Tag Archives: Sharia

Islamisten wollen vor Bundesverfassungsgericht demonstrieren

von Florian Flade

In Karlsruhe ist eine Islamisten-Demo geplant. Gastredner soll ein britischer Extremist sein, danach wird vor dem Bundesverfassungsgericht für die Einführung der Scharia demonstriert.

Der britische Islamistenführer und bekennende Bin-Laden-Sympathisant Anjem Choudary will am Mittwoch vor dem Gebäude des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe einen Vortrag zum Thema “Göttliches (islamisches) Gesetz oder deutsches Gesetz?” halten.

Das kündigte er am Dienstag in einer E-Mail an. Demnach soll in Karlsruhe eine Demonstration für die Einführung des islamischen Scharia-Rechts stattfinden.

Choudary wird laut Ankündigung mittags auftreten und über die Scharia-Gesetzgebung sprechen. Auch weitere radikale Islamisten, unter anderem Vertreter der Gruppe “Islam für Deutschland”, werden als Sprecher erwartet.

“Dieses Gericht hat den Vorsitz und ist Zeuge über die Kriminalisierung derjenigen, die die Ehre des Propheten Mohammed verteidigen wollten, der Unterdrückung derjenigen die ihre Religion praktizieren mochten”, heißt es in der Ankündigung der Islamisten.

Bei anderen Besuchen außerhalb Großbritanniens, u.a. in Belgien, war Choudary in der Vergangenheit festgenommen worden. Sicherheitsbehörden in Belgien hatten ihn als Repräsentanten eines militanten Islams eingestuft.

German Military Fires Muslim Soldier

by Florian Flade

A few months ago an secret internal paper circulating in German military bases warned about former soldier Sascha B. who was suspected of being an Islamist.

B., a 28 year-old convert to Islam, joined the German army (Bundeswehr) in 2006 and served as a Lance Sergeant in Panzergrenadierbataillon 212 in Augustdorf. During his service time Sascha B. converted to Islam. He grew a beard and started praying. At that point he realized his new behaviour might be considered problematic by his superiors.

“I was not allowed to pray when I wanted to”, B. says. In summer 2009 the Muslim soldier was fined with a disciplinary punishment of 250 EUROs because he refused to trimm his beard to 2cm length – instead he spotted a 14cm Salafi beard.

A few weeks later Sascha B. refused to teach a young recruit how to shoot an assault rifle, claiming the soldier might be send to Afghanistan to shoot at Muslims. His supervisors reacted immediately and informed the German military´s internal intelligence agency MAD.

MAD agents spoke to Sascha B. about his behaviour and his belief. “The liberal democratic system to me is only the second best form of government”, B. said during the interrogations. For him, Shariah law, was the best system created for mankind. Sascha B. also confirmed that he ordered 1800 leaflets about Islam on the website of famous German Salafi preacher Pierre Vogel.

On March 15 2010, two weeks prior to his regular end of service in the military, the German Bundeswehr sacked Sascha B.. He was most likely considered a possible terrorist threat.

Eventhough he left the German military, the MAD seemed to be worried about the fact that Sascha B. was still in possession of his military ID card which might have enabled him to access German military instellations – therefore the MAD gave out the document warning about B.. It took months for the Bundeswehr to reacquire the ID card from Sascha B..

Yesterday Sascha B. lost a law-suite against the Bundeswehr he had filed because of his early release from service. The court decided that the release was justified due to Sascha B.´s behaviour and ideological background.

In court the Salafi convert, a father of two, said he was never a threat of any kind and was willing to work and fight for the democratic system he lives in.

Fanatischer Pastor stellt Koran vor Gericht

by Florian Flade

Der christliche Fundamentalist Terry Jones plant erneut den Koran zu vernichten. In einem Schauprozess am Sonntag, soll das heilige Buch der Muslime angeklagt und verurteilt werden. Ein muslimischer Geistlicher wird die Rolle der Verteidigung übernehmen, Ankläger und Zeugen sind ausnahmslos ehemalige Muslime, die zum Christentum konvertiert sind.

Pastor Terry Jones  – Organisator vom “Richte den Koran”-Tag

In der Kirchengemeinde “Dove World Outreach Center” der Ortschaft Gainesville im US-Bundesstaat Florida wird am Sonntag das heilige Buch der Muslime, der Koran in einem Schauprozess angeklagt. Das umstrittene Oberhaupt der christliche Fundamentalist-Gemeinde, Pastor Terry Jones, hatte im vergangenen Jahr geplant, den Koran öffentlich zu verbrennen und damit weltweit Empörung ausgelöst. Im letzten Moment, nach dem Einwirken amerikanischer Politiker, sagte Jones den “Burn the Koran-Day” im September 2010 ab.

Am Sonntag nun will der Pastor eine weitere provokative Aktion starten. Beim “International Judge the Koran- Day”, werde das für Muslime heilige Buch, vor Gericht stehen, hatte Jones “Welt Online” bereits im Januar mitgeteilt. “An diesem Tag wird der Koran vor Gericht gestellt werden. Ihm werden Mord, Vergewaltigung, Fehlleitung und Aufrufe zu Terroraktionen vorgeworfen”, so der Pastor. Im Internet laufe eine Abstimmung, auf welche Weise der Koran – falls schuldig befunden – hingerichtet werde, so Terry Jones. Zur Wahl stehen dort “Verbrennen”, “Ertränken”, “Zerreißen” und “Erschießen”. Den Koran im Fall eines Schuldspruchs zu verbrennen favorisieren im Internet derzeit 69 Prozent.

Der Prozess soll von 16:00 Uhr – 20:00 Uhr in Jones Gemeinde in Gainesville stattfinden und über das Internet live übertragen werden. Jones erklärte Welt Online, der Koran werde einen typisch amerikanischen Prozess erhalten, mit Verteidiger, Ankläger, Richter und Jury. Muslime seien aufgerufen zur Verteidigung des Koran ihre besten Gelehrten und religiösen Würdenträger zu entsenden, sagte Jones. Sollten sich die Anschuldigungen als falsch erweisen, werde es eine “öffentliche Entschuldigung an die Muslime” geben. Wer den Koran verteidigen werde, stand im Januar noch nicht fest.

Inzwischen wurden die Namen der Verteidigung, Ankläger und Zeugen veröffentlicht. Ahmed Abaza, ein Ägypter der 1987 zum Christentum konvertierte und in Kalifornien den arabischen TV-Sender “The Truth TV” betreibt, wird als Ankläger auftreten. Die Verteidigung der heiligen Schrift übernimmt Sheikh Imam Mohammed al-Hassan, der Präsident des “Islamic Center in Texas”. Al-Hassan trat außerdem im vergangenen Jahr als Präsidentschaftskandidat in seiner Heimat Sudan auf.

Als Zeugen treten laut Vorabmeldung der Kirchengemeinde zwei zum Christenum konvertierte Muslime auf. Der Ägypter Ahmed Paul “war ein Mitglied der Präsidentengarde in Ägypten (…) und hat den Herrn Jesus 1997 akzeptiert”. Ein weiterer Zeuge ist Sheikh Abdullah al-Sabah aus der kuwaitischen Königsfamilie. Al-Sabah, der 1995 zum Christentum konvertierte, soll in Kuwait aufgrund seines Religionswechsels in Haft gesessen haben.

Der gesamte Koran-Prozess werde in Arabisch abgehalten, kündigte Pastor Jones an, damit sowohl Ankläger als auch Verteidigung im arabischen Original zitieren können. Als Übersetzerin soll eine Frau names Manal Faragalla sein, deren Vater angeblich aufgrund seiner Konvertierung zum Christentum nach Sharia-Gesetzgebung hingerichtet worden sein soll. “Der Herr Jesus hat sie ausgebildet, einer seiner Soldaten zu sein für sein Volk, das unter dem Joch der Sharia lebt”, heißt es über Manal Faragalla in einer E-Mail, die ich jüngst von der Gemeinde erhalten habe.

Veranstalter Terry Jones, der den Islam als teuflische Religion und den Koran als Anleitung für Verbrechen bezeichnet, werde selbst keinen Part in dem Schauprozess übernehmen. “”Ich werde nicht Teil der Jury sein”, sagte Jones “Welt Online” im Januar. “Das wäre ich gerne, aber ich denke das ist nicht möglich, denn nach allem was vorgefallen ist, gelte ich sicher nicht als unvoreingenommen und unparteiisch.”

Wie im vergangenen Jahr habe auch diesmal die US-Bundespolizei FBI versucht, ihn von seinem Vorhaben abzubringen, so Jones. Er rechne mit Racheakten von muslimischer Seite, sollte es tatsächlich zu einer Koran-Hinrichtung kommen. Doch selbst wenn US-Präsident Barack Obama ihn diesmal persönlich anrufen würde, werde der “Judge the Koran-Day” nicht abgesagt.