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German Jihadi Mounir C. Alive

by Florian Flade

Last week news of a drone attack in Pakistan that had killed or wounded German Jihadi Mounir C. aka „Abu Adam“ spread on Jihadist websites with connection to Waziristan-based militant groups.  As new propaganda material was released on the Internet recently, including a audio message by Mounir C., the news has to be corrected.

The „Islamic Movement Uzbekistan“ (IMU) released a short audio recording by Mounir C. as a message on the occasion of Eid ul-Fitr, the end of the Holy month of Ramadan.

„The mujahideen were blessed by Allah to be not only amongst those fasting but also amongst those fighting“, Mounir C. says in the message, „Most conquests and victories of the Muslims were achieved during the month of Ramadan.“

„For many Muslims the day of Eid is not a blessing as they suffer in captivity of the taghout and kuffar“, the Jihadi militant from Bonn continues to say, „the light does not reach their cells during the day of Eid.“

Both, sources from Waziristan and German intelligence, do not have any credible information confirming the death of Mounir C. in a recent US drone attack in the tribal areas. „We do not have any information on that“, a source in German intelligence tells me.

What seems interesting though is the fact that IMU released Mounir C.´s speech as a audio message not as a video – he usually has no reason not to appear on camera. So was Mounir C., one of the most important Mujahid in the ranks of IMU´s propaganda wing, injured in fighting or a drone strike and is still suffering from his wounds?

Deutscher Islamist Mounir C. („Abu Adam“) getötet?

by Florian Flade

Mounir C. aus Bonn gilt als „Popstar“ der Dschihad-Szene. Er trat in Dutzenden Propagandavideos auf. Nun soll er in Pakistan Opfer eines Drohnenangriffs geworden sein.

Eine islamistische Internetseite meldet, der deutsche Terrorist Mounir C. sei im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet vor kurzem schwer verwundet, eventuell sogar getötet worden.

Der Deutsch-Marokkaner Mounir C. (29), der den Kampfnamen „Abu Adam“ trägt, sei entweder bei einer militärischen Operation in Waziristan oder bei einem amerikanischen Drohnenangriff schwer verletzt worden, meldet eine islamistische Gruppe aus Pakistan. Die Informationen stammen angeblich direkt von der „Islamischen Bewegung Usbekistans“ (IBU), der Mounir C. angehörte.

Nach meinen Informationen gab es tatsächlich bei einem Drohnenangriff im pakistanischen Waziristan in den vergangenen Wochen ein deutsches Opfer. Ob der deutsche Terrorist dabei starb, ist nicht bekannt. Zwei usbekische Islamisten sollen jedoch getötet worden sein.

Mounir C. und sein Bruder Yassin C. waren 2007 von Deutschland aus zunächst in den Jemen und anschließend weiter nach Pakistan gereist. In Deutschland waren die Brüder eher unauffällig. Mounir C. machte das Abitur, absolvierte seinen Grundwehrdienst und begann anschließend eine Ausbildung bei Bundesamt für Statistik. Noch zu Schulzeiten gerier er immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt. Gegen ihn wurde wegen Schwarzfahrens und Drogendelikten sowie Einbrüchen ermittelt. Zu einem Verfahren kam es jedoch nie.

Nach einer Pilgerfahrt nach Mekka soll sich der Deutsch-Marokkaner stärker dem Islam zugewandt haben. Er besuchte nun häufig die Bonner Al-Muhsinin-Moschee, betete regelmäßig und las den Koran. Im Jahr 2007 wanderte Mounir C. in den Jemen aus, wo er offenbar Sprachschulen besuchte. Anschließened folgte die Reise ins afghanisch-pakistanische Grenzgebiet wo aus dem jungen Bonner Mounir C. der militante Dschihadist „Abu Adam“ wurde.

Mounir und Yassin C. schlossen sich in Pakistan der „Islamischen Bewegung Usbekistans“ (IBU) an und treten seitdem regelmäßig in deutschsprachigen Propagandavideos auf, die im Internet veröffentlicht werden.
Die Terrorgruppe IBU operiert im Grenzgebiet zu Afghanistan und soll aus mehreren tausend Kämpfern bestehen. Im pakistanischen Stammesgebiet Waziristan unterhält die IBU terroristische Ausbildungslager in denen auch deutsche Islamisten trainiert werden. Mindestens fünf Dschihadisten aus Deutschland kamen bereits in den Reihen der IBU ums Leben, zwei davon bei Kämpfen im Norden Afghanistans.

Javad S. aus Bonn wurde 2009 von pakistanischen Soldaten erschossen. Ein islamistischer Kämpfer namens „Farooq der Deutsche“ kam bei einem Selbstmordanschlag auf ein Büro einer Entwicklungshilfe-Organisation im nordafghanischen Kunduz ums Leben. In der gleichen Region starb im Frühjahr dieses Jahres Abdullah H. aus Essen. Er wurde von US-Soldaten erschossen. Der Hamburger Shahab D. und der Wuppertaler Deutsch-Türken Bünyamin E. wurden im Oktober 2010 getötet als eine US-Drohne eine Rakete auf ein Haus in Waziristan abfeuerte.

Deutscher Dschihadist verübte Anschlag in Kunduz

von Florian Flade

„Farooq der Deutsche“ starb im Einsatzgebiet der Bundeswehr. Der deutsche Islamist wird in einem neuen Propagandavideo als Märtyrer gefeiert. Er soll im vergangenen Jahr an einem Selbstmordattentat auf ein Büro von Entwicklungshelfern im nordafghanischen Kunduz verübt haben – und tötete dabei möglicherweise einen deutschen Wachmann.

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Mit einem neuen Propagandavideo feiert eine islamistische Terrorgruppe einen deutschen Dschihadisten, der offenbar bei einem Selbstmordanschlag im nordafghanischen Kunduz ums Leben kam. Die „Islamische Bewegung Usbekistans“ (IBU) präsentiert in dem 12-minütigen deutschsprachigen Video einen 21jährigen deutschen Islamisten names „Farooq der Deutsche“. Der junge Mann, der bislang in keinem terroristischen Propagandavideo zu sehen war, habe Deutschland vor etwa einem Jahr verlassen und sei ins pakistanische Waziristan gekommen, wo er sich der Terrororganisation angeschlossen habe.

„Unser Bruder Farooq verließ seine Heimat Deutschland um seinen Herren zu treffen“, schildert der Bonner Islamist Yassin Chouka im neuen Propagandavideo die Biografie des deutschen Terroristen, „Wenn die Feinde ihn erlebt hätten, sie würden es nicht wagen, sie würden sich davor hüten, ihn einen Terroristen zu nennen.“

„Farooq der Deutsche“ habe im nordafghanischen Kundus im Dschihad gegen die einheimischen und ausländischen Feinde gekämpft, behaupten seine ehemaligen Mitkämpfer. Anfang Juli 2010 habe der Deutsche schließlich an einer Märtyreroperation teilgenommen und sei dabei ums Leben gekommen.

„Bruder Farooq und drei weitere Mudschaheddin gingen nach Afghanistan, um ein CIA-Gelände im Zentrum von Kunduz anzugreifen“, erklärt ein deutscher Islamist im neuen Propagandafilm, „Sie stürmten zu viert das Gebäude, töteten zunächst die Wächter und vollzogen, einer nach dem anderen eine Märtyreroperation.“

„Farooq der Deutsche“ habe den eigentlich Angriff zunächst überlebt, sich unter einer der Leichen versteckt und per Handy seine Mitkämpfer kontaktiert um ihnen zu sagen, er wolle vor Ort den Märtyrertod sterben. „Nun liegen dort seine Körperteile, verstreut auf der vergänglichen Welt“, heißt es im Märtyrer-Video.

Im jetzt aufgetauchten Propagandavideo ist „Farooq der Deutsche“ nicht nur auf Fotos zu sehen, die ihn vor seinem angeblichen Tod zeigen, zusammen mit zwei kaukasischen und einem afghanischen Islamisten, die bei dem gleichen Anschlag ums Leben kamen. In einer Szene spricht der deutsche Islamist selbst vor der Kamera.

„Ich möchte einige Angelegenheiten ansprechen, die hier in Kunduz, Afghanistan, geschehen“, sagt der deutsche Dschihadist, „Wir haben hier erkannt, dass der Dschihad Pflicht geworden ist für alle Gläubigen. Meine lieben Brüder in Deutschland, es kann nicht sein, dass einige Mudschaheddin den Dschihad verrichten, und einige machen nichts und sitzen zu Hause.“

An den deutschen Bundeswehreinsatz in Afghanistan gerichtet sagt der deutsche Terrorist: „Wie könnt ihr damit zufrieden sein, dass das deutsche Militär hier in Kunduz einmarschiert und versucht die Muslime, die Gläubigen, zu bekriegen (…) Wir sind rausgegangen zum Dschihad, damit das Wort Allahs das höchste ist – nicht für Afghanistan, nicht für ein Land.“

Die islamistische „Islamische Bewegung Usbekistans“ (IBU) erläutert nicht näher, welches Attentat der deutsche Dschihadist verübte. Das genannte Datum lässt allerdings darauf schließen, dass „Farooq der Deutsche“ am 02.Juli 2010 bei einem Angriff auf das Büro der amerikanischen Hilfsorganisation „Organisation Development Alternatives Inc“ (DAI) in Kundus-Stadt beteiligt war. Bei diesem Anschlag starb neben den Angreifern, von denen zwei getötet werden konnten, noch bevor sie ihre Sprengstoff-Westen gezündet haben, auch ein 32jähriger deutscher Wachmann aus Schleswig-Holstein.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz hielt sich gestern mit Informationen zu „Farooq“ zurück. Auf Nachfrage erklärte man mir: „Wir prüfen noch.“ Ob die Person, die sich hinter dem Kampfnamen verbirgt als Gefährder bekannt war, oder überhaupt auf dem Radar der Sicherheitsdienste erschien, bevor sie Deutschland verließ, bleibt daher zunächst unklar.

In den Reihen der „Islamischen Bewegung Usbekistans“ (IBU) starben bislang mindestens drei islamistische Terroristen mit Deutschland-Bezug. Der Bonner Deutsch-Afghane Javad S. kam im Herbst 2009 in Pakistan bei Gefechten mit der pakistanischen Armee ums Leben. Shahab D. aus Hamburg und Bünyamin E. aus Wuppertal wurden im Oktober 2010 bei einem amerikanischen Drohnenangriff auf ein Haus im pakistanischen Stammesgebiet Nord-Waziristan getötet.

Weitere Mitglieder der IBU mit Deutschland-Bezug wurden in den vergangenen Jahren in Afghanistan und Pakistan festgenommen und warten derzeit in Deutschland auf ihren Gerichtsprozess.