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Al-Shabaab Creates TV-Channel

by Florian Flade

„Al-Kataib News“ – Now broadcasted in Mogadishu

Twenty years have passed since the last Somali government collapsed and the country was then sucked into a bloody civil war between warlords, pirates, Islamists, foreign occupation forces and African Union Peacekeepers. Today large parts of the country are under the control of the Harakat Al-Shabaab Al-Mujahidin Movement – al-Qaida´s franchise in East Africa.

The „African Taliban“ of Al-Shabaab, along with their foreign Jihadi mercenaries, have implemented their hardline version of Shariah-law in many regions of Somalia. Step-by-step the Islamist movement is creating an Islamic State similar to the Afghanistan Emirate of the Taliban in the 1990s. Adulterers are stoned to death, public beheadings and floggings are taking place, movies, alcohol, music and even mobile phone ringtones are banned – women are ordered to wear the face-veil, men are not allowed to shave their beards under Al-Shabaab rule.

Al-Shabaab yesterday announced they are now operating their own TV news channel. „Al-Kataib News“ is now broadcasted in the capital Mogadishu. To celebrate the new propaganda channel, the Islamists aired a video confession of an alleged CIA-spy captured in North of Mogadishu and had allegedly been recruited by the US-intelligence agency in Djibouti in 2004. A statement released by Al-Shabaab claims the man was then publicly executed after confessing to have spied on the mujahidin.

The TV channel operated by the al-Qaida inspired Jihadi organization, is only the latest of many worrying developments in recent months. With the unification of Al-Shabaab and its former rival, the less-radical Hizb Islami group, only a few weeks ago, Somalia is on it a rapid way to become a Taliban-style Islamic State.

New Al-Qaida Video From Yemen On Spies

by Florian Flade

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Al-Qaida´s Yemeni branch „Al-Qaida in the Arabian Peninsula“ (AQAP) has released the second part of its video series titled „Killing of the Spies“. The propaganda footage show a member of Yemeni´s security forces, captured by al-Qaida militants. He is accused of working for the CIA and Yemeni intelligence agency, and tells about Yemeni´s counter-terrorism war.

This video series from is meant to scare those willing to spy on al-Qaida. Similar footage has been released by the Pakistani and Afghan Taliban as well as the „Islamic Movement of Uzbekistan“ (IMU), which produced a multi-part video series on the issue of spies.

Videos and pictures of the execution of alleged traitors and CIA spies are regularly spread on the markets of Waziristan to warn people of the consequences of their actions against the terror networks. Alleged spies have been hunted down systematically since the US-drone policy in Pakistan resulted in a number of high-ranking terrorists being killed.

On a weekly basis beheaded, tortured and murdered bodies of alleged spies are found in the villages of the Pakistani tribal areas, often with warning letters attached. The militants are convinced the drone attacks are mainly the result of spies giving information on the exact location of Jihadi fighters to the CIA. They are also accusing local men of placing small electronic tracking devices at compounds or cars for the unmanned drones to precisely follow their target.

In Yemen, the use of drones by the CIA has not been reported to have increased. Yet, al-Qaida seems to be worried about possible traitors within their own ranks. Intimidation and the show of brutal force are the answers to that fear the Jihadi organization harbors. Predator drones have reportedly been stationed in Yemen by the CIA to hunt down the leaders of AQAP – especially US-Yemeni cleric Anwar al-Awlaki who is accused of inspiring several failed and successful attacks in and against the United States.

 

ISAF verhaftet Al-Jazeera Kameramänner

In Afghanistan sind zwei Journalisten des arabischen TV-Senders Al Jazeera von ISAF-Truppen verhaftet worden. Den beiden Afghanen wird vorgeworfen für die Taliban gearbeitet zu haben.

by Florian Flade

Mohamed Nader, ein Kameramann des Fernsehsenders Al Jazeera und Mitarbeiter der Nachrichtenagentur AP, wurde in einer nächtlichen Razzia am Mittwoch im südafghanischen Kandahar verhaftet. ISAF-Soldaten hatten das Haus um 04:00 Uhr Ortszeit gestürmt, berichtet Naders Ehefrau, und den Kameramann festgenommen. Auch einige Dokumente und Kameraausrüstung seien beschlagnahmt worden.

Am Montag, kurz nach Mitternacht, war ein Kollege von Mohamed Nader, der afghanische Tadschike Rahmatullah Nekzad, in der Provinz Ghazni von Nato-Truppen festgenommen worden, wie Angehörige und Kollegen am Mittwoch bestätigten.
Die Nachrichtenagentur AP teilte mit, Nekzad habe seit 2007 zeitweise für sie als Fotograf und Kameramann im Süden Afghanistans gearbeitet. Genau wie Mohamed Nader war auch Rahmatullah Nekzad als Kameramann für Al Jazeera im Einsatz. Sein Bruder Abdullah Nekzad bestätigte, Rahmatullah sei zudem ein engagierter Radiomoderator.

Nekzad war im Jahr 2008 bereits von afghanischen Behörden verhaftet und verhört worden, nachdem er die Hinrichtung zweier Frauen durch die Taliban beigewohnt hatte. Später erklärte Nader, die Taliban hätten ihn gedrängt zu bleiben und er habe nicht gewusst, dass eine Exekution der Frauen bevorstand.

In einer Stellungnahme zu den Festnahmen erheben die ISAF-Streitkräfte schwere Vorwürfe gegen die beiden Journalisten. Mohamed Nader sei ein „Taliban Unterstützer“, heißt es von Seiten der International Schutztruppe, „er ist verantwortlich für das Sammeln von Informationen, die relevant für die Taliban Informationskampagne in Kandahar sind.“

Rahmatullah Nekzad, den die ISAF-Erklärung nicht namentlich nennt, habe als „mutmaßlicher Taliban Medien- und Propaganda-Unterstützer agiert, der Angriffe während der Wahlen filmte.“

Der Kabul-Bürochef des Nachrichtensenders Al Jazeera, Samir Allawi, widersprach den Vorwürfen der ISAF-Truppen. Beide Journalisten hätten seit Jahren für Nachrichtenorganisationen gearbeitet und auch Kontakte zu den Aufständischen gehabt. Mohamed Nader habe zudem als „embedded journalist“ an der Seite von US-Truppen gearbeitet.

„Wir rechnen nicht damit, dass man in die Häuser unserer Reporter einbricht und sie mitten in der Nacht verhaftet“, sagte Allawi, „Es ist sehr einfach sie anzurufen, und dann kommen sie jederzeit.“

Als einziges Beweisstück für die Anschuldigungen, hätten die Behörden drei Handgranaten im Haus von Rahmatullah Nekzad gefunden. Dies sei nichts ungewöhnliches, so der Al-Jazeera Bürochef, in beinahe jedem Haus in Afghanistan seien Waffen zu finden.
„Sie sind nur Journalisten die Informationen sammeln, so wie es andere Journalisten auch tun“, verteidigt Al-Jazeera Bürochef Allawi seine Mitarbeiter.

Laut ISAF fanden Soldaten bei der nächtlichen Razzia in Nekzads Haus außer den Handgranaten noch eine große Zahl AK-47 Sturmgewehre und dazugehörige Magazine.
Nekzad und sein Kollege seien aufgrund von Geheimdienstinformationen verhaftete worden, die darauf hinwiesen, dass sie mit den Aufständischen zusammenarbeiten.

„Die Aufständischen nutzen Propaganda, die oft durch Nachrichtenorganisationen geliefert wird, um die afghanische Bevölkerung zu beeinflussen und oftmals auch einzuschüchtern“, heißt es in einem ISAF-Schreiben an Al-Jazeera.
„Die Koalitionstruppen und die afghanischen Truppen haben die Verantwortung die Aktivitäten der Propagandanetzwerke zu unterbinden“, erklärt ISAF weiter, „Die Personen die als Folge dessen verhaftete wurden, werden nun verhört und gegebenenfalls in Haft verbleiben und der afghanischen Justiz überstellt.“

Al-Jazeera protestierte gegen die Festnahme der beiden Kameramänner und ließ verlauten, die Inhaftierung der beiden Afghanen sei Teil einer Eskalation von Seiten der Internationalen Truppen, den Druck auf die Medien zu erhöhen. Kabul Bürochef Allawi sei jüngst von Seiten der ISAF-Truppen eingeschüchtert worden, erklärte der arabische TV-Sender.

„Al Jazeera wird seine Berichterstattung auf der Basis von fairem und objektivem Journalismus fortsetzen“, heißt es in einer Erklärung im Internet, „Als Teil ihrer Arbeit müssen Kameramänner und ihre Crews alle Seiten kontaktieren (…) einschließlich der ISAF-Truppen, der afghanischen Regierung und auch der Taliban.“