriffe unterscheiden sich von militärischen Luftangriffen vor allem durch eines: sie werden nicht vom US-Militär durchgeführt, sondern von Agenten des amerikanischen Geheimdienstes CIA. Die Geheimdienstler allerdings dürfe laut Völkerrecht gar nicht töten.

„Die CIA hat kein Kombattanten-Privileg im bewaffneten Konflikt“, sagte mir Boor , „d.h. die CIA stellt sich auf die Stufe von Zivilisten, die unerlaubt Kriegshandlungen vornehmen.“ Nach Genfer Konventionen dürfen sich nur Streitkräfte am bewaffneten Konflikt beteiligen, nicht aber Zivilisten wie CIA-Agenten. „Und wenn sie es tun, sind sie strafrechtlich verfolgbar,“ so Boor. Rechtlich seien die CIA-Agenten somit gleichgestellt mit den Al-Qaida Kämpfern, die ja ebenfalls als Zivilisten an Kampfhandlungen teilnehmen.

Bünyamin E. wollte angeblich Selbstmordattentäter werden

Ob Bünyamin E. lediglich in Pakistan in den Krieg ziehen wollte, beabsichtigte in Afghanistan gegen Nato-Truppen zu kämpfen oder Terroranschläge in Europa plante, bleibt wohl ein Geheimnis, das der 20jährige mit ins Grab nimmt. Die Gruppe, der er sich angeschlossen hatte, feiert ihn als Märtyrer im Heiligen Krieg – einen Tod nachdem sich der Deutsche angeblich sehnte. Sowohl Bünyamin E. als auch Shahab D., der ebenfalls beim Raketenangriff vom 04.Oktober 2010 starb, hatten angeblich den Wunsch, ein Selbstmordattentat zu verüben. „Beide haben seit dem ersten Tag an dem sie hier angekommen sind, nur darum gedrängt, dass man ihnen eine Märtyrer-Operation vorbereitet“, erklärte der Bonner Dschihadist Mounir C., der sich weiterhin in Waziristan aufhält.

Just Not That Into Jihad – The Story Of Rami Makanesi

by Florian Flade


He wanted to talk, tell his story and tell the court about his adventure that became a nightmare for him – Rami Makanesi, a 25 years-old German national and Al-Qaida member.

On Thursday last week his trial began in Frankfurt and it will end today also due to the fact that Makanesi agreed to fully tell what he experienced in the world of Jihad, in the terror camps of Waziristan and the prison cells of the Pakistani intelligence agency. This is his story.

Rami Makanesi´s life began as so many in the Frankfurt suburbs. Born in Frankfurt-Bockenheim in 1985 to a Syrian family from Aleppo. His father is car dealer. When Rami was eleven, his parents divorced. A year later he was a regular weed consumer, smoking the drug as others smoke regular cigarettes – several joints a day. Soon, cocain will follow.

As a teenager Rami was sentenced to youth custody, never lasting longer than a few weeks. Due to drugs, parties and alcohol, he was skipping classes and was eventually expelled from Frankfurt´s Georg-Büchner-School. Later he was able to graduate from school.

„I was a party animal“, Rami Makanesi recounts today, „I went to bed stoned and woke up stoned.“ Initially he had planned to study Economy and IT at the Johann-Wolfgang-Goethe University, but his lifestyle destroyed his educational plans although he was registered as a student at the university.

Religion was never of interest for the German national of Syrian descent. Party, friends, drugs, girls were at the center of Rami´s life, not Allah. And there was food. When Ramadan began in 2007, Rami Makanesi´s weight stood at 125kg. The holy Muslim month of fasting became a religious experience for Rami he had never had before.

The Muslim missionary movement Tabligh-i Jamaat was holding a work-shop in a Frankfurt mosque. Rami, who lived in his own apartment in the „Kuwald-Siedlung“ in Frankfurt-Bockenheim, attended the event and felt like a reborn Muslim – „I came from darkness to light“. He dropped drugs and partying, focussed on the religion. Instead of chasing girls in the Frankfurt bars and clubs, he rode his motorbike to the mosques, attending Friday prayers.

Once weed and cocain were defining his life, now Islam became Rami´s addiction. He felt drawn to the very conservative version of Salafi Islam, praising militant Jihad. On November 1 2007 Rami Makanesi entered a German Jihadi Online-Forum in search for advice. „Brother, let´s say I want to make Jihad, who will bring me across the border?“, Makanesi asked. The forum moderators laughed about the stupid question – „We will definitely not provide you here with a detailed map how to get there.“

But Rami was keen on finding a way how to get to the land of Jihad – the Pakistani tribal areas of Waziristan. He befriended with one of the Jihadi forum´s hosts, a 18 year-old Serbian named Irfan P. The two shared the same views on religion and politics, both were fans of propaganda videos from Afghanistan and Iraq, spreading it on the Internet.

Rami and Irfan became good friends and were in constant contact over the Internet. Finally, the two met in real life and agreed on finding a way to get to Waziristan. In early 2008 Irfan told Rami he could arrange the travels. „I have contact to the brothers there“, he wrote to his friend. Investigators believe the talk of contacts was probably not true – but Irfan knew a person that German officials say has ties to the Jihadi scene.

That person was Abu Ubaydah – a preacher from Bonn. Irfan and Rami visited Abu Ubaydah´s lectures regularly, at least once a month. They were deeply impressed by the young cleric´s knowledge and charisma. One day, Makanesi and his friend had just met visited the preacher, the two were on their way back, driving in a car. What they did not know: German counter-terrorism agents had placed microphones inside the car. „I don´t want to wait any longer“, Irfan P. said to Rami according to documents prepared for the trial, „Maybe Abu Ubaydah will make the decision next week.“

Without any doubt Irfan and Rami were ready to travel to Waziristan and become Jihadi militants. It was Irfan that destroyed the planning when he knocked down a man selling mobile phones and ended up in prison. During the investigation it became clear to the police the young Serb was very much involved in Online Jihadi activities and was spreading terrorist propaganda on a daily basis. Irfan P. was released in summer 2009 after German intelligence offered him to work for them. He was pardoned and sent to Berlin to infiltrate the local Jihadi community.

Rami Makanesi stayed out of prison and instead moved to Hamburg in mid 2008. Earlier that year, while surfing different websites in search of a future wife, Rami came across a young German woman from the coastal town. Jasmin S., born in 1983 is a German convert who´s first husband was from Turkey. She fell in love with the chubby Frankfurt Islamist Rami. The couple´s wedding took place in Hamburg´s notorious Taiba Mosque (formerly known as „Al-Quds Mosque“), the same location where the 9/11 Hijackers had worshipped.

In Juli 2008 Rami moved to Hamburg-Horn, now living with his German wife. Very soon he became a regular visitor to the Taiba Mosque and befriended with other worshippers. Among them were men like Ahmad Wali S., a German of Afghan origin, Shahab D., a Iranian national who grew up in Hamburg and Michael W., a German convert. Rami found friends that – just like he did – felt inspired by the propaganda coming from Waziristan. The men were drawn to Jihad, eager to leave Germany to fight in the name of Allah.

„I did not belong here anymore“, Rami told the judge last week. He wanted to leave the country sooner than later. About a dozen of his new friends, including their wives, shared the same wish. The only question was: Who could bring them to Waziristan? How should they – immigrants, former criminals, converts, reverts – get there?

The answer was a 57 year-old Kabul-born men named Assadullah M.. Hamburg investigators had known M. for years. In 2002 he was accused of forming a terrorist group and calling for Jihad. Allegedly he had told friends he swore to Allah to die as a martyr. To Rami Makanesi and his friends, Assadullah M. was the solution to their problem – he was the one who knew how to get to Waziristan.

Assadullah´s wife and children had moved to Pakistan in 2004 and were now living in Peshawar. At least four times a year he would visit them, traveling back and forth. Now he – whom they called „our lion“ – was tasked to arrange the travels of Rami and his friends.

In September 2008 German intelligence monitored a meeting of Islamists – including Rami Makanesi – in Bonn. The agents knew something was planned at that meeting but they could not find out what Rami and the others talked about. In the coming months the Hamburg group met several times in different apartments. One time, when they visited one of their brothers, a camera inside the elevator captured the scene. Investigators later saw who attended these meetings.

Assadullah M. left Germany in early February 2009 and flew to Peshawar. His task was to find places to stay in Pakistan for his Hamburg friends. A month later, Rami Makanesi started the journey that would change his life and make him a wanted terrorist. „I wanted to live Islam, with all its elements“, Makanesi explains his motives.

He travelled from Hamburg to Vienna (Austria) and took a flight to Iran, then driving all the way to Zahedan. There he waited for a someone to take him to the Pakistani tribal areas just across the border. Somewhere in April 2009 he arrived in Waziristan – as the first from the Hamburg group. Assadullah M. had given him a name and address of a local resident who would take care of him.

Rami found the house in the town Mir Ali, close to the town´s center, right next to a mosque. The Frankfurt Islamist knocked on the door and a man named Sher Maulana Khan opened. Khan had expected the German brother and offered him a room for rent – 5 EUROs per month.

Soon after he made contact with the „Islamic Movement of Uzbekistan“ (IMU), Rami Makanesi entered the world of Jihad. Together with three of his Hamburg friends (two had been arrested upon their arrival in Peshawar and sent back to Germany) he attended the IMU training camps. Makanesi explained in court, there were two camps in the region called „Badr“ along the main road leading from the town of Makin to Bana. Each had about 25 Jihadi recruits in training. The military training itself took weeks and involved shooting with various weapons including RPGs and mortars.

Life in the mountains of Waziristan was not the easy adventure Makanesi expected it to be. During a phone call to his father in Frankfurt, Makanesi said life in Waziristan was much harder and more difficult than he had imagined. He told him about the long hikes in the mountains, how he carried heavy grenade launchers and missiles. „I had some weight issues and backache“, Makanesi said in court. The Jihadi day to day life was frustrating for the Frankfurt city boy who had enjoyed party, drinking and getting stoned for years.

Out in the field, all the Pashtun Taliban gave him for food was potatoes, oil and bread, Makanesi remembers. In Mir Ali, he had seen all the groceries one could have wished for – cheese, sweets and even Nutella. But at the frontlines, were the IMU militants were fighting the Pakistani forces, there was no luxury but instead a shortage in food.

On August 8 2009 Makanesi called his wife Jasmin in Hamburg, who was a mother now. „I drove 4 hours to get to a place where they have phones“, Makanesi told her, „but I learn many things from the brothers here.“ Thirteen of his fellow Jihadi brothers had already become „martyrs“, some in US drone strikes.

Back in Hamburg, Rami´s wife apparently feared her husband would marry a second wife in Waziristan. She considered joining him. According to the police investigation, Jasmin S. sold several of her belongings on Ebay, including the couple´s computer. One of the buyers was a undercover police agent, eager to get hold of the harddrive, which was – as was later discovered – packed with propaganda material including videos of beheadings.

When Jasmin S. was preparing to make the journey to Waziristan, police showed up out of the sudden and asked her why she was packing luggage. She said she wants to be with her husband. „That is not a good idea“, police then said. S. then stayed in Germany, a descision that maybe even saved her life.

At the very latest in early 2010, the still overweight Makanesi was fed up with Jihad in the Waziristan mountains. He felt he was not fit and strong enough for Jihad, Makanesi later told interrogators. Back in Mir Ali, he contacted a local Al-Qaida figure, asking if a meeting could be arranged. A short time later several Toyota SUVs arrived.

This was the moment Rami Makanesi, a young and naive loser from Frankfurt´s ghetto, came in touch with Al-Qaida. The man who arrived and greeted him was a skinny North African who introduced himself as „Al-Qaida´s No.3“ – Sheikh Muhammad Yunis al-Mauretani.

Al-Mauretani whom Makanesi describes as „Al-Qaida´s foreign minister“, was searching for recruits. His plan was to create a cell, a group of Western Jihadis tasked with a very special mission: terrorist attacks in Europe. Makanesi volunteered, asked to be sent to the training lessons.

The Sheikh explained to the German reruit what he had in mind for the Europe plot. He wants attacks against targets that would harm the Western economy, al-Mauretani said. Al-Qaida in Yemen´s parcel-bomb plot last year was part of that plan, Makanesi claims. According to him, al-Mauretani was very excited about the terror plot – „What we have in mind, not even the devil can imagine this.“

Rami Makanesi, Ahmad Wali S. and another Hamburg Jihadi became students of Sheikh al-Mauretani. All three were trained on encrypting software whom the al-Qaida man said was about to be used as a form of communication between the cells in Europe and al-Qaida´s leadership in Waziristan. Al-Mauretani claimed, the formation of the terror cells and the strategy were sanctioned by none other than Osama Bin Laden himself. The Al-Qaida leader had already given his „ok“ and provided the necessary amount of money, al-Mauretani told the Jihadis from Germany.

During the trial in Frankfurt, Makanesi said he thinks Al-Mauretani himself was not in direct contact with Bin Laden. Another al-Qaida figure described as the „Commander in Afghanistan“, the Libyan Attiyatullah al-Libi, was the only one who communicated with Osama Bin Laden directly, according to Makanesi – „I had the feeling, they were using us to try how far they could go with plotting in Europe.“

Perhaps because of his wife and child back in Hamburg, or because of his parents, brothers and friends in Frankfurt, or because he was disappointed by the harsh reality of Waziristan, Rami Makanesi wanted to turn his back on the Jihadi adventure. As the feeling of leaving Waziristan grew stronger, he contacted Sheikh al-Mauretani again. „I wrote him a letter saying I was not able to perform Jihad“, Makanesi tells. But instead of just saying „Goodbye“, he made an offer to the Al-Qaida commander.

Back in Germany, Makanesi offered al-Mauretani, he could collect money for al-Qaida, more than 20.000 EUROs in six months. Al-Mauretani seemed to like the idea and agreed.

On his way to Pakistan the facilitator and local contacts had taken all of Makanesi´s documents. Now he was in Waziristan and had no proper plan of getting back to Germany. He knew tough that he was probably wanted for terrorism. What to do now?

June 15 2010, German Embassy in Islamabad: The phone rang. It was Rami Makanesi. He explained to the German officials who he is, what he plans to do and why he needs their help. The story seemed plausible. Makanesi said he knows he is wanted for terrorism charges and he wants to turn himself in, but  does not habe travel or identification documents and therefore needs some diplomatic help to travel to the embassy.

The German embassy agreed to meet Makanesi in Islamabad and sent him a document via e-mail telling all Pakistani security or intelligence officials not to arrest but to take him to the embassy. A local member of Germany´s BKA (similar to the FBI) thought giving a Jihadi terrorist the opportunity to come to Islamabad was not a very smart idea. The agent contacted his superiors in Germany and told them: there is a dangerous terrorist on his way to the embassy. What if he intends to commit a suicide bombing?

Germany´s interior ministry decided to inform the Pakistani ISI about Makanesi. So while the embassy was waiting for the Jihadi who does not want to fight Jihad anymore, the BKA wanted Makanesi in handcuffs.

On June 26 2010 Pakistani soldiers stopped a car at a checkpoint in Bannu, close to the tribal areas. Inside there was what looked like a family: two men, two women dressed in Burqas and a young girl. One of the women was unusually tall and big. The soldiers told them to step out of the car. Now it was obvious: one woman was in fact a man – Rami Makanesi.

The chubby German Jihadi showed the e-mail from the German embassy to the Pakistani troops. They only took it away from him, pulled a bag over his head and took him to a prison cell he had to share with two other men. The interrogation by the ISI was „hardcore“ according to Makanesi. The Pakistanis did not provide him with enough food or water – „I was close to loosing my conscious a few times because I was so weak.“

After two months at the hands of the ISI interrogators, Rami Makanesi was sent back to Germany and is now facing a four year prison term. He was not made for Jihad, Makanesi repeated in the court room, saying he was not strong enough and could not handle the difficult life in Waziristan. One of his best friends from the days in Hamburg, Shahab D. is dead now, killed by a US drone strike last October on the house of Sher Maulana Khan where Makanesi had lived, too. Another friend, Ahmad Wali S., was captured by US troops in Afghanistan in July 2010.