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The Taliban Suicide Squad Which Attacked Kabul

by Florian Flade

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On April 15 a Taliban suicide squad carried out a series of rocket and missile attacks and bombings on Western embassies and diplomatic compounds in Kabul and the provinces of Paktia, Logar, and Nangarhar. Afghan media reported one of the attackers survived the 18-hour stand-off and was captured by Afghan security forces. The militant told interrogators he and some 200 other Taliban fighters were trained by a senior Taliban leader of the Haqqani network in the Afghan-Pakistan border region of Waziristan.

On the Taliban´s website a series of pictures were released showing the Kabul attackers being trained in Waziristan. These images are a clear proof of ongoing terrorist activities in the Pakistan tribal region with the clear aim of sending out fighters into Afghanistan.

 

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Syrische Bloggerin Amina ist reine Fiktion

by Florian Flade

Die Geschichte der lesbischen Syrerin Amina Abdallah Araf rührte Tausende weltweit. Ihr Blog „A Gay Girl in Damascus“ wurde zu einer Stimme der Unterdrückten in Nahost. Jetzt bekennt ein amerikanischer Student, die syrische Bloggerin frei erfunden zu haben.

„A Gay Girl in Damascus“ – so heißt ein englischsprachiges Weblog der seit Monaten für Aufsehen sorgt. Das Internet-Tagebuch soll von einer jungen Syrerin namens Amina Abdallah Araf geführt geführt werden, die sich als lesbisch geoutet hat und seither über ihr Leben und die Unterdrückung sexueller Minderheiten in der syrischen Dikatur schrieb. Amina gehört, seitdem sie die Webseite im Februar ins Leben rief, zu den bekanntesten Bloggerinnen der arabsichen Welt. In Syrien entwickelte sich die homosexuelle Aktivitistin schnell zur einer Ikone des Aufstandes gegen die Assad-Diktatur. Dann verschwand Amina spurlos.

Am 06.Juni verfasste eine angebliche Cousine von Amina einen Eintrag auf „A Gay Girl in Damascus“, den hunderttausende Internetnutzer in den Folgetagen lasen und der seinen Weg auch in internationale Medien fand. Aminas vermeintliche Cousine berichete, die Bloggerin sei während der aktuellen Unruhen in Syrien von Sicherheitskräften verschleppt worden. Ihre Familie habe keinen Kontakt zu Amina und wisse nicht wo sie vom Regime festgehalten werde.

Die Meldung von der Entführung der hübschen Internet-Aktivitistin löste eine Welle der Unterstützung und des Protestes aus. Internet-Nutzer die Aminas Blog verfolgt hatten, gründeten Facebook-Gruppen und riefen dazu auf E-Mails an syrische Botschaften schicken, mit der Aufforderung an das Regime, Amina freizulassen. Der Fall der Bloggerin aus Damaskus wurde zu einem weiteren Symbol für die Menschenrechtsverletzungen der Regime in der Region. Eine Märtyrerin der Internet-Generation war geboren.

Dabei war nicht einmal klar, ob Amina, die Lesbe aus Damaskus, tatsächlich existierte. Alle biografischen Angaben stammten von ihrem Blog, niemand schien der realen Amina Araf persönlich jemals begegnet zu sein, einzig der E-Mail Kontakt konnte nachgewiesen werden. Erste Zweifel an er Geschichte und der Existenz der lesbischen Bloggerin kamen auf.
Eine Reportin des „Guardian“ interviewte die junge Frau lediglich per E-Mail, ein Treffen oder Telefoninterview wurde abgelehnt. Eine Kanadierin tauschte gar über 1,000 E-Mails mit Amina aus, im Glauben die Syrerin sei eine real existierende Person.

In der vergangenen Woche meldete sich schließlich in Großbritannien eine Frau, deren Fotos von der syrischen Bloggerin als die ihren ausgegeben wurden. Jelena Lecic, eine in London lebende Kroatin gab im britischen TV-Sender BBCan, die Fotos aus ihrem Facebook-Profil seien auf „A Gay Girl in Damascus“ als Aufnahmen von Amina al-Araf veröffentlicht worden waren. Renommierte Medienvertreter wie die US-Tageszeitung „New York Times“ äußerten sich skeptisch, ob die Geschichte der lesbischen Bloggerin der Wahrheit entspricht.

Gestern nun flog der Schwindel auf. Der amerikanische Nahost-Aktivist Tom MacMaster gestand, den Blog geführt und Aminas Geschichte frei erfunden zu haben. McMaster, der derzeit an der Edinburgh University in Schottland studiert, veröffentlichte auf „A Gay Girl in Damascus“ eine schriftliche Entschuldigung. Unterzeichnet ist der Eintrag mit „Tom MacMaster, Istanbul, Türkeo, 12.Juli 2011 – Der einzige Autor aller Texte auf diesem Blog“.

„Ich hatte nie mit diesem Maß an Aufmerksamkeit gerechnet“, so MacMaster der sich aktuell im Urlaub in der Türkei aufhalten soll, „die Erzähler-Stimme mag fiktional sein, aber die Fakten auf diesem Blog zur Situation im Land sind wahr und nicht irreführend.“

Er hoffe, so der Blogger, dass den Menschen in Nahost in Zeiten des politischen Umbruchs viel Aufmerksamkeit geschenkt werde. „Die Ereignisse dort werden von den Menschen vor Ort, die sie tagtäglich leben, geprägt“, schreibt der Amerikaner, „Ich habe nur versucht, sie für die westliche Leserschaft zu erleuchten.“

Amina die Bloggerin erfunden zu haben, sieht Tom MacMaster nicht als problematisch. „Ich denke nicht, dass ich irgendwem geschadet habe“, heißt es im gestrigen Blogeintrag, „Ich denke ich habe eine wichtige Stimme geschaffen, für Themen, die mich wirklich bewegen.“

Der britische „The Guardian“ hatte bereits vor dem Entschuldigungs-Eintrag des Bloggers gemeldet, die wahre Identität von Amina sei von findigen Internet-Nutzern ausfindig gemacht worden. Gast-Beiträge auf einem anderen Blog, die angeblich von Amina aus Damaskus verfasst worden waren, seien von einem Computer versendet worden, der in Schottland lokalisiert wurde.

Fotos auf Aminas Blog fanden sich zudem in einem Internet-Fotoalbum von Tom MacMasters Ehefrau, Britta Froehlich, die an der schottischen St.Andrew´s Universität derzeit eine Doktorarbeit über Wirtschaftsentwicklung in Syrien schreibt.

Im Internet reagieren die Leser von „A Gay Girl in Damascus“ empört über das Lügenkonstrukt. „Es macht mich so wütend“, heißt es in einem Kommentar. Die reale Situation in Syrien sei „zu schrecklich für solche Spielchen.“
Der Chef-Redakteur von GayMiddleEast.com, Sami Hamwi, ist zornig über die frei erfundene Geschichte der Bloggerin Amina. „An Herrn MacMaster: Schämen Sie sich!“, so Hamwi, „Was Sie getan haben, hat vielen von uns geschadet, hat uns alle in Gefahr gebracht (…) Bedenken Sie zudem, dass es vielleicht sogar Zweifel an der Authentizität unserer Geschichten ausgelöst hat.“

Britta Froehlicher, die Ehefrau von Tom MacMaster, ließ per E-Mail mitteilen, in den kommenden 24 Stunden würden sie und ihr Ehemann das erste Interview geben. Momentan aber genieße man den Urlaub in der Türkei und wolle eine „nette Zeit“ verbringen.

The Horrors Of War

„I want the American people to know that the US troops are oppressing our youths and elders before their kids and wives. If there is any conscience left in the West, it should be awakened“ – Afghan President Hamid Karzai said on Wednesday.

What he was referring to, is a story coming from Afghanistan, a story about unit of US soldiers stationed in Kandahar Province who formed a „Kill Team“, hunting down Afghan civilians, killing innocent people for fun, cutting of their fingers as trophies and posing with dead bodies, smiling for pictures.

All this took place last year and was made public because some of those American servicemen involved were speaking, telling their families back home what their comrades had done to the Afghan people.

Last week, German newspaper DER SPIEGEL published the story of the Bravo Company´s 5th Stryker Brigade, telling the background of the soldiers who went to war and turned into murderers. The magazine said in a worldwide investigation they had obtained 4,000 pictures and video files the US military had confiscated and kept under wraps since then. The criminal investigation in the USA had already started – but the private images taken by the soldiers were never shown to the public because the Pentagon claimed they could cause violent protest and possibly even terrorist attacks because of the nature of those graphic pictures.

US-Magazine „The Rolling Stone“ now presents a detailed account of the killings of Bravo Company, publishing even more pictures and videos showing the killing of Afghan civilians and Taliban fighters by the American soldiers. It is an extraordinary piece journalistic work, a story of a crime that – in the long-term – will have the same impact on the US-led wars in Afghanistan, Iraq and elsewhere as the Abu Ghraib torture images.

Read „The Kill Team“ here