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German Taliban Part Of Al-Qaida´s Euro-Plot

by Florian Flade

Yusuf O. from Berlin in terror propaganda tape (September 2009)

Two European Islamists have been charged in Berlin with being members of Al-Qaida. Yusuf O. of Berlin and Maqsood L. from Vienna have been trained in the terror camps of Waziristan and are allegedly part of an Al-Qaida plot to carry out attacks in Europe.

Berlin Islamist Yusuf O. traveled to Pakistan in May 2009 alongside his friend Fatih T. and joined the „Taifatul Mansourah“ Group in Waziristan tribal area. Later the German Jihadi militants together with several other German Islamists who arrived in Pakistan in September 2009 founded a new group named „German Taliban Mujahidin“ (DTM).

In a propaganda tape released just prior to the September 2009 German Parliamentary Elections the DTM threatened attacks in Germany. Spokesman in that video was 26 year-old Yusuf O. aka „Abu Ayyub al-Almani“.

According to the complaint filed by German prosecutors in November Yusuf O. left the DTM somewhere around May 2010 and joined Al-Qaida. During the training program he received, Yusuf O. met Maqsood L., a 22 year-old Austrian national whose family immigrated to Vienna in the 1990s after fleeing the Taliban-rule in Afghanistan. Maqsood L´s father fought as a Afghan soldier against the Soviet invasion in the 1980s. Nearly 30 years later his son – spotting a beard – joined the Austrian military in 2008 and declared he was ready to defend the nation.

In the Waziristan terror camps of Al-Qaida Maqsood L. and Yusuf O. befriended and were choosen by Al-Qaida´s Chief of External Operational, Sheikh Younis al-Mauretani who was arrested in Pakistan back in September, to be part of a Europe attack plan.

The Al-Qaida commander tasked Yusuf O. and Maqsood L. to return to Europe and recruit Islamists for terrorist attacks in European cities. Documents discovered by German counter-terrorism officials lead to the conclusion Al-Qaida wanted the German Islamists to carry out kidnappings and killings. Al-Mauretani´s plot involved assault attacks in which hostages would be killed in long standoff with police – the „Mumbai Style“ of terrorist attacks.

In May 2011 Maqsood L. and Yusuf O. traveled to Budapest (Hungary) via Iran and Turkey. Yusuf O. made his journey to Austrian capital Vienna and arrived in the city carrying a audio tape recorded by Maqsood L.. He played the tape to Maqsood´s old friends, urging them to support the Jihad and join the terror network.

After Yusuf O. returned to Budapest he sent Maqsood L. to Berlin. Apparently Yusuf O. thought sending a foreigner instead of traveling himself would not alert the authorities. Yusuf O. was wrong. Maqsood´s task was recruit about a dozen of Yusuf´s friends from several radical mosques in the German capital. The Austrian Jihadi was able to rally supporters amongst Berlin´s Islamist community and collect about 1.000 EUROs in donations, before he was arrested on May 16.

Yusuf O. was captured a little later in Vienna where he returned to from a trip to Budapest on May 31. Austrian authorities sent him back to Germany where he and Maqsood L. will be on trial soon.

Berliner Dschihadist Thomas U. kämpfte gegen die NATO

von Florian Flade

T ürkische Sicherheitskräfte haben nach Informationen des ZDF an einem Flughafen in Istanbul mehrere deutsche Islamisten festgenommen. Bei den Personen soll es sich um den gesuchten Thomas U. (24) aus Berlin handeln, der zusammen mit seiner schwangeren Frau gefasst wurde. Er sitzt dem „heute-journal“ zufolge in Auslieferungshaft.

Das Paar soll gemeinsam mit einem weiteren deutschen Islamisten, der kurz zuvor verhaftet worden sei, nach Deutschland überstellt werden. Von den Behörden in der Türkei gab es zunächst keine Bestätigung. Das Auswärtige Amt bestätigte, dass sich ein Mann und eine Frau in Auslieferungshaft befänden und konsularisch betreut würden. Bei dem dritten festgenommenen Person soll es sich um Fatih K. (31) handeln, der in Deutschland angeklagt ist gemeinsam mit Filiz Gelowiz, der Frau des Sauerlandbombers Fritz Gelowicz, Terroristen in Afghanistan finanziell unterstützt zu haben.Man bemühe sich um eine konsularische Betreuung von Fatih K. so das Auswärtige Amt..

Thomas U. und seine Frau waren dem ZDF-Bericht zufolge über Iran in die Türkei gereist und wollten mit einem Billigflug nach Kopenhagen fliegen. Sie hatten geplant von dort aus mit dem Auto nach Deutschland zurückzukehren.
Deutsche Behörden hatten laut ZDF Hinweise auf die bevorstehende Rückkehr des mutmaßlichen Terroristen an die türkische Polizei gegeben, die das Pärchen am Flughafen verhaftete. Ihnen wird vorgeworfen, mit gefälschten Pässen gereist zu sein.

Der 24-jährige Berliner Konvertit Thomas U. hatte die Bundesrepublik am 24.September 2009 zusammen mit seiner ebenfalls zum Islam konvertierten Ehefrau verlassen. Ihr Ziel war es, sich in der afghanisch-pakistanischen Grenzregion einer deutsch-türkischen Dschihadisten-Gruppe anzuschließen. Gemeinsam mit einem befreundeten Berliner Ehepaar reisten Thomas U. und seine Lebensgefährtin nach Budapest und flogen weiter in die Türkei, von wo aus sie wahrscheinlich über Iran in das pakistanische Waziristan gelangten.

Thomas U., dessen Eltern in den 1980er Jahren aus Ungarn nach Deutschland ausgewanderten, war im Frühjahr 2008 zum Islam konvertiert und hatte sich innerhalb kurzer Zeit radikalisiert.
Im Herbst 2009 schloss er sich in den pakistanischen Stammesgebieten den „Deutschen Taliban Mujaheddin“ (DTM), einer Splittergruppe der „Islamischen Jihad Union“ (IJU), an.

In den Reihen der deutschen Dschihadisten trug Thomas U. den Kampfnamen „Hamza al-Majari“ (Hamza der Ungar) und nahm offenbar selbst an mehreren Angriffen auf afghanische und westliche Truppen in Afghanistan teil.
Ein Propagandavideo der „Deutschen Taliban Mujaheddin“ aus dem April zeigt den 24-jährigen Berliner schwarzmaskiert, mit einer Kalaschnikow in der Hand, auf einem Felsen sitzend. Er brüstet sich mit einem Angriff auf eine amerikanische Nato-Basis im ostafghanischen Paktika im Dezember 2009.

„Gestern war der 24.12. nach dem gregorianischen Kalender der Ungläubigen“, erklärte Thomas U. in dem Terrorvideo, „Wir haben sechs BM-Raketen über den ganzen Tag verteilt auf das amerikanische Camp gefeuert. Und so haben wir ihre vorweihnachtliche Stimmung erheblich gestört.“ Seine Gruppe werde den Kampf fortsetzen, bis alle westlichen Truppen Afghanistan verlassen hätten, so der deutsche Islamist.

Die in Deutschland lebenden Muslime rief U. auf, sich dem Dschihad in am Hindukusch anzuschließen. „Wenn ihr könnt, unternehmt die Auswanderung und beteiligt euch mit eurer Person und kämpft“, forderte der Extremist, „Ansonsten spendet euren Besitz damit wir weiterhin Waffen kaufen können.“

An einer anderen Stelle eines Terrorvideos aus Pakistan ist Thomas U. in einem Auto zusammen mit dem inzwischen getöteten Saarländer Konvertiten Eric Breininger zu sehen. „Soweit ich weiß haben wir einen Wachturm getroffen, ein Haus getroffen, irgendwas ist in Flammen aufgegangen“, berichtet Thomas U. von einem kurz zuvor verübten Attentat der Dschihadisten, „Auf jeden Fall ein Desaster für die Ungläubigen.“

Seit einigen Monaten ist es ruhig an der Propaganda-Front der deutschen Taliban geworden. Es wurden keine Videos mehr veröffentlicht, immer seltener meldeten sich die deutschen Dschihadisten im Internet zu Wort. Vermutlich ging mit dem Tod des Deutsch-Türken Ahmet M., der im April an der Seite von Eric Breininger bei einem Feuergefecht mit pakistanischen Soldat getötet wurde, ein Großteil des Propagandapotentials der Gruppe verloren.

Ahmet M. alias „Salahuddin der Türke“ hatte die Medienabteilung der deutschen Gotteskrieger aufgebaut und erfolgreich neue Rekruten in Deutschland geworden. Bis zu 20 deutsche Islamisten, darunter viele Konvertiten, haben Deutschland im vergangenen Jahr mit Ziel Pakistan verlassen. Einige verschwanden mit ihren Familien oder schwangeren Lebensgefährtinnen.

Warum Thomas U. und die anderen deutschen Islamisten sich nun auf den Rückweg nach Deutschland begeben haben, ist unklar. Möglicherweise setzen den europäischen Terrorrekruten die CIA-Drohnenangriffe in den pakistanischen Stammesgebieten erheblich zu.
Erst am vergangenen Mittwoch soll bei einem solchen Raketenangriff der Ausbilder der deutschen Gotteskrieger, ein Usbeke namens Qureshi, in Waziristan ums Leben gekommen sein. Ob sich auch Kämpfer aus Deutschland unter den Toten befinden ist unbekannt.

Im Juli hatten die „Deutschen Taliban Mujaheddin“ sehr beiläufig den Tod zweier Dschihadisten aus Bonn und Berlin in einer Internet-Botschaft verkündet. Beide Männer starben angeblich als die US-Luftwaffe eine Gruppe von Taliban-Kämpfern im ostafghanischen Paktika bombardierte. Namen und Details zu den Personen wurden nicht genannt.

Denkbar ist, dass die Todesmeldung im Internet, die ohne weitere Erklärung veröffentlicht wurde, als Ablenkungsmanöver diente, um die Sicherheitsbehörden von der geplanten Rückseite des Berliners Thomas U. und eines weiteren deutschen Islamisten in die Bundesrepublik abzulenken.

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